Acht goldene Regeln für die Geldanlage

QR-CodeNicht nur wenn es um Geldanlagen geht, kann man nicht alles haben. Rendite,  Sicherheit, Verfügbarkeit … Acht goldene Regeln für die Geldanlage

Acht goldene Regeln für die Geldanlage

Beachten Sie die Regeln für die Geldanlage
Foto: djd/UDI/CJS

(djd). Die Europäische Zentralbank (EZB) hält eisern an ihrer Nullzinspolitik fest. Der Leitzins in der Eurozone liegt bereits seit März 2016 auf diesem historisch niedrigen Niveau, ein Ende scheint nicht in Sicht. Für Sparer bedeutet dies: Sie bekommen auch weiterhin wenig oder gar keine Zinsen, vereinzelt verlangen Banken sogar schon „Strafzinsen“ von Privatanlegern. Wer nicht möchte, dass sein Geld schleichend von der Inflationsrate aufgefressen wird, sollte einige Regeln für die Geldanlage beherzigen. Formuliert hat die folgenden Georg Hetz, Geschäftsführer des unabhängigen Nürnberger Finanzdienstleisters UDI. Das Unternehmen hat sich seit 1998 auf umweltfreundliche Geldanlagen im Wachstumsmarkt der erneuerbaren Energien spezialisiert.

Geldanlage - Qual der Wahl
Foto: djd/UDI/CJS

1. Werden Sie sich darüber klar, was Ihnen wichtiger ist, Rendite oder Sicherheit. Beides gleichzeitig können Sie bei der aktuellen Marktlage nicht haben. Sie haben die Wahl – vom sicheren, aber renditeschwachen Tages- oder Festgeld bis hin zu Sachwerten wie etwa Immobilien, die eine hohe Rendite versprechen, bei denen aber auch sehr gute Marktkenntnisse notwendig sind.

2. Seien Sie sich über Ihren Anlagehorizont im Klaren. Wie schnell möchten Sie über Ihr angelegtes Geld verfügen können?

3. Streuen Sie Ihr Vermögen. Binden Sie es niemals in einer einzigen Anlagesparte, legen Sie nicht alle Eier in einen Korb. Empfehlenswert ist eine Streuung nach Laufzeiten, Risikoklassen und Investitionsobjekten.

4. Prüfen Sie den Anbieter des Finanzprodukts. Welche Leistungsbilanz hat er, wie sind seine Produkte gelaufen? Gab es Ausfälle, wurden Zinsen und Kapital immer pünktlich gezahlt? Greift eine Einlagensicherung oder Staatsgarantie? Oft hilft schon das „Googeln“ des Anbieters. Andere nützliche Seiten sind die Verbraucherzentralen und www.finanztest.de, ebenso wie www.ecoreporter.de oder www.greenvalue.de für grüne Geldanlagen.

5. Ist Ihnen das Thema Nachhaltigkeit bei der Geldanlage wichtig? Dann sollten Sie darauf achten, dass Ihr Geld nicht in Atomkraft, Waffenhandel, Kohlekraft, Massentierhaltung oder Kinderarbeit investiert wird.

6. Kalkulieren Sie bei der Berechnung der Rendite die Kosten der Geldanlage ein – von Gebühren über Agio bis hin zu anderen jährlichen Kosten. Schauen Sie sich dazu vor allem das Kleingedruckte und die Sternchen-Texte (*) an.

7. Falls Sie eine Beratung nutzen: Informieren Sie sich, ob der Berater offene und verdeckte Entlohnungen beziehungsweise Provisionen erhält, die seine Beratung beeinflussen könnten.

8. Fragen Sie Ihren Berater bei der Bank oder Versicherung ganz direkt: „Warum empfehlen Sie mir eigentlich genau dieses Produkt?“

Anlageklassen im Überblick

  • Festgeld, Tagesgeld und Sparbuch tragen praktisch kein Risiko, bringen aber auch wenig Rendite.
  • Rentenfonds und Bundesanleihen haben ebenfalls eine geringe Ertragserwartung, aber auch ein geringes Risiko.
  • Aktien, Aktienfonds und Anleihen mit A-Rating haben eine höhere Ertragserwartung, aber auch ein höheres Risiko.
  • Aktien weltweit, Anleihen mit B-Rating, geschlossene Fonds und Festzinspapiere in erneuerbare Energien besitzen eine hohe Ertragserwartung und ein entsprechendes Risiko.
  • Optionsscheine und Zertifikate verfügen über hohe Ertragschancen, das Risiko ist ebenfalls hoch.
  • Immobilien und andere Direktinvestments haben gute Ertragschancen je nach Objekt, genaue Marktkenntnisse sind sinnvoll, das Geld ist nicht schnell verfügbar.
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