Rettet Corona die Pandemie-Profiteure?

Die Pandemie-Profiteure

Unter dem Deckmantel der Gesundheitsvorsorge verfolgen elitäre Kreise erbarmungslos ihre wirtschaftlichen Interessen.

von Winfried Wolk

Pandemie-Profiteure„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ sagt eine Redensart. Für die Global Players der Finanzwirtschaft scheint dieser Grundsatz jedoch nicht zu gelten. Sie versuchen den großen Crash, der sich 2020 schon angedeutet hatte, auf Teufel komm raus hinauszuschieben. So wurden wirkmächtige Narrative ersonnen, um von den eigentlichen Vorgängen hinter den Kulissen abzulenken, um Kleinsparer und Kleinunternehmer schleichend zu enteignen und die Masse der Bevölkerung unter Kontrolle zu bringen. Die erfolgreichste dieser Erzählungen — wir kennen sie alle — ist jene von der todbringenden Pandemie, die angeblich strikte Maßnahmen des Freiheitsabbaus und nie gekannte ökonomische Verheerungen „erforderlich“ macht. Der Ausbau der Überwachungstechnologie und des gezielten Meinungsmanagements soll helfen, die Raubzüge dieser „Eliten“ abzusichern.

Seit mehr als eineinhalb Jahren erfahren wir nahezu täglich über alle Medien und von maßgeblichen Politikern, welche enormen Schäden das Covid 19-Virus bei den Menschen und in der Wirtschaft anrichtet. Auch in dem bei t-online am 14. September 2021 veröffentlichten Interview mit Prof. Adam Tooze, der zu den führenden Wirtschaftshistorikern der Gegenwart zählt und in Cambridge und Yale lehrt, wird darauf Bezug genommen. Die Coronakrise, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veranlasst hatte, Anfang März 2020 die Pandemie auszurufen, sei mit nichts vergleichbar, was die Welt jemals zuvor erlebt hätte, sagte er. Einen solchen freien Fall hätte es bisher nie gegeben, auch nicht während der Großen Depression der Dreißigerjahre des 20. Jahrhunderts. Ganz nebenbei streifte Prof. Tooze auch den wirtschaftlich-finanziellen Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Situation und fügte noch einen Satz hinzu, der mich aufmerken ließ:

„Dabei haben viele Menschen gar nichts von der eigentlichen Krise mitbekommen, die sich im Hintergrund abgespielt hat.“

Bei dieser „eigentlichen Krise“ handelte es sich, wie die nächste Frage ans Licht brachte, um „die Turbulenzen um die US-Staatsanleihen im März 2020″. Dabei wäre der Begriff „Turbulenzen“, so Prof. Tooze, noch ein ziemlich harmloses Wort für das, was damals geschah.

„Es war eine Erschütterung nie geahnten Ausmaßes. Der Markt für amerikanische Staatsanleihen hörte im März 2020 schlichtweg auf zu funktionieren. Wir reden hier von einem Markt, der Billionen Dollar umfasst. Auch das mag noch harmlos klingen, aber auf US-Staatsanleihen baut eben der ganze Globus seine Reserven an Liquidität auf. Auch Großbritannien und die Eurozone wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die Lage war außerordentlich ernst, beinahe hätte es den Rest der Welt mit hinfortgerissen“ (1).

Was für ein merkwürdiger Zufall! Da schlitterten wir im März 2020 nicht nur in eine bisher unvorstellbare, durch ein Virus hervorgerufene, weltweite Gesundheitskrise, sondern gleichzeitig auch in eine Weltfinanzkrise, die trotz ihres unglaublichen, noch nie erlebten Ausmaßes von unseren führenden Medien völlig unbemerkt blieb und offensichtlich keinerlei Auswirkungen auf irgendetwas hatte. Immer nur stand die immense Gefährdung unseres Lebens und unserer Gesundheit im Fokus, hervorgerufen durch ein unerwartetes und zufällig aufgetretenes Coronavirus.

Die Regierungen der ganzen Welt sahen sich umgehend veranlasst, zum Schutze der Menschen weltweit die Geldflüsse zum Erliegen zu bringen, das öffentliche Leben lahmzulegen, monatelang Erwachsene und Kinder in Isolation zu zwingen und die Transport- und Warenketten zu unterbrechen, wobei zahllose Existenzen vernichtet wurden.

