Geldanlage – Frühjahrsputz 2021

Geldanlage aus Einkommen oder Vermögen bestreiten die meisten Bürger von dem, was nach Steuern übrig bleibt. Und was finanzieren sie mit ihren Steuern?

Geldanlage – Frühjahrsputz wie beim Bund der Steuerzahler

Jedes Jahr stellt der Bund der Steuerzahler (BdSt) den Bundeshaushalt auf den Prüfstand. In diesem Jahr kommt er zu dem Schluss:

„‚Der Bund klotzte bei Ausgaben‘, sagte BdSt-Präsident Reiner Holzapfel über den Etatanstieg in den Jahren 2012 bis 2020. In einer Videokonferenz forderte er, die Ausgaben um 30 Milliarden Euro zu senken. In einer 76-seitigen Broschüre gibt der Steuerzahlerbund 30 Beispiele zweifelhafter Ausgaben. Es handelt sich dabei überwiegend um Förderprogramme, Subventionen und fehlgelaufene Vorhaben.“ (weser-kurier.de, 23.03.2021)

Selbst „brave“ Steuerzahler dürften sich bei vielen Ausgaben fragen: Ist es richtig, dass ich dafür mein Geld hergebe, dass ich dafür Steuern zahle?

Beispielsweise:

  • 27 Mio. Euro gibt der Bund für Handys, Laptops und Softwarelizenzen aus;
  • 500.000 Euro hat sich das Bundeswirtschaftsministerium für ein „Indoor-Navigationssystem“ im im Hause des Ministeriums reserviert;
  • 80.000 Euro fließen für vollelektronisches Urlaubs-Antragsverfahren;
  • 100 Mio. Euro fließen für Laserscans und digitale Verbrauchszähler;
  • mindestens 350 Millionen Euro sollen in diesem und den nächsten Jahren für Regierungsterminal am Hauptstadtflughafen BER fließen;
  • Mehr als 3,3 Millionen Euro erhält ein leistungsstarkes Industriekonsortium für die Entwicklung von konkreten Produktinnovationen für Jachten;
  • zusätzliche 80 Millionen Euro erhält die Bundeswehr 2021 und 2022 sogar weitere 110 Millionen Euro für Munitionskäufe
  • Obwohl die Erstattungen für die Ausgabe von FFFP2-Masken durch Apotheken nach starker öffentlicher Kritik von 6 auf 3,90 Euro (brutto) gesenkt wurden, könnte die Verteilaktion die Steuerzahler am Ende rund 2,8 Mrd. Euro kosten – abhängig davon, wie viele Anspruchsberechtigte die Masken in den Apotheken auch wirklich abholen. Die Aktion läuft noch bis Mitte April.

Zu letzterem Fakt hier noch aus einem Bericht der Tagesschau vom 17.03.2021:

„Im Dezember konnte jeder und jede über 60 Jahren drei Masken in der Apotheke gratis abholen. Der Bund ging davon aus, dass 27,3 Millionen Menschen in Deutschland anspruchsberechtigt seien: 491,4 Millionen Euro, die der Bund somit einfach an den Apothekerverband überwies, der das Geld wiederum an die Apotheken verteilte. Egal wie viele Masken sie abgaben, sie erhielten einen festen Anteil aus Bundesmitteln: Im Schnitt gab es mehr als 25.000 Euro für jede Apotheke in Deutschland.

Danach folgten die Phasen zwei und drei, in denen Menschen, die Anspruch auf eine Maske hatten, zweimal sechs Gutscheine von ihrer Krankenkassen erhielten, die sie dann in den Apotheke einlösen konnten. Das Drucken der fälschungssicheren Gutscheine durch die Bundesdruckerei schlug dabei mit zusätzlich rund 9,3 Millionen Euro zu Buche. Für die ersten sechs Masken erhielten die Apotheker weitere 36 Euro pro Person, für die zweiten sechs Masken 23,40 Euro. Ein Geldregen, mit dem sich auch viele Apotheker nicht wohl fühlen. Einige haben angekündigt, die Einnahmen oder Masken zu spenden.“

Solche großzügigen Ausgaben gönnt sich der Bund mit dem Geld der Steuerzahler – und dass trotz Rekord-Neuverschuldung. Sehen Sie selbst: Frühjahrsputz!

Vielleicht wollen Sie nun wie der BdSt Ihre Geldanlage unter die Lupe nehmen und einen Frühjahrsputz vornehmen. Ich bin sicher, Sie können cleverer sparen als die von Ihnen gewählten Abgeordneten und die Regierung.

Beitragsservice-K.O.

