9/11 und geheime Finanztransaktionen

9/11 bedeutet für die meisten Menschen: zwei von islamischen Terroristen gesteuerte Flugzeuge zerstören das World Trade Center, fast 3.000 Tote, „Krieg gegen den Terror“.

9/11 zwanzig Jahre danach

9/11Noch immer wird weltweit an das Ereignis vor 20 Jahren erinnert und erinnern wir uns der Bilder des Tages. Brennende Türme, verzweifelte hilfesuchende Menschen.

Das Offensichtliche ist bekannt – was im Hintergrund ablief dagegen kaum.

Politiker und Qualitätsmedien wie die Tagesschau versäumen nicht, die immer gleichen Geschichten zu erzählen und „tief berührt“ den unschuldigen Opfern zu gedenken:

„Am 11. September 2001 steuerten islamistische Terroristen drei gekaperte Flugzeuge in das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington. Ein weiteres entführtes Flugzeug stürzte in Pennsylvania ab.“

Doch dem wahren Leid der Opfer und ihrer Angehörigen würde besser Gerechtigkeit widerfahren, wenn endlich die damaligen Ereignisse in ihrer ganzen Komplexität und mit ihren Hintergründen aufgeklärt würden. Nur auf massiven Protest von 1.800 Angehörigen der Opfer in den USA hat Präsident Biden 20 Jahre nach 9/11 die Freigabe einiger Dokumente innerhalb eines halben Jahres angeordnet.

Ob diese Dokumente mehr Klarheit bringen, wo doch seit zwei Jahrzehnten alle Informationen unterdrückt werden, die dem offiziellen „Untersuchungsbericht“ widersprechen?

Auch für alle, die heute ihr schwer verdientes Geld zusammenhalten wollen, verbergen geheime Dokumente von damals wohl mehr, als wir zu uns vorstellen können.

Schweizer Misstrauen

Wer erinnert sich schon, dass am 22.7.2011 der „Tages-Anzeiger“ vom Misstrauen Schweizer Politiker über die offizielle Version zu 9/11 berichtete?

Erhärteter Verdacht auf Insiderhandel vor 9/11

Wer weiß schon, dass das US-„Journal of Empirical Finance“ im Jahr 2015 eine Studie mit dem Titel „Detecting abnormal trading activities in option markets“ veröffentlichte. Darin analysierten Marc Chesney, Finanzprofessor der Universität Zürich, Loriano Mancini, Assistenzprofessor vom „Swiss Finance Institute“ der ETH Lausanne sowie der UBS-Analyst Remo Crameri Auffälligkeiten mit Put-Options im zeitlichen Umfeld von 9/11.

„Das Ausüben der Put-Optionen wenige Tage oder Wochen nach 9/11 brachte den vermuteten Insidern Gewinne von insgesamt rund 30 Millionen Dollar.“

 Der Fall Edmonds

Oder wer kennt hierzulande schon Sibel Edmonds? Dabei gibt es auch im Internet eine Reihe von Informationen zu dem „Fall Endmonds“. Als Mitarbeiterin des FBI übersetzte Edmonds ab September 2001 Überwachungstonbänder, die mit den Terroranschlägen am 11. September zusammenhängen sollten.

Daniel Ellsberg, der 1971 die „Pentagon-Papiere“ veröffentlichte, hält die Geschichte um Edmonds für weitaus explosiver als die „Pentagon-Papiere“.

Nach Edmonds Worten lagen dem FBI detaillierte Informationen über geplante terroristische Anschläge mit Flugzeugen vor. Außerdem legte Edmonds dem Kongress gestützt auf ihre Übersetzungen dar, dass al-Qaida zu 95 Prozent durch Erlöse aus dem Drogenhandel finanziert wurde, was die US-amerikanische Regierung wissentlich ignorierte.

Siehe auch: „Der Fall Sibel Edmonds“ von Lars Schall; oder: „Special Report- State Secrets: Sibel Edmonds Uncovers ‘The Untouchables’

Die Kriege der USA und der Allianz westlicher Länder in Afghanistan und dessen Nachbarstaaten kosteten nach Analysen des Watson Institute for International and Public Affairs an der Brown University mindestens 897.000 bis 929.000 Menschen direkt das Leben.

Wenn allein die Steuerzahler der USA dafür über zwei Billionen Dollar zahlten, dann sollte auch nicht unberücksichtigt bleiben, dass dieser Krieg auch mit deutschen Steuergeldern, mit unseren Steuerzahlungen finanziert wurde. Wieviel Steuergeld, das weiß so richtig weder die Bundesregierung, noch der Bundesrechnungshof oder der Bundestag, der die Mittel dafür freigab. Es sollen so zwischen 12,5 oder 47 Milliarden Euro gewesen sein?

Doch das Geld ist nicht weg – es haben nur andere.

PROMIS und 9/11

Insbesondere mit den finanziellen Hintergründen hat sich der investigative deutsche Journalist Lars Schall intensiv seit 2 Jahrzehnten befasst.

In einem Blogbeitrag schrieb Lars Schall am 24.02.2014:

„Zu den Dingen, von denen man im Zusammenhang mit dem 11. September höchstwahrscheinlich noch nie so recht etwas vernommen hat, zählt das „Prosecutor’s Management Information System“, abgekürzt PROMIS. Hierbei handelt es sich um ein Softwareprogramm, das mit gar zu „magischen“ Fähigkeiten versehen zu sein scheint…

Wir haben es also mit einer Software zu tun, die

a) Computer- und Kommunikationssysteme infiltrieren kann, ohne bemerkt zu werden,

b) Daten zu manipulieren versteht,

und die

c) den weltweiten Börsenhandel in Echtzeit zu verfolgen in der Lage ist.

Punkt c) ist unter anderem relevant für all jene Dinge, die in den Bereich der niemals gänzlich aufgeklärten beziehungsweise zurückverfolgten Put-Optionen fällt, die unmittelbar vor dem 11. September getätigt wurden, und von denen der ehemalige Bundesbankchef Ernst Weltke sagte, dass sie ‚ohne ein bestimmtes Wissen nicht hätten geplant und ausgeführt werden können.'“

Detailliert und mit Quellen belegt analysierte Lars Schall diese Finanztransaktionen in einem Artikel für die Asia Times Online (aktuell noch verfügbar u.a. hier).

Das derart insbesondere an den Finanzmärkten manipuliert wird ist nicht neu. Doch mit dem Internet eröffnen sich sich ganz andere Spielräume – für Spekulanten wie für Regierungen.

Der investigative Journalist Egmont R. Koch produzierte im Jahre 1996 (da steckte das Internet verglichen mit heute noch in den Kinderschuhen!) für das ZDF eine Dokumentation über die „Mutter aller Computerspionage“: das Software-Programm PROMIS:

Wer jetzt noch glaubt, dass auf das Geld unter dem Kopfkissen oder gar auf dem Bankkonto nur die Eigentümer sicher zugreifen können, braucht sich keine Sorgen zu machen. Wer denkt, das alles gibt es heute nicht mehr, sollte sich einmal ansehen, wie heutzutage BlackRock agiert und was die EU-Kommission legal mit einem „Vermögensregister“ erreichen will.

Alle anderen werden möglicherweise nach Alternativen suchen.