Um alles unter Kontrolle zu behalten, wurden zusätzliche Überwachungsmaßnahmen angeordnet. So wollte man jeden Protest verhindern und jede Übertretung ahnden können, denn unsere Gesundheit musste mit aller Macht geschützt werden. Das Virus hatte die Welt in seinen eisernen Griff genommen. Das erforderte schärfste Maßnahmen. Unser Leben würde nie mehr so sein wie zuvor, verkündeten die Regierenden. Diese Ankündigung schwebt seither wie ein Damoklesschwert über unser aller Köpfen, wobei die Dimension der vorgesehenen Veränderungen offengelassen wurde.

Das andere katastrophale Ereignis, das sich gleichzeitig ereignete, spielte dagegen keine Rolle, auch nicht all die gigantischen Maßnahmen, die in Windeseile zur Rettung der Finanzwelt veranlasst wurden. „Die Fed senkte die Zinsen, unterstützte die Geldmärkte, kaufte Staatsanleihen auf, Letzteres in einem gigantischen Ausmaß. Ende März erreichte sie eine Rate von einer Million Dollar pro Sekunde! Binnen kurzer Zeit hatte die Fed fünf Prozent dieses 20-Billionen-Dollar-Marktes aufgekauft. Das waren Interventionsgrößen, die es niemals zuvor gegeben hatte. Es war wahrscheinlich Rettung in letzter Sekunde. (…) Im schlimmsten Fall wären die weltweiten Finanzmärkte kollabiert, so gut wie jeder Mensch hätte die Folgen zu spüren bekommen. Game over“, so Prof. Tooze (2).

Weil nun ganz zufällig zur gleichen Zeit das Covid-19-Virus erschien, spielte das alles in der Berichterstattung unserer Hauptmedien merkwürdigerweise gar keine Rolle. Auch der bereits am 2. Dezember 2020 bei Multipolar erschienene Artikel von Paul Schreyer unter dem Titel „Was steckt hinter der Coronapolitik?“ wurde von den öffentlichen Meinungsmachern ignoriert. Dabei war dort sehr detailliert beschrieben, dass die US-Zentralbank bereits ab Ende 2017 damit begonnen hatte, Staats- und Unternehmensanleihen in überschaubaren Tranchen zu verkaufen. In kleinen Schritten sollte der sich nach der nur mit immensen Geldsummen gedeckelten großen Finanzkrise 2007/08 gebildete Druck aus der riesigen Blase abgelassen werden, um „eine Neuauflage des Zusammenbruchs von 2008“, die nun drohte, unbedingt zu verhindern (3).

13 Jahre zuvor

Als im Jahre 2007/08 die damalige Weltwirtschafts- und Finanzkrise nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds zu weltweiten Wertpapierverlusten von etwa vier Billionen US-Dollar, zum Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers und zu vielen Insolvenzen führte, wie die von General Motors, einem der größten Automobilkonzerne der Welt, und ganze Volkswirtschaften, in Europa besonders Griechenland, ins Trudeln brachte, setzte die Fed, so sagte es Prof. Tooze, genau die gleichen Instrumentarien zur Rettung des Weltfinanzsystems ein, nämlich Unsummen von Geld, die sie in den zusammenbrechenden Markt pumpte. Das hatte sich, wie er sagte, „als hilfreich“ erwiesen. Auch damals schon wurde versucht, die öffentliche Aufmerksamkeit mittels gezielter Panikmeldungen weg vom Finanzdebakel und hin auf die Angst vor Krankheit und Tod zu lenken.

Wenige Monate nachdem der Finanzkollaps bereits wütete und mit seinen katastrophalen Folgen in den allgemeinen Blickpunkt geraten war, kam damals das Schweinegrippevirus ins Spiel. Am 1. August 2009 meldete Bild 6.000 Infizierte, die Europäische Union (EU) rechnete für den Herbst mit einer Million Infizierter und vielen Toten (4). Auch Christian Drosten warnte damals schon in der Süddeutschen Zeitung dringend mit den uns auch heute wieder vertrauten Worten: „Die Welle hat begonnen“, und rief dazu auf, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen (5).

Aufgrund der Verspätung und wegen der gleichzeitig zu hörenden kritischen Stimmen, die vieles von den Verlautbarungen sachlich begründet infrage stellten, war die Gesellschaft nicht in den gewünschten Panikmodus zu versetzen. Die mit Millionen aus dem Staatshaushalt, also Steuergeldern, finanzierten Impfdosen blieben ungenutzt und mussten am Ende entsorgt werden, verschafften aber den Pharmakonzernen einen Gewinn von 7 bis 10 Milliarden Dollar. Immerhin gab es danach in den Medien sogar eine ganze Reihe von Entschuldigungsartikeln und die Beteuerung, dass solche Fehler nie wieder passieren dürfen. Auch das las ich in dem am 16. September 2021 erschienenen, außerordentlich interessanten Artikel von Tobias Riegel „Corona und Schweinegrippe: Die Parallelen zwischen den ‚Pandemien'“ auf den NachDenkSeiten (6).