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E-Währung – Bargeldabschaffung im Endspurt

Der letzte Mauerstein

Mit der Einführung von E-Währungen geht die Entwicklung hin zur Bargeldabschaffung in den Endspurt.

von Hansjörg Stützle

Seit einigen Jahren ist ein erbitterter Kampf gegen das Bargeld im Gange, wogegen sich dieses nur sehr schwer behaupten kann. Scheine und Münzen verlieren Schritt für Schritt gefährlich an Boden. In den vergangenen Monaten haben sich die Entwicklungen hin zur Bargeldabschaffung beschleunigt. Dieser schleichende Prozess könnte nun schneller als gedacht vollendet werden. Der Todesstoß für unser Bargeld kommt indes aus einer Richtung, die bisher kaum jemand im Blickfeld hatte. Denn die Zentralbanken bereiten sich darauf vor, parallel zum Bargeld digitale Zentralbankwährungen einzuführen. Ein direkter und gefährlicher Konkurrent für das alte Geld, der unweigerlich zu einem Bargeldverbot führen wird.

Die Angriffe auf unser Bargeld sind schon seit über zehn Jahren in vollem Gange und kommen aus zahlreichen Richtungen. Um die Brisanz für unser Bargeld besser durchdringen zu können, möchte ich fünf einschneidende Meilensteine der Bargeldabschaffung skizzieren.

1. Bargeldobergrenzen

Wussten Sie, dass wir in Europa bereits zwölf Länder mit Bargeldobergrenzen haben? Dazu gehören Frankreich, Spanien und Italien. In Frankreich zum Beispiel besteht eine Bargeldobergrenze in Höhe von 1.000 Euro. Genau genommen entspricht solch eine Bargeldobergrenze bereits einem Bargeldverbot: Denn es ist in Frankreich gesetzlich verboten, Güter oder Dienstleistungen, die 1.000 Euro oder mehr kosten, bar zu bezahlen.

2. Einheitliche Bargeldobergrenzen in Europa

In Deutschland gibt es aktuell keine Bargeldobergrenze, aber bereits schon zweimal wurde versucht, diese europaweit einzuführen. So wollte unser ehemaliger Finanzminister Wolfgang Schäuble im Jahre 2016 eine EU-weite Bargeldobergrenze von 5.000 Euro realisieren. Mit diesem Unterfangen ist er damals aufgrund rechtlicher Bedenken gescheitert. Im Januar 2021 gab es einen erneuten Versuch in dieser Richtung. Diesmal kommt dieses Anliegen direkt von der EU beziehungsweise der Europäischen Kommission, die jetzt eine einheitliche Bargeldobergrenze von 10.000 Euro fordert.

3. Corona-Pandemie

Während der Corona-Pandemie gab es vielfältige Falschinformationen darüber, dass man sich über das Bargeld mit Corona-Viren infizieren könnte. Zudem wurden die Geschäfte vom Land/Bund angehalten, aus hygienischen Gründen möglichst kein Bargeld anzunehmen, obwohl die Deutsche Bundesbank unmissverständlich klarstellte, dass von Bargeld kein besonderes Infektionsrisiko ausgeht.

Auch wenn diese Behauptungen, sich mit Bargeld infizieren zu können, falsch waren, haben diese bei den Bürgern Wirkung hinterlassen: Sie haben verstärkt Bargeld gemieden und digital bezahlt.

So sind die Kartenzahlungen durch die Pandemie um sage und schreibe 48 Prozent angestiegen. Bargeld hat während der Corona-Krise nicht nur seine Dominanz verloren, sondern ist seither gefährlich in die Defensive gedrängt worden. Bei dieser rasanten Entwicklung, auf Bargeld zu verzichten und digital zu bezahlen, ist das Bargeldverbot nur noch eine Frage der Zeit.

4. Kryptowährung — Private digitale Weltwährungen

Bereits vor über zehn Jahren sind die Kryptowährungen auf Basis der Blockchain-Technologie entstanden. Bitcoin ist die älteste und bekannteste Kryptowährung, die jedoch für das Bargeld bisher keine ernstzunehmende Konkurrenz war, da sie kaum für Zahlungen verwendet wird. Aber sehr mächtige Konzerne wie Facebook und Apple haben auf Basis dieser Technologie eigene Währungen beziehungsweise Zahlungssysteme mit den Namen Libra/Diem oder Apple-Pay etabliert.

Diese Währungen kann man zur Zahlung nicht nur landesweit, sondern weltweit nutzen. Es sind letztendlich Weltwährungen, die diesen privatwirtschaftlichen Konzernen fast grenzenlos und weltweit Macht und Einfluss ermöglichen. Zudem sind sie sogar für Staaten und Notenbanken zu einer Gefahr geworden, denn sie gefährden deren Währungshoheit.

