Geld anlegen bei sinkender Einlagensicherung

Geld anlegen bei sinkender Einlagensicherung wird immer unsicherer für Sparer. Mario Draghi und die EZB gehen mit fremdem Geld zunehmend riskanter um. Nun soll als dritter Baustein der Bankenunion bald ein gemeinsamer europäischer Fonds für die Einlagensicherung gegen Bankpleiten eingerichtet werden.

Geld anlegen mit Euro im Tiefflug

Geld anlegen bei sinkender Einlagensicherung
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Mario Draghi und die EZB setzen konsequent den Kurs der Umverteilung fort – nicht zuletzt zu Lasten der Steuerzahler. Der Euro verliert an internationalem Wert. Binnen eines Monats hat der Euro mehr als 7 Prozent gegenüber dem Dollar verloren. Das führt zu steigenden Preisen für Verbraucher, die auf Importe zu zahlen sind – gleich ob für den Benzin an der Tankstelle, den Kaffee im Supermarkt oder die Jeans im Shop.

Doch ist das Geld auf dem Sparbuch sicherer? Wie schon mehrfach in diesem Blog belegt, wäre das ein Irrglaube. Ja mehr noch: Die Einlagensicherung für Sparer soll noch weiter weiter aufgeweicht werden. Geld anlegen wird unsicherer:

„Nach der Vergesellschaftung der Schulden insbesondere infolge der Euro-Rettung steht aktuell die Vergemeinschaftung der Einlagensicherung der Banken auf der Agenda.“ (Mario Ohoven)

Noch bemüht sich die Bundesregierung, Widerstand anzudeuten. Doch nicht einmal in Bankenkreisen glaubt jemand ernsthaft, dass das von Dauer sein wird. Vielleicht erst zum Jahresende, vielleicht auch noch im November soll die bisherige Einlagensicherung gekippt werden.

Die Europäische Kommission hat dazu am 24.11.2015 ein „euroraumweites Einlagensicherungssystem vorgeschlagen und weitere Maßnahmen zum gleichzeitigen Abbau noch verbleibender Risiken im Bankensektor vorgestellt“.

In der Bundesrepublik ist für private Banken die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken zuständig. Viele Geldinstitute sind zudem Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. So galten im Juni 2015 pro Kunde im Schnitt knapp 200 Millionen Euro als geschützt.

Auch die öffentlichen Banken verfügen über eine eigene gesetzliche Einlagensicherung. Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben eine eigene Institutssicherung nach dem Motto: Einer für alle. Gerät eine Bank des Verbunds in Schwierigkeiten, sollen die übrigen einspringen.

Nach dem Papier können Sparer beruhigt Geld anlegen. Innerhalb der EU sind alle Bankeinlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesetzlich geschützt. In der Praxis ist die Wirkung dieser „Einlagensicherung“ aus mehreren Gründen sehr unsicher.

Zwei Drittel der Deutschen bevorzugen derzeit eine nationale Einlagensicherung. Doch die keinem Wähler verantwortlichen EU-Politiker um Mario Draghi wollen das Sicherungssystem über das europäische Wettbewerbsrecht aushebeln, indem sie es „als  wettbewerbswidrige  Absprache  der deutschen Kreditinstitute“ interpretieren.

Eine zweite Argumentationslinie nutzt den derzeitigen Flüchtlingsstrom.

„Sollen die anderen EU-Länder Deutschland durch eine gerechte(re) Verteilung der Flüchtlinge entgegenkommen, müsste Berlin bei der Einlagensicherung nachgeben.“

Fazit: 

Wirkliche Sicherheit für das Ersparte bieten weder die Banken, noch die Politiker in Berlin oder gar Brüssel. Krisenfesteren Schutz ermöglichen nur Sachwerte, weshalb besonders Großanleger beispielsweise Immobilien bevorzugen.

Quellen: handelsblatt.com, 17.11.2015, ERFOLG – Neues aus der Wirtschaft, 11/12-2015

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