Die steuernden Institutionen

Die WHO hatte im Mai 2009 schnell noch ihre Pandemiedefinition angepasst und die Passage „with enormous numbers of deaths and illness — mit enormer Zahl von Todes- und Erkrankungsfällen“ daraus entfernt. Seither ist die Todesquote nicht mehr relevant. Auch diese von der WHO getroffene Entscheidung wurde damals offen kritisiert, da vielen der als Berater einbezogenen Experten eine enge Bindung zu den an der Impfstoffherstellung beteiligten Pharmakonzernen nachgesagt werden konnte. Zwar ist die WHO, deren Pandemieklassifikation für alle Länder unserer Erde verbindlich ist, eine an die UNO angeschlossene, internationale Institution, jedoch wird ihr Etat bis zu 80 Prozent von privaten Stiftungen finanziert, maßgeblich von der Bill und Melinda Gates Foundation und der von ihr finanzierten Gavi-Impfallianz. Ob bei einer solchen finanziellen Abhängigkeit wirklich eine unabhängige Entscheidungsfindung möglich ist, bleibt da die Frage.

Mich hat auch sehr nachdenklich gemacht, warum die drohende Weltfinanzkrise von 2020 im Gegensatz zu der von 2008 so erstaunlich unbemerkt geblieben ist. Lag es vielleicht daran, dass es sich da bei den „bewährten Maßnahmen der Fed“ ausschließlich um die unfassbare Menge an Geldmittel handelte, die ausgeschüttet wurde, aber die verantwortlichen staatlichen Stellen keinerlei Entscheidungen trafen, den spekulativen, internationalen Finanzmarkt im Interesse der Allgemeinheit zu regulieren? Es wurde einfach weiter gemacht wie bisher.

Das Geschäftsmodell dieser in allen wichtigen Finanz- und Wirtschaftsbereichen aktiven Global Player fußt auf dem Erzielen der größtmöglichen Gewinne. Deshalb gibt es dort natürlich keine Bereitschaft, genau das zu ändern und damit die wirklichen Krisenursachen anzugehen.

Auch sind sie mächtig genug, die führenden Politiker der Welt von jedem notwendigen Regulierungsversuch abzuhalten. Auf diese Weise sitzen die Weltfinanzoligarchie und die maßgeblichen Politiker in einem Boot, was ein gemeinsames Agieren regelrecht erzwingt. Nach nur zwölf Jahren wäre bei einer erneuten, die Weltwirtschaft in den Kollaps führenden Finanzkrise sowohl das maßlose Versagen der Finanz- und Wirtschaftseliten als auch das damit verbundene totale Scheitern der Politik öffentlich geworden. Das musste auf jeden Fall verhindert werden.

Eine andere Frage, die mich zum Nachdenken brachte, war die nach der Herkunft der astronomischen Summen, die da von der Fed mal so eben aus dem Ärmel geschüttelt wurden. Leider muss ich gestehen, dass ich so gut wie nichts über das Federal Reserve System, diesen großartigen Retter der Finanzwelt, weiß. Bei Wikipedia erfahre ich, dass die US-Zentralbank kein staatliches Unternehmen ist, sondern ein Konstrukt aus privaten Mitgliedsbanken, deren Namen bis in die 1930er-Jahre streng geheimgehalten wurden. Mittlerweile sind diese bekannt. Es sind die großen Player des internationalen Geldmarktes selbst, die Vertreter der Morgans, Rockefellers, Rothschilds und Warburgs, die ganz eigenständig die Geldpolitik der USA bestimmen und Finanzdienstleistungen für Depotinstitute, für die US-Regierung und für ausländische Institutionen bereitstellen. Durch den Federal Reserve Act sind sie autorisiert, Geld ohne „intrinsischen Wert“ zu schaffen.

Wie ich bei Wikipedia auch erfahre, handelt es sich bei „Geld ohne intrinsischen Wert“ um ein fiktives Wirtschaftsobjekt, das keinen realen Wert besitzt und deshalb Geldschöpfungen in beliebiger Höhe möglich macht. Die schlimmste Finanz- und Schuldenkrise 2007/08, die die Welt bisher gesehen hat, wurde somit durch die Investition unvorstellbarer Summen fiktiven Geldes „bewältigt“.