Crash - Chaos - Chance


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Geldvermögen über sieben Billionen Euro

Das Geldvermögen der bundesdeutschen Privathaushalte betrug zum ende des ersten Quartals 2021 nach Angaben der Bundesbank über sieben Billionenen Euro.

Geldvermögen der Privathaushalte

Geldvermögen 2021

Das Geldvermögen der Privathaushalte in Deutschland ist auch im „Corona-Jahr“ 2021 deutlich angestiegen. Erstmals überschritt es die Sieben-Billionen-Marke.

Laut Tagesschau vom 16.07.2021 liegt das an den „fleißigen Sparern“ und „Corona“:

„Ein Grund für das insgesamt gewachsene Vermögen ist das Sparverhalten … Aufgrund der Einschränkungen konnten viele Menschen ihr Geld nicht in gewohntem Maße ausgeben. Viele Reisen wurden storniert, die Schließung von Gaststätten und Läden bremste den Konsum. Die Ausgaben der privaten Haushalte gingen 2020 nach Angaben des Statistischen Bundesamts allein in Deutschland um 5,4 Prozent zurück.“

Doch dieses Vermögen ist sehr ungleich verteilt. Im DIW Wochenbericht 27 / 2021 heißt es dazu:

„Die oberen zehn Prozent der Bevölkerung nennen rund 55 Prozent des gesamten Nettovermögens ihr Eigen. Die unteren 50 Prozent kommen lediglich auf knapp 1,5 Prozent.“

Davon ausgehend befürchten die Autoren:

„Im Bundestagswahlkampf wird diese Schieflage ein wichtiges Thema werden. Rufe nach einer Reaktivierung der Vermögensteuer sind bereits jetzt laut zu vernehmen. Auch Reformen der Besteuerung von Grund und Boden oder des Grunderwerbs werden seit Jahren debattiert. In der Diskussion um die Tilgung der Corona-Schulden haben entsprechende Vorstöße zusätzlichen Wind in die Segel bekommen. Zuletzt haben zumindest in Berlin auch Enteignungsinitiativen eine vernehmbare Unterstützung in der Bevölkerung.“

Ob die Analysten damit richtig liegen, oder die Masse der Bevölkerung diese Entwicklung genauso hinnimmt wie die Einschränkungen der Grundrechte?

Wollen Millionäre stärker besteuert werden?

Auf der Webseite von br.de vom 18.08.2021 ist zwar zu lesen:

„42 Millionäre fordern mittlerweile eine höhere Besteuerung für sich selbst: #taxmenow. Die Chancen für einen Richtungswechsel seien bei dieser Bundestagswahl so groß wie noch nie, sagen sie.“

Aber für den Richtungswechsel scheint es bei den Bundestagsparteien „keine Mehrheiten“ zu geben. „SPD-Spitzenkandidat“ Olaf Scholz tut zwar so, als wolle er mehr das weitere Auseinanderdriften von Arm und Reich vermeiden. „Die Botschaft hört ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“

Welche Strategie wird Ihr Bundestagskandidat verfolgen?

Weiterführende Beiträge:

 

Reicher als die Geissens

 

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Altersvorsorge für Frauen

Altersvorsorge für Frauen wird immer noch unterschätzt und ist leider oft unzureichend – traurige Folge: Altersarmut

Altersvorsorge für Frauen selbstverantwortlich regeln

Altersvorsorge
Foto: djd/Allianz Deutschland/Getty Images/Rido

(djd). Die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau wird in Politik und Gesellschaft seit vielen Jahren diskutiert. Gerade beim Thema Rente gibt es noch Handlungsbedarf. In den westdeutschen Bundesländern liegen die Ruhestandsbezüge von Frauen erheblich unter denen der Männer.

Frauen erziehen noch immer überwiegend die Kinder und pflegen Angehörige. Sie arbeiten deshalb oft nur in Teilzeit und verdienen vielfach selbst bei gleicher Tätigkeit und vergleichbarer Qualifikation weniger als ihre männlichen Kollegen. Frauen, die sich nicht auf einen Partner verlassen können oder wollen, sollten deshalb in jeder Lebensphase in ihre Altersvorsorge investieren.

Problem unzureichender Altersvorsorge ist vielen Frauen nicht bewusst

Das Problem: Zu dem Zeitpunkt, an dem sie besonders wirkungsvoll etwas tun können, sind sich die wenigsten Frauen ihrer meist unzureichenden Altersvorsorge bewusst. Das ergab eine Befragung der Forschungsagentur Q. 80 Prozent der Frauen sind sich nicht bewusst, dass sie deutlich weniger Einkommen im Alter haben als Männer. 59 Prozent der Frauen gaben zudem an, weder einen Überblick über die Höhe späterer Rentenzahlungen noch über ihr weiteres Einkommen zu haben.

„In Sachen Unwissenheit unterscheiden sich Männer und Frauen kaum“, sagt Laura Gersch von der Versicherung, die die Umfrage beauftragt hat. „Die Auswirkungen sind jedoch gravierend. Männer haben viel häufiger lückenlose Erwerbsbiografien. Sie zahlen damit stabiler in die gesetzliche Rentenversicherung ein, profitieren stärker von Angeboten der betrieblichen Altersversorgung und schließen häufiger private Vorsorgeverträge ab.“

Zur Abschätzung des eigenen Vorsorgebedarfs kann man sich unter www.allianz.de/rentenkompass einen kostenlosen digitalen Überblick verschaffen. Das Tool kann auch genutzt werden, wenn man nicht bei diesem Anbieter versichert ist.

Vorsorge zu keinem Zeitpunkt vernachlässigen

Altersvorsorge für junge Mütter
Foto: djd/Allianz Deutschland/Getty Images/Aleksandar Nakic

Frauen sollten sich bei der Altersvorsorge mehr auf sich selbst verlassen und sie in jeder Lebensphase im Auge behalten.

Auch wenn es für private Altersvorsorge nie zu spät ist: Frauen sollten damit möglichst früh beginnen, spätestens mit dem Eintritt in den ersten Job. „Auch mit kleinen Beiträgen lässt sich langfristig ein Polster für den Ruhestand aufbauen“, so Laura Gersch.

Beim Sparen könne man sehr flexibel und je nach Lebenssituation variabel agieren. „Jüngere Frauen sollten vor allem darauf achten, dass sie auch in einer Partnerschaft und nach der Geburt eines Kindes ihre eigene Altersvorsorge nicht vernachlässigen“, rät Gersch. Nur wenn beide Partner ausreichend individuell vorsorgten, so die Expertin, hätten sie sowohl als Paar als auch allein genügend Geld im Alter und zudem eine bessere finanzielle Ausgangsposition bei Schicksalsschlägen wie Tod oder Scheidung.

Fazit

Kostenloses Tool für Altersvorsorge
Foto: djd/Allianz Deutschland/Getty Images/PeopleImages.com

(djd). Die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau wird in Politik und Gesellschaft seit vielen Jahren diskutiert. In Sachen Rente kann davon noch längst keine Rede sein. Gerade in den westdeutschen Bundesländern liegen die Ruhestandsbezüge von Frauen erheblich unter denen der Männer. Frauen, die sich nicht auf einen Partner verlassen können oder wollen, sollten deshalb in jeder Lebensphase in ihre Altersvorsorge investieren.