5. Notenbanken wollen eigene digitale Währungen einführen

Diese Entwicklungen haben die Notenbanken zum Anlass genommen, ihre Pläne zur Einführung einer digitalen Währung zu intensivieren. So untersuchen 86 Prozent aller weltweiten Zentralbanken die Ausgabe einer eigenen digitalen Zentralbankwährung. Über 60 Prozent der Zentralbanken befinden sich hierzu schon in der experimentellen Phase und knapp 15 Prozent führen bereits Pilotprojekte durch. Am weitesten fortgeschritten sind dabei China und Schweden. In diesen Ländern rechnet man bereits in Kürze mit einer flächendeckenden Einführung dieser elektronischen Währungen.

Auch die EZB hat ihre Bemühungen zur Einführung einer elektronischen Währung intensiviert. Einen genauen Zeitplan gibt es hierzu zwar nicht, aber die EZB-Präsidentin Christine Lagarde nannte einen Zeitraum von fünf Jahren.

Warum ist die E-Währung für Bargeld so gefährlich?

Eine elektronische Währung würde direkt von den Notenbanken herausgegeben werden, so wie die Notenbanken auch das Bargeld von der Notenbank herausgeben beziehungsweise drucken. Sie steht somit unter der Aufsicht der Notenbank und hat damit die gleichen Eigenschaften wie das Bargeld, nur in elektronischer Form. Eine digitale Zentralbankwährung kann genauso wie Bargeld genutzt werden, zum Beispiel über eine Smartphone-App. Sie ist als Ergänzung oder sogar als Ersatz für das Bargeld konzipiert. Eine digitale Zentralbankwährung würde parallel zu Bargeld verwendet werden.

So sagte der Kommissionsvizepräsident Valids Dombrovskis „wir beobachten, dass die Bedeutung des Bargeldes schrittweise zurückgeht. Ein digitaler Euro ist eine zusätzliche Möglichkeit zum Bezahlen und Sparen. (…) Das erfordert die Digitalisierung der Wirtschaft und des Finanzwesens“. Die EZB -Präsidentin Christine Lagarde beteuerte, dass die digitale Form der europäischen Währung nicht das Bargeld ersetzen soll. „Falls wir einen digitalen Euro haben, werden wir trotzdem Banknoten haben. Die beiden werden nebeneinander existieren.“

Was hier angedacht wird, ist nichts anderes, als einen direkten Konkurrenten zu Bargeld zu etablieren. Nur dass dieser auf digitaler Ebene funktioniert und somit auch jeder Zahlungsfluss kontrolliert und überwacht werden kann.

Es ist genau das Konzept, das hinter der Bargeldabschaffung steht: Kontrolle und Überwachung. Das digitale Geld ist für diese Überwachung ideal geeignet.

Gegen solch einen digitalen Konkurrenten, der auch noch die volle Unterstützung der Notenbanken, der EU und der Politik erhält, kann Bargeld nicht bestehen. Das Bargeldverbot ist die nachgelagerte Folge. Die Einführung solch einer E-Währung kann flächendeckend sehr leicht und schnell passieren. So war zum Beispiel in den USA im Gespräch, die Corona-Krisen-Zahlungen, welche jeder Bürger pauschal bekommen hat, ausschließlich über eine E-Währung auszubezahlen. Durch solch eine Aktion kann die Infrastruktur sehr schnell flächendeckend etabliert werden und das neue Zahlungsmittel erhält innerhalb kürzester Zeit beim Bürger große Akzeptanz.

Die Folge wäre, dass die rasante Entwicklung, digital zu bezahlen, noch mehr Dynamik erfährt. Die Barzahlungsquote würde somit noch rasanter als bisher fallen. Und wenn die Barzahlungsquote unter 15 Prozent sinkt, dann ist unser Bargeld verloren. Denn dann wird Bargeld zu teuer, die Infrastruktur des Bargelds (Bankomaten, Händler, die Bargeld annehmen et cetera) verschwindet. Wir haben dann in Deutschland sehr schnell die gleiche Situation, die wir heute schon in Schweden vorfinden. Man kommt dort kaum noch an Bargeld, weil die meisten Banken keine Bankomaten oder Bankschalter betreiben.

Mit Bargeld kommt man nicht mehr durchs öffentliche Leben, weil selbst die öffentlichen Verkehrsmittel kein Bargeld mehr annehmen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Schweden schon bald ein komplettes Bargeldverbot umsetzen wird und als „Vorbild“ für den Rest der Welt fungiert. So werden die Rufe einer Bargeldabschaffung, die heute schon in Schweden immer lauter werden, zu uns nach Deutschland schwappen.

Was können wir tun?