Die Frage ist natürlich, wie und vor allem wie lange man mit einer solchen „Luftnummer“ eine derartige Krise aufhalten kann, wenn es keine anderen, die ungesteuert ablaufenden Finanzabläufe wirklich regulierenden Maßnahmen gibt. Die bedrückende Antwort lautet: Nicht einmal zwölf Jahre! Durch die Maßnahmen der Fed war der Worst Case somit nur etwas aufgeschoben worden.

Die Idee

Da die wirklichen Ursachen einer solchen immensen Krise und deren Verursacher aus Gründen des „Bestandsschutzes“ auf keinen Fall an die Öffentlichkeit gelangen dürfen, mussten die bereits 2009 geprobten Verschleierungsmanöver unbedingt perfektioniert werden. Dabei half die 2009 erfolgte Anpassung der Pandemiedefinition durch die WHO, erlaubte sie doch nun, jede sich bietende Infektionswelle zu nutzen, um weltweit verbindliche Zwangsmaßnahmen durchzusetzen. Wer wollte schon Maßnahmen kritisieren, wenn das Leben und die Gesundheit der Menschen auf dem Spiel steht?

Damit künftig nichts Unvorhergesehenes die weitere Vorgehensweise stören kann, wurde vorgesorgt und die Kriterien für einen international verbindlichen Pandemievertrag erarbeitet, der die Regierungen der Staaten der Welt zu einheitlichem Handeln zwingt. Wie der Europäische Rat schon mal informierte, soll der Pandemievertrag die internationale Zusammenarbeit in Bezug auf Überwachung, Warnung und Reaktion durch erhöhte Labor- und Überwachungskapazitäten und bessere Warnsysteme stärken, wobei digitale Technologien und innovative Instrumente für die Erfassung und Austausch von Daten eine Schlüsselrolle spielen. Auch ist vorgesehen, die unerwünschten kritischen medialen Reaktionen als Fake News zu eliminieren und damit den ungestörten Verlauf der gesamten Aktion zu sichern.

Der Internationale Währungsfonds IWF hilft dabei, mit Sanktionen widerspenstige Staaten zum Einlenken zu zwingen, belohnt besonders eifrige Vollzieher dagegen mit großzügigen Ausschüttungen. Die EU jedenfalls unterstützt den Vertrag. 23 Staaten haben bereits eine zustimmende Absichtserklärung unterschrieben, darunter auch die Bundesrepublik Deutschland. Ganz zufällig stimmt der Pandemievertrag in vielen wichtigen Punkten mit den Konzepten der Rockefeller Foundation überein, die bereits im Jahr 2007 das Programm „Disease Surveillance Networks Initiative“ erarbeitete. Auch viele Vorstellungen von Bill Gates finden sich im Konzept des WHO-Papiers wieder, das voraussichtlich in der nächsten Zeit von der EU ratifiziert werden wird (7).

Wir werden also unser altes Leben nicht wieder zurückbekommen, das kündigten unsere wichtigen Politiker schon mal verbindlich an. Längst schon liegen die Konzepte für ein „neues Leben“ auf dem Tisch.

Die vorgesehenen und bis in die wichtigsten Grundrechte eingreifenden Maßnahmen lassen sich mit der verbreiteten Pandemieangst gut begründen und mit staatlicher Gewalt auch durchsetzen. Sie werden als besonders vorsorglich angepriesen, denn es geht ja um den Schutz unserer Gesundheit. Da diese Konzepte und Maßnahmen allerdings vor allem von gesellschaftlichen Kräften entwickelt wurden, die lediglich durch den Besitz enormer Geldmittel legitimiert sind, gibt mir das schon zu denken.

Die Retter

Eine der großen Denkfabriken ist neben der Rockefeller- und der Bill und Melinda Gates Foundation das von Klaus Schwab 1971 gegründete Weltwirtschaftsforum (WEF), wo natürlich auch diese beiden Großakteure vertreten sind. Wie mich Wikipedia informiert, sind dort etwa 1.000 global agierende Unternehmen mit einem Geschäftsumsatz von jeweils etwa 5 Milliarden US-Dollar eingebunden und finanziell engagiert. Damit gehören die Forumsmitglieder zu den wichtigsten Unternehmen ihrer Branche und ihres Landes, haben enormen Einfluss und spielen natürlich eine in jeder Hinsicht maßgebliche Rolle. Die Teilnahmegebühren für die Treffen des Forums, wozu jährlich auch international führende Wirtschaftsexperten, Wissenschaftler, gesellschaftliche Akteure und Journalisten nach Davos eingeladen werden, sind beträchtlich.