Zur Abschätzung des eigenen Vorsorgebedarfs kann man sich unter www.allianz.de/rentenkompass einen kostenlosen digitalen Überblick verschaffen. Das Tool kann auch genutzt werden, wenn man nicht bei diesem Anbieter versichert ist. Für private Altersvorsorge ist es nie zu spät, vom Zinseszinseffekt aber profitiert am meisten, wer möglichst früh beginnt.


Leadership-Frauen

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Bargeldobergrenze soll immer mehr sinken

Die Bargeldobergrenze wird mit dem neuen Vorhaben der EU-Kommission weiter abgesenkt – der Bargeldverkehr kriminalisiert.

Bargeldobergrenze nach dem Willen der EU

Bargeld adé?
Bild: crimson/Fotolia

Am 20.07.2021 legte die EU-Kommission ein „ein ehrgeiziges Bündel von Gesetzgebungsvorschlägen“ vor, um „Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung“ stärker bekämpfen zu können.

Zu dem „Bündel“ gehört unter anderem ein EU-weites Verbot von Barzahlungen über 10.000 Euro.

Ob dies wirklich gegen „Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung“, oder mehr gegen Bargeldverkehr gerichtet ist?

Zumindest hält der europäische Verband der Bargeldbranche ESTA in einer Stellungnahme letzteres für nahezu zwangsläufig:

„ESTA glaubt nicht, dass die Bestimmung, die auf eine Begrenzung von Barzahlungen in der EU abzielt, wirksam ist und nicht vorgeschlagen werden sollte. Als klare und objektive Beschränkung des freien des freien Kapitalverkehrs innerhalb der EU (Art. 63 AEUV), kann sie nur gerechtfertigt werden, wenn sie Bedingungen der Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit erfüllen.“

Die EU-Kommission hat zwar kein Mandat zur Gesetzgebung, schlägt aber den Mitgliedstaaten ein „Bündel“ der Gesetzgebungsvorschläge vor:

  • eine „Verordnung zur Schaffung einer neuen EU-Behörde für die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung“ – eine neue Behörde auf Kosten der Steuerzahler, aber ohne deren Mandat oder Kontrollmöglichkeit;
  • einer „Verordnung zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung…auch für die Bereiche Kundensorgfaltspflicht und wirtschaftliches Eigentum“;
  • die Sechste „Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung … und Bestimmungen … die in nationales Recht umgesetzt werden müssen“;
  • eine überarbeitete Fassung der „Geldtransfer-Verordnung von 2015 (Verordnung 2015/847), die die Rückverfolgung von Krypto-Transfers ermöglichen soll“.

Norbert Häring kommentiert dies wir folgt:

„So fällt auf, dass damit die ganze Bevölkerung und alle Unternehmen zu ‚Verpflichteten‘ im Kampf gegen die Geldwäsche gemacht werden, anstatt wie sonst auf diesem Feld üblich nur Unternehmen in sensiblen Bereichen. Damit sind ganz überwiegend gesetzestreue Bürger und Unternehmen die Belasteten. Mehr noch: weil Transaktionen zwischen Privatpersonen ausdrücklich ausgenommen sind, sind ausgerechnet Kriminelle und Terroristen bei ihren Transaktionen untereinander ausdrücklich von diesem Verbot freigestellt, denn diese treten als Privatpersonen auf.“

Ein weiterer Schritt zum Bargeldverbot

Häring kritisiert seit Jahren die Tendenz zum Bargeldverbot und prozessiert selbst bis zum Europäischen Gerichtshof gegen diese Tendenz, die die meisten Bürger immer noch unterschätzen oder gar nicht wahrhaben wollen.

Erneut weist er darauf hin:

„Hier wird schnell erkennbar, wo die Reise hingehen soll. Wir erinnern uns an den Leitfaden des Internationalen Währungsfonds für Regierungen, die gegen den Willen der Bevölkerung Bargeld beseitigen wollen, aus dem Jahr 2017 mit dem Titel: The Economics of De-Cashing.“

Darin wird unter anderem eine Bargeldobergrenze empfohlen, die zu Beginn so hoch angesetzt werden soll, dass sie keinen größeren Widerstand hervorruft. Wenn sie dann einmal eingeführt ist, könne sie relativ leicht immer weiter gesenkt werden.“

Neben der Bargeldkontrolle nimmt drastisch die Kontenschnüffelei der staatlichen Behöreden zu – das Bankgeheimnis ist schon lange Geschichte.

Die vielfältigen Aktivitäten zum Bargeldverbot auf Raten und wie Sie sich dagegen wehren können siehe auch:

Bargeldkomplott


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Renminbi gewinnt gegenüber Dollar

Renminbi gewinnt für Zentralbanken an Bedeutung und wird an den Finanzmärkten stärker beachtet.

Zentralbanken setzen stärker auf Renminbi

Renminbi
Bild: moerschy/Pixabay

Das Official Monetary and Financial Institutions Forum (OMFIF) veröffentlichte seinen Global Public Investor-Bericht 2021 (GPI 2021).

Das OMFIF versteht sich als ein unabhängiger Think Tank für Zentralbankwesen, Wirtschaftspolitik und öffentliche Investitionen.

Unter dem Titel „Zentralbanken werden den Aufstieg des Renminbi beschleunigen, zeigt OMFIF-Bericht“ heißt es:

„Der Renminbi ist auf dem besten Weg, ein viel einflussreicherer Teil des globalen Finanzsystems zu werden, da die Zentralbanken die chinesische Währung zu ihren Reserven hinzufügen, zeigt der jährliche OMFIF-Bericht „Global Public Investors“. OMFIF befragte mehr als 100 GPIs – Verwalter von Zentralbankreserven, Staatsfonds und öffentliche Pensionsfonds – zu ihren Asset-Allocation-Strategien, Investmentansätzen und Markttrends.

Der Bericht zeigte auch die dramatischen Auswirkungen, die Covid-19 und der Ausblick auf niedrigere und längere Zinsen auf eine Gruppe von Investoren hat, die branchenweit ein Vermögen von 42,7 Mrd. Dollar verwalten. Der Trend zur Diversifizierung – um die Renditen zu steigern oder zu erhalten, oder um einen nachhaltigeren Investmentansatz zu verfolgen – beschleunigt sich, so die Studie.

Der GPI 2021 untersucht, wie Zentralbanken risikoreichere Anlagen, neue Währungen und ein ganzheitlicheres Verständnis des Vermögensbesitzes annehmen, und stützt sich dabei auf einen neuen Datensatz von über 100 staatlichen Investoren.“

Mit Teams in London und den USA konzentriert sich OMFIF auf globale Politik- und Anlagethemen in Bezug auf Zentralbanken, Staatsfonds, Pensionsfonds, Regulierungsbehörden und Treasuries. Globale öffentliche Investoren mit einem investierbaren Vermögen von 39,5 Mrd. US-Dollar sind das Herzstück dieses Netzwerks.