Natürlich treffen sich die gut betuchten Damen und Herren nicht wegen eines Gläschens Champagner und Kaviarhäppchen. Da neben den Führungspersönlichkeiten aus der internationalen Wirtschafts- und Finanzelite auch führende Politiker der wichtigsten Länder unseres Globus zu dem Treffen eingeladen werden, ist der Einfluss dieser neoliberalen Gruppierung auf die weltweite Realpolitik gesichert.

Klaus Schwab, der Gründer, ist gleichzeitig auch Mitglied in wichtigen internationalen Unternehmen und Institutionen, unter anderem dem Lenkungsausschuss der Bilderberg-Konferenzen. In seinem 2016 erschienenen Buch „Die Vierte industrielle Revolution“ beschäftigte er sich vorausschauend mit den notwendigen Umwälzungen, insbesondere der digitalen Vernetzung. Dabei spielt die Verschmelzung unserer physischen, digitalen und biologischen Identität mit den neuen Technologien eine wichtige Rolle. Sie werden, so Schwab, in den bisher privaten Raum unseres Geistes eindringen, unsere Gedanken lesen und unser Verhalten beeinflussen. Das Motto von Schwabs Buch wurde im Jahre 2019 auch Thema des 49. Jahrestreffens des WEF in Davos, wo unter anderem auch die Folgen der unbewältigten und immer noch schwelenden Weltfinanzkrise von 2008 im Fokus standen.

Im Mai 2020, also kurz nach Ausrufung der Pandemie, legte Schwab dann sein neuestes Buch „Covid-19 — Der große Umbruch“ (The Great Reset) vor, in dem er alle notwendigen Maßnahmen beschreibt, die zur Rettung der Welt erforderlich sein werden. Die von Prof. Tooze erwähnte schlimmste Finanz- und Schuldenkrise, die die Welt bisher gesehen hat und die noch viel weitreichender war als die Krise von 2008, erwähnt Schwab jedoch mit keinem Wort. Er schien nichts davon bemerkt zu haben, obwohl die Finanzkrise von 2020 fast „den Rest der Welt mit hinfort gerissen“ hätte.

Klaus Schwab zufolge war es ausschließlich die durch das Coronavirus ausgelöste Pandemie, die uns in die in ihrer Dimension beispiellose weltweite Krise stürzte, wirtschaftliche Schäden monumentalen Ausmaßes verursachte und uns in äußerst gefährliche Zeiten brachte. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass irgendjemand aus dem illustren Kreis der in den obersten Rängen der Weltfinanzwirtschaft agierenden Personen den drohenden Weltfinanzkollaps nicht bemerkt haben sollte. Dieses durchgängige Ignorieren und die ausschließliche Fixierung auf das Virus ist schon auffällig.

Das große Versagen der Eliten, das sich im globalen Finanzdesaster deutlich gezeigt hat, darf natürlich auf keinen Fall öffentlich werden.

Deshalb muss die Angst vor Krankheit und Tod immer und immer wieder mit möglichst Panik erzeugenden Bildern und Meldungen geschürt werden, damit die angeordneten Beschränkungen der Freiheitsrechte gut und verständlich begründet werden können. Wer wollte da protestieren oder gar nach den Verantwortlichen fragen?

Die Planspiele

Ganz erstaunlich finde ich, dass bereits seit dem Jahr 2001 angenommene Pandemien und die Reaktionen darauf in diversen Planspielen simuliert wurden. Noch vor den Anschlägen auf das World Trade Center probte im Juni das Johns Hopkins Center for Civilian Biodefense Strategies und andere strategisch tätige Institutionen mit dem Pandemie-Planspiel „Dark Winter“ eine Pockenepidemie. Nach den Anschlägen wurde dann die intensiv verbreitete Angst vor dem Terror genutzt, um auch das Thema Biosecurity zu einem wichtigen neuen Faktor zu machen. Es folgten weitere solche Planspiele: 2003 „Global Mercury“, 2005 „Atlantic Storm“, 2018 „Clade X“ und 2019 „Event 201“.

Dabei wurden nicht nur terroristische Angriffe mit Biowaffen simuliert, sondern auch die erforderlichen, international zu befolgenden Reaktionen. Die höchsten Regierungsebenen der USA, Großbritanniens, Kanadas, Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Schwedens, der Niederlande und Polens sowie die Leiter der EU-Kommission und der WHO übten dabei schon mal den organisatorischen Umstieg von der terroristischen auf eine pandemische Bedrohung. Dabei spielten auch internationale Organisationen wie UN, WHO, NATO und EU eine Rolle, um Druck auf einzelne Staaten auszuüben, die wirtschaftlichen Konsequenzen, die Verteilung der Ressourcen, die Medienpolitik und andere notwendige Maßnahmen einheitlich zu regulieren. Unterstützer waren dabei das Center for Biosecurity of UPMC, das Center for Transatlantic Relations der Johns-Hopkins-Universität und das Transatlantic Biosecurity Network, Geldgeber die Alfred P. Sloan Stiftung, der German Marshall Fund und die Nuclear Threat Initiative.