Russlands Staatsfonds ohne Dollar aber mit Yuan

Im Juni 2021 gab das russische Finanzministerium bekannt, dass Russland beabsichtigt, alle auf US-Dollar basierenden Vermögenswerte aus seinem staatlichen Nationalen Vermögensfonds vollständig zu liquidieren. Anfang Juli hieß zur Umstrukturierung des Fonds für Nationales Wohlergehen Russlands es in einer Pressemitteilung:

„Das russische Finanzministerium teilt mit, dass am 5. Juli 2021 die Umwandlungsoperationen abgeschlossen wurden, die erforderlich sind, um die tatsächliche Struktur der Staatsfonds mit der neuen regulatorischen Struktur in Einklang zu bringen. Als Ergebnis dieser Operationen wird der US-Dollar aus der Struktur des Staatsfonds ausgeschlossen, der Anteil des Pfund Sterling wird auf 5,0 % reduziert, die Anteile des Euro und des chinesischen Yuan werden auf 39,7 % bzw. 30,4 % erhöht, der Anteil des japanischen Yen beträgt 4,7 % und der Anteil des unbaren Goldes beträgt 20,2 %.“

Bis zu dieser Operation enthielt der Staatsfonds zu 35 % US-Dollar-Werte.

Übersetzungen aus dem Englischen und Russischen mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

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Brian Tracy und Thorsten Wittmann – Wie werde ich Millionär?

Brian Tracy wurde von Thorsten Wittman eingeladen darüber zu sprechen, wie man Millionär wird. Es ging nicht ums schnelle Geld verdienen, sondern um die Strategie.

Brian Tracy über Strategie – Wie werde ich Millionär

Brian Tracy spricht über mehrere Strategien, die mächtig sind und funktionieren.

Mehr im Tippvideo auf englisch (mit deutschen Untertiteln):

Einladung von Thorsten Wittmann zum kostenfreien Event

Brian Tracy gilt als eine Legende. Er schrieb 70 Bücher, erreichte mehr als fünf Millionen Menschen und steht seit 30 Jahren an der Spitze der Erfolgsszene.

Seine Erkenntnisse und Erfahrungen sind für viele Menschen extrem lehrreich. In dem Event gibt er die Quintessenz für langanhaltenden finanziellen Erfolg preis.

Das Event ist zu 100% kostenfrei.

Brian wird kein Angebot unterbreiten, es ist ein reines Content-Livetraining. Damit bedankt sich Thorsten Wittmann für die tollen Jahre, die er mit vielen Menschen aus seiner Community bereits verbringen durfte.

Sie können sich hier kostenfrei anmelden.

Crash - Chaos - Chance

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Digitaler Euro – mehr Freiheit oder mehr Macht?

Digitaler Euro – wer hofft einfaches Bezahlen, kostengünstigere und schnellere Geldtransaktionen, mehr Freiheit … oder mehr Macht?

Digitaler Euro für mehr Freiheit oder Macht?

digitaler Euro
Bild: Gerd Altmann/Pixabay

Am 12.07.2021 berieten die Finanzminister der Europäischen Union über die weiteren Schritte zur Einführung des Digitalen Euros. Die Folgen betreffen nicht nur die Sparer, sondern jeden von uns.

  • die Sparer, die ihr Geld als Festgeld, auf einem Sparkonto, in Anleihen oder in einer anderen „sicheren“ Geldanlage angelegt haben;
  • die renditeoriendierten Investoren an den Börsen, die gern nach Chancen für schnellere Geldvermehrung schauen;
  • die Freunde des Betongoldes und anderer Sachanlagen, für die vor allem Sachwerte „wahre Werte“ sind;
  • die Konsumenten – ob vorzugsweise mit Bargeld oder Karte – die vor allem bequeme und schnelle Transaktionen interessieren…

Schauen wir uns einige Folgen an, die mit dem digitalen Euro auf uns zukommen:

Medienkampagne für digitalen EZB-Währung

Das ZDF berichtete am 14.07.2021 unter dem durchaus treffenden Titel: „Digitaler Euro: Es geht um mehr als bezahlen„. Dem Titel stimme ich zu – aber in einem ganz anderen Sinn, wie ich gleich belegen werde.

Der ZDF-Beitrag ist eine Lobeshymne auf die EZB-Währung und zugleich eine Mahnung, dass die EU schon viel zu viel Zeit hat versteichen lassen.

Mehrfach wird in dem Beitrag Prof. Dr. Philipp Sandner zitiert, beispielsweise:

„Die EZB hinkt hinterher; deren Infrastruktur wird in 2026 oder später einsetzbar sein. Auch der US-Dollar ist in einigen Bereichen bereits digital geworden. Das größte Risiko ist, die Bedeutung einer digitalen Währung zu unterschätzen und den Vorsprung zu anderen Währungsräumen größer werden zu lassen.“

Zu ihm heißt es nur kurz, dass er seit Jahren im Bereich der digitalen Werte forscht. Doch ist Sandner ein neutraler Experte, oder könnte man in ihm eher einen Drosten der digitalen Währung sehen? Er

  • leitet das Frankfurt School Blockchain Center (FSBC) an der Frankfurt School of Finance & Management, das Finanzinstitute, Industrieunternehmen und Startups hinsichtlich ihrer Blockchain-Aktivitäten berät;
  • ist im FinTechRat des Bundesministeriums der Finanzen und im Blockchain Observatory der Europäischen Union;
  • war Mitgründer des Blockchain Bundesverband e.V., der International Token Standardization Association (ITSA) e.V. und der Multichain Asset Managers Association;
  • war Mitgründer einer auf Innovation und Technologietransfer spezialisierten Unternehmensberatung

um nur einige seiner Business-Aktivitäten neben der Forschung zu nennen. Wie unabhängig kann seine Aussage zum digitalen Euro sein?

Gabor Steingart vs. Norbert Häring

Anlässlich der Beratung der EU-Finanzminister gab Gabor Steingart seine Sicht auf den digitalen Euro im Morning Briefing wieder. Wie er dürften viele von uns noch relativ gelassen auf die Aktivitäten der Europäischen Zentralbank schauen.

„Im Kern geht es um die Schaffung eines neuen Transaktionsstandards, der schnellere, einfachere und günstigere Geldtransfers möglich machen soll.“

Im Gegensatz zu Bitcoin und Co erwartet Steingart, dass der digitale Euro „Notenbankgeld“ bleibt. Doch ist das nicht ein Widerspruch in sich selbst?

Denn wie Norbert Häring, einer der entschiedendsten Kritiker der digitalen EU-Währung, genau zu diesem Aspekt in einem „Abend Briefing“ seinen Newsletterlesern schreibt:

„Der digitale Euro ist ein von der Europäischen Zentralbank (EZB) herausgegebenes digitales Geld – im Gegensatz zum Giralgeld der Banken, das zwar auch digital ist und auf Euro lautet, aber nur einen (leicht übertragbaren) Anspruch auf Auszahlung von Notenbankgeld darstellt.“

Aus seiner im wesentlichen beruhigenden Sicht meint Steingart ergänzend:

„Mit dem digitalen Euro sichert die EZB ihre geldpolitische Hoheit in Zeiten, in denen das Bargeld an Relevanz verliert…“

Genau so ist es nicht, entgegnet Häring, denn:

„Es geht also nicht mehr um Europas Souveränität, sondern nur noch um Vasallentreue gegenüber den USA in der Konkurrenz mit China.“

Abgesehen von diesen finanzpolitischen Folgen glaubt Steingart der Zusicherung:

„Die Kundendaten sollen der EZB nicht bekannt sein. Der Kunde weist sich vielmehr durch einen EU-Identitätsnachweis aus, der nach allen Regeln der Kunst dem Datenschutz genügen soll.“

Dagegen kritisiert Häring schon seit langem, dass der EZB und den Behörden anonyme Geldgeschäfte – und deshalb auch Bargeld – ein Dorn im Auge sind.