Im Mai 2010, also kurz nach der jüngsten großen Finanzkatastrophe, warf die Rockefeller Foundation mit ihrem „Lock Step“-Planspiel schon mal einen Blick in die Zukunft, um eine strategische Debatte unter Entscheidungsträgern auszulösen und so den nächsten großen Finanzcrash ohne allzu erhebliche Einbrüche für die großen Player überstehen zu können. Auch hierbei spielt eine Influenzapandemie, die eine globale Panik auslöst und überall auf der Welt nach dem Vorbild von China zur Maskenpflicht und zu autoritären Maßnahmen führt, eine wichtige Rolle (8).

Im September 2019 kam es dann tatsächlich zu einem „Kurzschluss im Finanzsystem“ an den US-Finanzmärkten, wie Die Zeit am 1. Oktober 2019 schrieb (9).

Damit hatte sich der nächste Finanzcrash angekündigt. Nun mussten klare Handlungsanweisungen auf den Tisch. Es war keine Zeit zu verlieren. Damit wirklich alles nach Plan und nichts aus dem Ruder läuft, versammelte sich im Oktober 2019 auf Einladung des Johns Hopkins Center for Health Security, des WEF und der Bill und Melinda Gates Foundation ein erlesener Teilnehmerkreis in New York, um im Planspiel „Event 201“ vorausschauend den gewünschten Verlauf des zu erwartenden Ereignisses durchzuspielen und die notwendig zu treffenden Entscheidungen festzulegen. Diesmal sollte ein von einem Tier auf Menschen überspringendes Coronavirus, das unglaublich gefährlich sein würde und damit alle zu beschließenden, sehr harschen Maßnahmen begründete, die Pandemie verursachen (10).

Das Virus erscheint

Tatsächlich und wie durch ein Wunder erschien dann gleich Anfang 2020 ganz zufällig und zur gleichen Zeit, als die weltweiten Finanzmärkte vor einem erneuten und diesmal absolut katastrophalen Kollaps standen, ein Covid-19-Virus auf der Bildfläche. Nach der offiziell gewünschten Lesart war es auf dem Wuhaner Wildtiermarkt von Fledermäusen auf den Menschen übertragen worden. Zufällig gibt es in Wuhan aber auch ein Biolabor, in dem mit dem „Gain of function“-Forschungsprogramm mit Coronaviren experimentiert wird, um diese gefährlicher zu machen und als Biowaffen einsetzen zu können (11).

Deshalb wird das Wuhaner Biolabor von einigen Experten als möglicher Ursprungsort des Virus angesehen. Immerhin ließ die USA dort über ihren Chefvirologen Anthony Fauci eine halbe Milliarde Dollar investieren. Da das aber nun gar nicht in das vorgegebene Narrativ passte, bemühte man sich, solche Überlegungen sofort mit dem Verschwörungstheorie-Hammer aus der Welt zu schaffen.

Mittlerweile jedoch äußert nun auch der US-amerikanische Präsident ähnliche Gedanken, womit diese Theorie nicht ganz so völlig abwegig sein kann. Für den Verlauf der Pandemie ist es jedoch nicht ganz so wichtig, woher dieses Virus stammt. Den Planungen von „Event 201“ zufolge war es jedenfalls zur richtigen Zeit auf der Welt und gewiss auch am richtigen Ort, da man damit die Schuld an einer weltweiten Kontamination dem Erzfeind der westlichen Welt anlasten konnte.

Im Oktober 2019 fanden aber auch die Militärweltspiele in Wuhan statt, an denen etwa 10.000 Athleten aus 110 Nationen teilnahmen. Da aus meiner Sicht eine notwendige und schnelle, möglichst weltweite Verbreitung des Krankheitserregers für die glaubhafte Ausrufung einer Pandemie und für die Begründung der notwendigen globalen Maßnahmen unabdingbar ist, erscheint mir das zufällige Zusammentreffen dieser beiden Ereignisse schon bemerkenswert, zumal eine Anzahl der Teilnehmer tatsächlich eine schwere Atemwegserkrankung mit hohem Fieber erlitt, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am 8. Mai 2020 mitteilte (12).

Nun erleben wir eine bisher nicht vorstellbare und immer härter werdende, weltweite Maßnahmenkampagne, deren Ende nicht absehbar ist. Die rücksichtslose Gier nach immer größeren Profiten hat das Finanzsystem bis kurz vor den Zusammenbruch gebracht, das bisher gepredigte Credo vom möglichst hemmungslosen Konsum ist damit nicht mehr aufrechtzuerhalten. Das zu erwartende soziale Beben und die unberechenbaren Reaktionen der mit den Folgen konfrontierten übergroßen Mehrheit der Menschen könnte weltweit die Herrschaftsstrukturen gefährden und muss deshalb unbedingt unter Kontrolle gehalten werden.

Mit der Angst vor der Bedrohung des Lebens durch Terror, Infektionswellen und Klimazusammenbruch lassen sich jedoch alle unser bisher normales Leben einschränkenden Entscheidungen gut begründen ohne den drohenden Finanzcrash überhaupt erwähnen zu müssen.

Was uns retten kann, ist ausschließlich die Einhaltung aller angeordneten Maßnahmen, gleich ob sie schlüssig sind oder maßlos überzogen — und natürlich die Impfung.

Die Pandemiewirklichkeit

Ausschließlich das schnelle und vollständige Durchimpfen der Menschheit kann diese vor dem baldigen Aussterben bewahren, so hören und lesen wir es fast täglich. Nur die erhaltene Impfung, die immer wieder nachgewiesen werden muss, erlaubt dann den Geimpften, einige der ausgesetzten Grundrechte vielleicht doch wieder wahrnehmen zu dürfen. Dabei ist der „digitale Impfpass“ das momentan idealste Instrument, um die im Pandemievertragskonzept vorgesehene Überwachung einzuleiten und umsetzen.

Allerdings ist der als wirkliches und nahezu einziges Allheilmittel angepriesene mRNA-Impfstoff ein völlig neuartiges und bisher nur unzureichend getestetes Produkt. Deshalb und wegen der für die Testung von Impfstoffen außergewöhnlich kurzen Zeit besitzt es lediglich eine vorläufige Zulassung, weil eben die Langzeitwirkungen nicht bekannt sind. Trotzdem werden von Politikern und den angeschlossenen Medien gebetsmühlenartig die unbedingte Sicherheit und Zuverlässigkeit behauptet und negative Folgen als unbedenklich erklärt.

Schon lange findet keine sachliche, öffentliche Debatte mehr statt. Es gilt nur die eine Meinung, nämlich die, die vorbehaltlos alle in den Planspielen und den Pandemieregeln der WHO für die Regierungen der Länder verbindlich angeordneten Maßnahmen unterstützt. Zweifel daran werden als absurde Meinungsverirrung abgetan, Skeptiker diffamiert und ausgegrenzt, diejenigen, die sich weigern, sich damit impfen zu lassen, als Gefährder der Menschheit angeprangert. Damit die unbedingte Durchimpfung der Bevölkerung erreicht werden kann, werden die Ausgrenzungskriterien von Woche zu Woche harscher.

Der nächste Schritt wäre dann die bereits seit 2017 von der von der Rockefeller Foundation finanzierten „Digital Identity Alliance“ ID2020 und ebenfalls von Klaus Schwab angekündigte personalisierte, portable, biometrisch verbundene digitale Identität. Damit wäre dann jeder Mensch überall auf der Welt und über alle Grenzen hinweg identifizierbar. Auch hierbei sind die maßgeblichen Unterstützer und Finanziers die bereits bekannten Global Player.

Ergänzend zu den Dimensionen der geplanten biometrisch verbundenen, digitalen Identität stieß ich am 22. Juli 2021 in der Berliner Zeitung auf ein Interview mit dem Wiener Biotechnologen Markus Schmidt, der mit anderen Partnern an einem Projekt arbeitet, den Menschen mit der digitalen Technologie zu verschmelzen. Dabei soll das menschliche Gehirn über einen Gehirnchip mit dem Internet verbunden werden. „Ohne Gehirnchip wird man ein Mensch zweiter Klasse“, lautet der durchaus bedrohliche Titel dieses Artikels (13).

Auch der Tech-Milliardär Elon Musk experimentiert genau damit, wie das gleiche Blatt am 31. August zu berichten weiß. Ein in den menschlichen Schädel implantierter Kleinstcomputer würde „bei der Behandlung von Schmerzen, Sehstörungen, Hörverlust, Schlaflosigkeit oder Gehirnschäden sowie bei Rückenmarksverletzungen“ helfen. Die dann auch mögliche problemlose Steuerung menschlicher Gedanken und Handlungen wird dabei allerdings nicht erwähnt (14).