„Sie werden daher einen Teufel tun und einen anonymen digitalen Euro einführen. Nichts deutet darauf hin, dass sie das tun möchten.“

Digitaler Euro – „Ihr Konto ist gesperrt“

Den Hintergrund für die EU-Aktivitäten zum digitalen Zentralbankgeld kann man besser verstehen, wenn man sich nicht von den „Vorzügen“ der Online-Bezahlung blenden lässt. Denn die digitale Währung soll keinesfalls den Bargelverkehr ergänzen.

Norbert Häring belegt das in seinem Beitrag „Der digitale Euro als das Ende finanzieller Privatheit, in den Worten des BIZ-Chefs“ vom 15.07.2021. Darin erinnert er an eine virtuelle Panel-Diskussion des Internationalen Währungsfonds am 19.10.2020.

Die Diskussion stand unter dem Titel „Cross Border Payment – A Vision for the Future„. Aus dem Diskussionsbeitrag von Augustin Carstens, Generalsekretär der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), zitiert Häring:

„In unseren Analysen zum digitalen Zentralbankgeld für die allgemeine Nutzung neigen wir dazu, von einer Äquivalenz zu Bargeld zu sprechen. Aber es gibt einen großen Unterschied. Zum Beispiel wissen wir beim Bargeld nicht, wer heute eine 100-Dollar-Note nutzt, oder einen 1000-Peso-Schein. Ein entscheidender Unterschied zum CBDC ist, dass die Zentralbanken absolute Kontrolle über die Regeln und Regulierungen haben werden, die die Nutzung [des digitalen Zentralbankgelds] regeln. Und wir werden auch die Technologie haben, das durchzusetzen. Diese beiden Aspekte sind sehr wichtig und machen einen riesigen Unterschied gegenüber dem Bargeld aus.“

Im weiteren Verlauf unterstrich Carstens zudem, dass niemand das digitale Zentralbankgeld nutzen könne, dem die Zentralbank das nicht gestatten möchte.

Der digitale Euro als das Ende finanzieller Privatheit, in den Worten des BIZ-Chefs

Entscheiden Sie selbst, welche Aussagen für Sie der Wahrheit näher kommen und wie sie unter diesem Blickwinkel handeln wollen.

Bargeldkomplott

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Börsen-Boom oder -Falle?

Die Börsen-Falle

In der derzeitigen Krise werden viele unerfahrene, junge Menschen mit Apps an die Börse gelockt und feuern die Blasenbildung an den Märkten weiter an.

von Christian Kreiß

Börsen„Nimm‘s den Reichen und gib‘s den Armen“ lautet das Credo von Robin Hood. Beides gleichzeitig zu sein — also Robin Hood und ein Armer —, damit locken Neo-Broker-App-Anbieter unerfahrene Menschen. Zahlreiche Apps ermöglichen es einer breiten Masse der jüngeren Bevölkerung, an Börsengeschäften einfach, unkompliziert und kostengünstig zu partizipieren. Die weggefallenen Schranken und die krisenbedingte Not im Nacken von Millionen Menschen treiben Kleinanleger in Scharen an die Börse. Apps wie „Trade Republic“ bemühen hierbei das „David gegen Goliath“-Bild. Die Börse soll demokratisiert werden, statt das Feld den großen Brokern und alten Hasen zu überlassen. Die Bilanz nach über einem Jahr sieht jedoch mehr als ernüchternd aus. Das Vermögen der Reichsten ist gestiegen, während sich der Zuwachs der ärmeren Mehrheit ganz marginal im Promille-Bereich verschob. Statt Emanzipation und Selbstbestimmung laufen nun Millionen Menschen Gefahr, ihre restlichen Gelder vollends zu verlieren — und das an die Reichsten der Reichsten. Außerdem tragen sie dazu bei, die Blasen auf den Märkten noch weiter aufzublähen. Die unerfahrenen Neo-Broker schaufeln sich nicht frei, sondern ihr eigenes Grab.

Fragestellung

Seit Anfang 2020 hat an den Aktienbörsen eine kleine Revolution stattgefunden. Das Wall Street Journal spricht davon, dass nicht-professionelle Kleinanleger die Finanzmärkte umstülpen (1). Schlagzeilen zu bizarren Kurssprüngen bei kleinen, unbekannten Aktienunternehmen wie dem Computerspielverkäufer GameStop oder der Kinokette AMC sorgten auch in Deutschland Anfang 2021 für Schlagzeilen (2). Heerscharen von jungen, unerfahrenen, mehrheitlich männlichen Kleinanlegern stürmen an die Börsen.

Allein im ersten Halbjahr 2021 wurden in den USA über 10 Millionen neue Börsenhandels-Kundenkonten eröffnet. Kleinkunden haben in diesen sechs Monaten netto 140 Milliarden Dollar an die Aktienbörsen fließen lassen.

Das entspricht einem Zuwachs von 33 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 und einer Versechsfachung gegenüber den ersten sechs Monaten 2019. Der Anteil von Kleinanlegern am Börsenhandelsvolumen hat sich auf über 20 Prozent verdoppelt, in der Spitze betrug er Anfang 2021 26 Prozent (3).

Auch in Deutschland haben Börsenanlagen einen stürmischen Aufschwung erlebt. Die Anzahl der Menschen, die nun mit Aktien beziehungsweise Wertpapieren an der Börse handeln, hat allein 2020 um 28 Prozent auf 12,7 Millionen zugenommen. Haupttreiber waren junge Männer aus den westlichen Bundesländern mit Beträgen von unter 2.000 Euro (4).

Hintergründe

Was ist geschehen? Das Schlagwort dazu heißt „Neo-Broker“. Bekannte Unternehmensnamen dazu in den USA sind Robinhood und E-Trade, in Deutschland Trade Republic, Scalable Capital, Gratisbroker, Smartbroker oder JustTrade. Diese neuen Aktienhandelsunternehmen haben in der Tat eine Revolution im Aktienhandel bewirkt. Während früher die Gebühren für Akteinkäufe bei etwa 10 Dollar pro Transaktion, Kauf oder Verkauf, lagen, bieten die neuen Broker Käufe und Verkäufe von Wertpapieren meistens zum Nulltarif an.

Außerdem haben sie die Handhabung beziehungsweise die Benutzeroberflächen so stark vereinfacht, dass nun jeder Mensch mit wenigen Klicks von seinem Smartphone aus Wertpapiere in Sekundenschnelle kaufen und verkaufen kann. Die dramatische Kostensenkung wurde durch neuen Technologien, neue Software, Smartphone und Internet ermöglicht. Auch etablierte Börsenbroker wie Charles Schwab mussten ihre Gebühren nach dem Frontalangriff durch die Neo-Broker auf Null senken (5).

Dazu kommen als weitere Treiber die extrem niedrigen Zinsen, die viele Anleger in höher rentierliche Papiere drängt, sowie die Lockdowns. Zum einen führten die staatlichen Zwangsschließungen vieler Betriebe zu hoher Arbeitslosigkeit und viel freier Zeit. Das hat einige junge Menschen in den Zeitvertreib Börsenspekulation getrieben. Zum anderen wurde ein beachtlicher Teil der staatlichen Unterstützungszahlungen von vielen Menschen dazu genutzt, das verfügbare Geld in Börsenspekulationen zu stecken. Eine Umfrage der Deutschen Bank ergab, dass in den USA die Empfänger von Unterstützungszahlungen etwa 40 Prozent der Gelder an der Börse investieren wollten.

Allein durch die Unterstützungszahlungen der Regierung Biden ab März 2021 sollten nach Schätzungen der Deutschen Bank von März 2021 170 Milliarden Dollar zusätzlich an die Börse fließen (6). Die Prognose beginnt sich mittlerweile zu bewahrheiten. Allein im Juni 2021 haben Individualinvestoren laut Wall Street Journal netto für 28 Milliarden Dollar Aktien und ETFs gekauft, das ist der höchste solche Zufluss seit mindestens 2014 (7). Dies sind durchaus Beträge, die Einfluss auf die Kursentwicklung der Aktien nehmen können, auch wenn sie im Vergleich zu den Beständen — das gesamte Aktienvermögen der US-Bürger wird auf 37.390 Milliarden geschätzt (8) — gering erscheinen.

Robinhood

Bahnbrecher und Marktführer in den USA mit einem Marktanteil von derzeit etwa 4 Prozent am gehandelten Aktienumsatz ist Robinhood Markets Inc. Das Unternehmen will demnächst mit einem IPO selbst an die Börse gehen. Der Marktwert wird auf 20 bis 40 Milliarden Dollar geschätzt (9).

Robinhood wurde 2013 von zwei Standford-Absolventen gegründet, die die überhöhten Provisionsgebühren im Aktienhandel zu Recht für überholt ansahen. Der Top-Slogan von Robinhood lautet: „Unsere Mission ist, Finanzanlagen für alle zu demokratisieren.“ Ein anderer prominenter Marketing-Spruch lautet: „Participation is Power. At Robinhood, the rich don‘t get a better deal“ (10).

Das Unternehmen wendet sich also ganz explizit und mit großem Erfolg an Kleinanleger, Neueinsteiger und vor allem junge Menschen unter 35 als Hauptkundensegment. Das Durchschnittsalter der Kunden liegt um die 30 Jahre.

Die von Robinhood verwalteten Depots belaufen sich auf etwa 80 Milliarden Dollar. Der Kundenstamm wird mit 18 Millionen Ende März 2021 angegeben (11). Der Durchschnittsbetrag der auf den Konten beziehungsweise in den Depots liegenden Wertpapiere ist, verglichen mit herkömmlichen Broker-Konten gering. Er liegt zwischen 1.000 und 5.000 Dollar, im Durchschnitt bei 3.500 Dollar (12).

Neukunden werden geschickt mit einem kleinen Aktiengeschenk im Lotterieprinzip geködert, es gibt Prämien, wenn man Freunde und Bekannte wirbt, sehr niedrige Kreditzinsen, die über das Wertpapierdepot abgesichert werden und so weiter (13). Häufig wird in den Medien und sozialen Netzwerken auch das Bild David gegen Goliath bemüht, wie pfiffige Kleinanleger träge Profis schlagen (14).

Auswirkungen

Wie steht es nun mit dem Versprechen, das Vermögen zu demokratisieren, auch die unteren Bevölkerungsschichten endlich an steigenden Aktienkursen teilhaben zu lassen? Der wirklich starke Run auf die Neo-Broker begann Ende 2019 (15). Wie hat sich seither die Demokratisierung der Vermögen entwickelt? Haben die Neueinsteiger und Kleinanleger mittlerweile einen höheren Anteil am Aktienvermögen?

Der S&P 500 stand Ende 2019 bei etwa 3.240 Punkten, Ende März 2021 bei 4.020. (16) Das entspricht einem Zuwachs von 24 Prozent. Laut US-Notenbank besaßen Ende 2019 die oberen 10 Prozent der US-Amerikaner 88,29 Prozent aller Aktien, Ende März 2021 — das sind die letzten vorliegenden Zahlen — gehörten ihnen 88,66 Prozent (17).

Das oberste Zehntel der US-Bevölkerung konnte seinen Anteil in diesen 15 Monaten Run der Kleinanleger auf die Börsen also leicht erhöhen. Das klingt nicht gerade nach Demokratisierung der Vermögen. Entsprechend sank der Aktienanteil der „unteren“ 90 Prozent der Bevölkerung von 11,71 auf 11,36 Prozent. Praktisch überhaupt keine Rolle bei den Aktienvermögen spielen die unteren 50 Prozent der US-Amerikaner, also die Hauptzielgruppe der Neo-Broker. Sie besaßen Ende 2019 0,558 Prozent aller Aktien beziehungsweise 5,58 Promille. Ende März 2021 betrug ihr Anteil 0,561 Prozent beziehungsweise 5,61 Promill (18). Rundet man auf zwei Stellen hinter dem Komma, blieb ihr Anteil bei 0,56 Prozent, er hat sich also so gut wie nicht verändert.

Angesichts der wohl weit über 20 Millionen Neukunden (19) und der in Summe nicht unerheblichen Gelder, die von ihnen in die Aktienmärkte gesteckt wurden, ist das ein recht ernüchterndes Ergebnis: Die untere Hälfte der US-Bevölkerung besitzt nach wie vor einen verschwindend geringen Teil des Aktienvermögens. Etwa eine von 200 Aktien gehört jemandem aus der unteren Bevölkerungshälfte, 199 von 200 Aktien gehören der oberen Hälfte. Die oberen 1 Prozent der US-Bürger besitzen 20.000 Milliarden Dollar Aktienvermögen, die unteren 50 Prozent 210 Milliarden (20). Das sind nach wie vor nicht gerade demokratische Aktienvermögensverhältnisse.

Was ist also durch die Neo-Broker geschehen? Der Zustrom der zusätzlichen Gelder von Kleinanlegern an die Börsen hat die Aktienpreise weiter in die Höhe getrieben, aber zu keiner Demokratisierung der Vermögen geführt. Am 1. Januar 2020 lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis des S&P 500 bei knapp 25. Bis 1. April 2021 stieg es auf etwa 44. Derzeit liegt es bei 46 (21) und ist damit etwa dreimal so hoch wie im Durchschnitt der letzten 150 Jahre. Die Aktien sind zurzeit so teuer wie noch nie in der US-Geschichte (22). Man muss heute dreimal so viel für einen erwarteten Dividendenstrom zahlen wie im Durchschnitt der letzten 150 Jahre.

Die vielen neuen, jungen, zum größten Teil vollkommen unerfahrenen Kleinanleger werden also mit fragwürdigen Marketing-Methoden in riskante Käufe zu stark überhöhten Preisen getrieben.

Dazu kommen die oben erwähnten extrem günstigen Kreditbedingungen, die viele Kleinanleger in Verschuldung über Lombardkredite, das heißt durch Wertpapiere besicherte Kredite, treibt. Das erhöht das Risiko eines Totalverlustes. Außerdem ist bei Robinhood der Anteil der Einnahmen aus dem Optionshandel sehr hoch. Im ersten Quartal 2021 entfielen etwa 60 Prozent aller Handelseinnahmen auf den Handel mit Optionen (23), also Umsätze mit extrem volatilen und riskanten Spekulationspapieren. Die Kleinanleger gehen also offenbar deutlich überdurchschnittlich hohe Risiken ein. Das kann ein böses Erwachen bescheren.