Resümee

Da sich die Folgen der weiter schwelenden, immensen Weltfinanzprobleme mit dem Anhäufen immer neuer und gewaltigerer Schuldenberge im besten Fall nur aufschieben lassen, haben die global agierenden und die Weltpolitik maßgeblich steuernden Player längst Vorsorge getroffen, damit der nächste Crash und dessen Folgen ihr System nicht wirklich gefährden kann. Das zum gegenwärtigen Zeitpunkt vor allem durch „Geld ohne intrinsischen Wert“ notdürftig gesicherte Weltfinanzsystem hat einen gefährlichen Kontrahenten, der alles ins Wanken bringen könnte. Es ist das wirkliche Geld der „normalen“ Menschen, das einen realen, durch Arbeitsleistungen und Waren untersetzten Wert besitzt. Damit weckt es nicht nur Begehrlichkeiten, sondern stellt für dieses kollabierende spekulative Finanzsystem auch eine ganz konkrete Bedrohung dar. Forderten wir alle gleichzeitig unsere Ersparnisse von den Geldinstitutionen, würde es umgehend zusammenbrechen.

Lange schon wurden deshalb die Zinsen auf Sparguthaben abgeschafft, um Sparen unattraktiv zu machen und den gewinnbringenden Konsum noch mehr anzuheizen. Jetzt geht es darum, den freien Zugriff der Bürger auf ihr Ersparte zu begrenzen. Die angeordneten Strafzinsen, mit denen das angesparte Geld ab einem gewissen Betrag minimiert werden soll, sind der nächste Schritt. Längst wird uns auch das digitale Geld und die bequeme Bargeldlosigkeit angepriesen, wo Leistungen und Waren nicht mehr mit infektiös kontaminierten Geldscheinen und Münzen bezahlt werden, sondern einfach mit einer App auf dem Smartphone und bald gewiss auch über einen Chip im Körper. Das hat Vorteile, erspart es doch den einen das ständige Mitführen von Portemonnaie und Kreditkarte, den anderen ermöglicht es die problemlose Überwachung und die Steuerung privater Geldflüsse.

Um das notwendige breite Verständnis für alle, auch die einschneidendsten Entscheidungen zu sichern, wird die medial verbreitete Angst vor Krankheit und Tod weiterhin das optimale Instrument bleiben.

Der bald für alle Menschen auf diesem Planeten gültige Pandemievertrag wird dann für die problemlose Durchsetzung auch der dubiosesten Maßnahmen sorgen. Die digitale Technik ermöglicht, durch die Implantierung von digital les- und steuerbaren Elementen perfektioniert, jede aufkommende Kritik oder gar etwaigen Widerstand im Ansatz zu erkennen und zu unterbinden. Auch können dann aufklärende oder gar kritische Stimmen, die den geplanten Ablauf stören, so viel leichter bekämpft und abgeschaltet werden, als es jetzt vermutlich schon möglich ist. Und die bewaffneten Sicherungskräfte stehen dann gewiss noch besser gerüstet bereit, unser angekündigtes „neuen Leben“ und die neue, schöne und natürlich dann auch „heile“ Welt zu schützen.


Quellen und Anmerkungen:

(1) https://www.t-online.de/nachrichten/wissen/geschichte/id_90690270/drohender-corona-crash-experte-war-wahrscheinlich-rettung-in-letzter-sekunde-.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
(2) Ebenda.
(3) https://multipolar-magazin.de/artikel/was-steckt-hinter-der-corona-politik
(4) https://www.forum-csr.net/News/14627/Der-Fall-Corona-im-anderen-Licht.html
(5) https://www.nachdenkseiten.de/?p=76074
(6) Ebenda.
(7) https://www.nachdenkseiten.de/?p=75922, am 12. 9. 2012
(8) https://multipolar-magazin.de/artikel/was-steckt-hinter-der-corona-politik
(9) https://www.zeit.de/2019/41/us-notenbank-zinssatz-repo-markt-finanzsystem
(10) https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/pandemie-planspiele-haetten-wir-besser-vorbereitet-sein-koennen, 23. April 2020.
(11) https://multipolar-magazin.de/artikel/ich-kann-nicht-mehr
(12) https://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-sport/militaerweltspiele-2019-in-wuhan-damals-schon-corona-faelle-16758894.html
(13) https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/biotechnologe-ohne-gehirnchip-wird-man-ein-mensch-zweiter-klasse-sein-li.171279
(14) https://www.berliner-zeitung.de/zukunft-technologie/musk-zeigt-prototypen-fuer-verbindung-zwischen-gehirn-und-smartphone-li.101963


Dieser Artikel erschien ungekürzt auf Rubikon am 27.10.2021 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


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