Analogie zum Immobilienboom bis 2007

Das Neo-Broker-Schema wirkt meines Erachtens wie ein Schneeball- oder Ponzi-System: Die nachkommenden Gelder treiben die Kurse weiter in die Höhe, bis die Blase platzt. Die Letzten beißen die Hunde. Die Vorgehensweise erinnert an die Immobilienblase in den USA bis 2007.

Auch damals wurde den unteren Bevölkerungsschichten versprochen, an den Immobilienpreissteigerungen teilnehmen zu können. Die Eigentumsquote sollte erhöht werden und wurde erhöht. Eine ganze Weile ging das auch gut. Von Ende 1998 bis 2005 stieg die Eigenheimquote in den USA tatsächlich von unter 66 auf über 69 Prozent und fiel dann im Zuge der Immobilienkrise auf 63 Prozent ab (24). Vor den Lockdowns, Anfang 2020, hatte sie sich wieder auf etwa 65 Prozent erholt. Im Endergebnis ist also durch das Versprechen, die unteren Bevölkerungsschichten am Immobilienvermögen stärker zu beteiligen, das Gegenteil erreicht worden.

Etwas Ähnliches, befürchte ich, wird diesmal wieder geschehen. Geschäftstüchtige Broker aus den gehobenen Bevölkerungsschichten locken die unprofessionellen Kleinanleger mit hochintelligentem Marketing immer stärker in Wertpapierinvestments, entlocken den einfachen Leuten einen ordentlichen Teil ihrer staatlichen Unterstützungszahlungen und verdienen ein Vermögen daran. Die ganzen neuen, unerfahrenen Kleinanleger steigen, historisch betrachtet, zu weit überhöhten Aktienkursen ein. Ihnen wird vorgespiegelt, besonders klug und viel fitter als die etablierten Dinosaurier zu sein.

Ich fürchte, eines Tages wird dieses Kartenhaus einstürzen. Die von den vielen Millionen Kleinanlegern seit eineinhalb Jahren zusätzlich an die Börsen fließenden Gelder befeuern den laufenden, durch die Niedrigzinspolitik geförderten Aktienboom noch zusätzlich.

Die Überbewertung wird dadurch noch etwas höher getrieben, die „irrational exuberance“ verstärkt. Die Bereinigung wird daher noch etwas stärker ausfallen. Absackende Finanzmärkte drücken normalerweise auch die Realwirtschaft mit nach unten. Das sind keine guten Aussichten.


Quellen und Hinweise

(1) Wall Street Journal (WSJ) 19. Juni 2021: https://www.wsj.com/articles/it-isnt-just-amc-retail-traders-increase-pull-on-the-stock-market-11624008602

(2) Handelsblatt 2. Februar 2021: https://www.wsj.com/articles/it-isnt-just-amc-retail-traders-increase-pull-on-the-stock-market-11624008602
(3) https://www.wsj.com/articles/it-isnt-just-amc-retail-traders-increase-pull-on-the-stock-market-11624008602

(4) https://www.dai.de/fileadmin/user_upload/210225_Aktionaerszahlen_2020.pdf
(5) https://techcrunch.com/2019/10/02/robinhood-e-trade-schwab-ameritrade/?guccounter=1&guce_referrer=aHR0cHM6Ly93d3cuZ29vZ2xlLmRlLw&guce_referrer_sig=AQAAALTD_WrbBjNLWKKNxEGJwiBX-k1szMjEzCovpqSaRZ_gajM-maOydVBxYtBv4P7d647x_mAc3em9QUgj5vDC9qmQP1iMrGWpLMwThYETb-d8S_lVEHKe_hfdj_e9MIEkAIrKqkZAzo-EjXmZqJxwSZAN0yW0a1j0BD3zNtUh8XI_
(6) 21. März 2021: https://www.sandiegouniontribune.com/business/story/2021-03-21/recast-as-stimmies-federal-relief-checks-drive-a-stock-buying-spree
(7) WSJ July 5, 2021: https://www.wsj.com/articles/retail-investors-power-the-trading-wave-with-record-cash-inflows-11625477401
(8) Federal Reserve Bank, Distributional Financial Accounts, last update June 21, 2021:
https://www.federalreserve.gov/releases/z1/dataviz/dfa/compare/chart/#frb-rs-dfa-table
(9) https://www.businessofapps.com/data/robinhood-statistics/
(10) We’re on a mission to democratize finance for all: https://robinhood.com/us/en/about-us/
(11) https://www.deraktionaer.de/artikel/aktien/geld-vernichtungs-maschine-discountbroker-robinhood-plant-ipo-20232988.html
(12) https://www.businessofapps.com/data/robinhood-statistics/
(13) https://www.n-tv.de/wirtschaft/Neo-Broker-Robinhood-geht-auf-Kundenjagd-article22435387.html
(14) WSJ 19. Juni 2021
(15) WSJ 19. Juni 2021
(16) https://www.marketwatch.com/investing/index/spx
(17) Federal Reserve Bank, Distributional Financial Accounts, last update June 21, 2021:
https://www.federalreserve.gov/releases/z1/dataviz/dfa/compare/chart/#frb-rs-dfa-table
(18) https://www.federalreserve.gov/releases/z1/dataviz/dfa/compare/chart/#frb-rs-dfa-table
(19) WSJ July 5, 2021: https://www.wsj.com/articles/retail-investors-power-the-trading-wave-with-record-cash-inflows-11625477401
(20) https://www.federalreserve.gov/releases/z1/dataviz/dfa/compare/chart/#frb-rs-dfa-table
(21) https://www.multpl.com/s-p-500-pe-ratio/table/by-month
(22) https://www.multpl.com/s-p-500-pe-ratio Stand 6.7.2021. Während der Finanzkrise im 2009 war das KGV des S&P 500 wegen einbrechender Gewinne für kurze Zeit höher als heute. Das lag aber weniger an überhöhten Preisen als an den abstürzenden Gewinnen.
(23) https://www.cnbc.com/2021/05/03/robinhood-made-331-million-from-clients-trading-activity-in-q1-2021.html
(24) https://tradingeconomics.com/united-states/home-ownership-rate


Dieser Beitrag erschien auf Rubikon am 13.07.2021 unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft

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Digitaler Euro – heute beraten die Finanzminister

Digitaler Euro – heute wollen die Finanzminister der Europäischen Union und der USA entscheiden, wie und von wem er umgesetzt werden soll.

Digitaler Euro – Hauptthema im Morning Briefing von Gabor Steingart

digitaler Euro
Bild: Gerd Altmann/Pixabay

Wie ein digitaler Euro eingeführt werden kann, dazu veröffentlichte im Oktober 2020 die Europäische Zentralbank (EZB) einen „Bericht“. Ein digitaler Euro soll nicht schlechthin eine „Kryptowährung“ wie andere sein, sondern eine „digitalen Zentralbankwährung“ (CBDC) für den Euroraum.

Am 12.07.2021 beraten nun die Finanzminister der Europäischen Union und der USA über die nächsten Schritte. Im Morning Briefing vom 12.07.2021 wirft Gabor Steingart neun Fragen zum digitalen Euro auf und gibt Antworten aus seiner Sicht:

„1. Was genau unterscheidet den digitalen Euro vom heutigen Euro, der im Wesentlichen ja auch digital von einem Konto zum anderen wandert?

Im Kern geht es um die Schaffung eines neuen Transaktionsstandards, der schnellere, einfachere und günstigere Geldtransfers möglich machen soll. Der Kostenvorteil könnte bis zu 90 Prozent gegenüber dem jetzigen Überweisungssystem betragen…“

Geht es „im Kern“ wirklich nur um „die Schaffung eines neuen Transaktionsstandards„, oder wie Ernst Wolff zugespitzt argumentiert um „Digitalen Finanzfaschismus„?

„2. Ist der digitale Euro eine Kryptowährung wie der Bitcoin?

Ähnlich wie bei Bitcoin wird der digitale Euro in einer Art virtuellen Geldbörse aufbewahrt, nutzt jedoch für sein Entstehen nicht die Blockchain-Technologie. Er wird also nicht dezentral durch viele anonyme Menschen kreiert, sondern er ist und bleibt Notenbankgeld…“

Andere Sichtweisen zum Vergleich von Kryptowährungen wie Bitcoin und digitalem Euro finden sich beispielsweise in dem Beitrag „Digitale Zentralbankwährungen – die Geld-Apokalypse„.

„3. Was genau ist der Vorteil des digitalen Euro aus Sicht der EZB?

Mit dem digitalen Euro sichert die EZB ihre geldpolitische Hoheit in Zeiten, in denen das Bargeld an Relevanz verliert…

4. Was genau ist der Vorteil des digitalen Euro aus Sicht der Verbraucher?

Die EZB sichert die Einlagen bis zur Höhe von 3000 Euro. Damit kann der Einzelne seine Einlage bis zu dieser Höhe nicht verlieren…“

Einlagensicherheit „bis zur Höhe von 3000 Euro“ – viele gehen sicher bisher davon aus, dass „der Staat“ ja für Einlagen bis 100.000 Euro die Sicherheit zugesagt hat. Und dann nur noch 3000 Euro? Kann das im Interesse von hunderten Millionen Bürgern und Unternehmen in der Euro-Zone sein?

Einlagensicherung – Reduzierte Sicherheit

„5. Was genau ist der Nachteil des digitalen Euro für die klassischen Banken?

Kein Vorteil ohne Nachteil. Der digitale Euro führt zu einer schrittweisen Entmachtung der klassischen Bank.

6. Worin aber besteht in diesem Fall das Risiko?

Ein Bank-Run wäre im Krisenfall eher wahrscheinlich als heute. Und: Banken ohne Sichteinlagen können im Prinzip keine Kredite mehr vergeben. Ein staatliches Kreditwesen allerdings würde das Ende der Marktwirtschaft bedeuten.“

Zur aktuellen Souverenität der Banken verwies unlängst Dr. Markus Krall in seinem Interview mit Thorsten Wittmann auf eine Reihe von Problemen.

„7. Hat die EZB damit Zugriff auf die Konten der Bürger?

Die Kundendaten sollen der EZB nicht bekannt sein. Der Kunde weist sich vielmehr durch einen EU-Identitätsnachweis aus, der nach allen Regeln der Kunst dem Datenschutz genügen soll. Dieser fälschungssichere und trotzdem anonymisierte Identitätsnachweis existiert bisher noch nicht.“

Von vielen Seiten wird immer wieder auf die Datenschutzrisiken zum digitalen Euro verwiesen – doch stünden nach Meinung einiger Rechtsexperten einem digitalen Euro grundsätzlich „keine datenschutzrechtlichen Bedenken entgegen„.

„8. Könnte die Notenbank den Bürgern damit auch sogenanntes Helikopter-Geld in die Accounts schieben, also eine staatliche Konsum-Prämie, um die Konjunktur nach einer schweren Krise anzukurbeln?

Ein direkter Zugriff der EZB besteht nach jetzigen Planungen nicht. Helikopter-Geld, also die Möglichkeit einer staatlichen Geldinjektion im Krisenfall, würde die derzeitigen Befugnisse der EZB überschreiten. Die Betonung liegt auf: derzeitig. Die technischen Möglichkeiten aber wären dann geschaffen.

9. Verschwindet dann das Papiergeld aus unseren Portemonnaies und aus den Ladenkassen?

Der digitale Euro soll das Bargeld ergänzen, nicht ersetzen. Zumindest sagt das die EZB.“

Glauben Sie das? Oder befürchten auch Sie angesichts einer „E-Währung – Bargeldabschaffung im Endspurt„. In der Abschaffung des Bargeldes durch den digitalen Euro und andere E-Währungen gibt es zumindest mit der Gründung der Better Than Cash Alliance (BTCA) seit 2021 eine unheilige Alianz.

Bargeldkomplott

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Inflation in Deutschland galoppiert – Was bleibt vom Geld?

Inflation in Deutschland nur ca. 2 Prozent? Ein Blick ins Portemonnaie nach dem Einkauf und auf die jüngsten EZB-Aussagen lässt Zweifel aufkommen.

Inflation kann über zwei Prozent steigen

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist offen für eine Inflation über zwei Prozent. Nach den jüngsten Äußerungen aus der EZB scheint das kein Problem zu sein. In den Medien erscheinen dazu gar Meldungen, als sei eine höhere Inflationsrate wünschenswert. In der Süddeutschen Zeitung vom 08.07.2021 liest sich das so:

„Die Europäische Zentralbank wagt mehr Inflation – das ist nicht so verrückt, wie es manchen scheint.“

Was für die EZB-Banker kein Grund zur Sorge zu sein scheint, sieht für viele Bürger ganz anders aus:

„Mit ihrer Entscheidung hat die Institution auch schon die derzeitigen Preissprünge in ihre neue Strategie integriert. In Deutschland liegt die Inflationsrate bei 2,3 Prozent, sie könnte im Jahresverlauf bis auf vier Prozent klettern. Die einkommensschwachen Haushalte leiden besonders darunter, weil Lebensmittel, Energie und Wohnen teurer wurden. Da kommt jetzt die Notenbank und lässt die Inflation noch mehr von der Leine?“

Wenn Sie sich fragen, was Sie gegen die Inflation tun können, hilft Ihnen vielleicht das folgende Interview von Thorsten Wittmann mit Dr. Markus Krall weiter.

Markus Krall – Diese Banken sind sicher

Degussa CEO, Bestsellerautor und Bankeninsider Dr. Markus Krall im Interview in „Faszination Freiheit“ zu Fragen wie:

  • Welche Banken sind besonders sicher?
  • Welche 4 Länder sind Dr. Kralls Favoriten und ist Liechtenstein dabei?
  • Wie geht es mit der Inflation weiter?
  • Und wie steht es mit Bitcoin und digitalen Währungen?

Countdown für Geheimtipp von Thorsten Wittmann

Vor einer Woche präsentierte Thorsten Wittmann den Geheimtipp Silber. Fast 3 Tausend Interessenten hatten sich angemeldet. Bis 11.07.2021 haben Sie noch die Chance, sich das  Replay anzusehen und sich das Spezialangebot für Ihren vergünstigten Silberlagerplatz zu sichern.

Crash – Chaos – Chance

Im Interview nannte Dr. Markus Krall Liechtenstein als einen seiner Favoriten für Ihre Geldsicherheit.

Geldanlagen in Rohstoffen, besonders Edelmetallen sind weitere Optionen für mehr Sicherheit Ihres Geldes.

Für einen umfassenden Schutz bietet Thorsten Wittmann einen Live-Kurs und Coaching. Wer sich dafür interessiert, findet bei einem Klick auf das nachfolgende Banner mehr Informationen.

Crash - Chaos - Chance

 

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