Die hier beschriebenen Entwicklungen zur Bargeldabschaffung bringen gewaltige Veränderungen. Aber auch wenn die Situation für unser Bargeld erst einmal hoffnungslos erscheint, können daraus Lösungen für den Erhalt unseres Bargeldes erwachsen. Eine solche möchte ich zum Abschluss skizzieren.

Die Einführung der E-Währung eröffnet die große Chance, dieses Ereignis zu nutzen, um unserem Bargeld gesetzlichen Schutz zu geben, also das Bargeld im Grundgesetz beziehungsweise in den europäischen Verträgen, zum Beispiel im AEUV, zu verankern und ein Bargeldverbot auszuschließen. Es ist leicht nachzuweisen und auch den Beteiligten sowie dem Bürger zu kommunizieren, dass bei Einführung der E-Währung ein direkter Konkurrent zu Bargeld entsteht und Bargeld deshalb gesetzlich geschützt werden muss.

Natürlich wird man versuchen, dieses Anliegen zu ignorieren. Umso wichtiger ist es, dass wir Bürger diesem Anliegen Kraft geben. Setzen Sie sich schon heute für den Erhalt des Bargeldes ein. Meine Internetseite bargeldverbot.info zeigt 15 Lösungen auf, wie Sie schon jetzt leicht etwas zum Erhalt unseres Bargeldes beitragen können.


Dieser Beitrag erschien zuerst auf Rubikon am 25.03.2021 unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Auf Rubikon sind auch die Endnoten ausgeiesen. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


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Nullzinsen oder Negativzinsen vermeiden

Nullzinsen oder Negativzinsen sind leider keine neue Erscheinung. Dennoch wissen nach einer YouGov-Umfrage Private Anleger wissen wenig darüber.

Nullzinsen oder Negativzinsen

Nullzinsen
Foto: djd/www.openbank.de/Getty Images/Gary Burchell

(djd). Immer häufiger kündigen Banken in Deutschland an, Nullzinsen oder gar Negativzinsen auf das Kontoguthaben ihrer Kunden zu erheben oder sie tun dies bereits. In manchen Fällen schon ab dem ersten Euro. Vielen Kunden ist dies nicht bewusst.

53 Prozent der Deutschen wissen nicht, ob ihre Bank Negativzinsen erhebt. Dies ergab eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der Digitalbank Openbank. Weiteren 10 Prozent ist nicht einmal bekannt, was es mit Negativzinsen auf sich hat. Knapp ein Viertel waren sich sicher, dass ihre Bank keine erhebt.

Wenn es darum geht, Alternativen zum Null-oder-Negativzins zu finden, tun sich die Befragten schwer. So wollen 19 Prozent ihr Geld trotzdem auf ihrem Girokonto liegen lassen.  23 Prozent gaben an, keine Alternativen zu kennen.

Einfach und günstig Geld anlegen per Robo-Advisor

Folgerichtig legen nur 11 Prozent der Befragten ihr Geld in Wertpapieren wie Aktien oder Anleihen an. 8 Prozent setzen auf passive Fonds, sogenannte ETFs (Exchanged Traded Funds) und 7 Prozent auf aktiv verwaltete Investmentfonds.

„Zu viele Menschen lassen ihr Geld auf Konten und Sparbüchern liegen, anstatt über Sparpläne auf Aktien, ETFs und Fonds fürs Alter vorzusorgen und Vermögen aufzubauen“,

erklärt Steve Langer von der Openbank in Deutschland. Damit sich mehr Sparer für die private Geldanlage begeistern, sollte diese einfacher und kostengünstiger sein.

In Deutschland noch wenig bekannt sind sogenannte Robo-Advisors. Sie passen das Aktien-, ETF- oder Fondsportfolio des Kunden regelmäßig und oftmals automatisiert an. Dennoch entstehen Anlegern nur geringe Verwaltungsgebühren. Dazu stimmen Kunden die grundsätzliche Aufteilung seines Vermögens auf verschiedene Anlageklassen ab. Natürlich können sie diese aber jederzeit wieder anpassen. Unter www.openbank.de und unter http://www.rgz24.de/Robo-Advisor gibt es mehr Informationen.

„Die digitale Vermögensverwaltung über Robo-Advisor für die private Geldanlage dürfte künftig weiter an Zuspruch gewinnen“,

sagt Langer. Das zeige auch die Umfrage: Bei den 18- bis 24-Jährigen und den 25- bis 34-Jährigen würde sich bereits jeder Vierte dafür interessieren.

One-Stop-Shop: alles aus einer Hand

Viele Menschen in Deutschland haben ihr Girokonto oder Sparbuch nach wie vor bei der Hausbank. Aktien, Anleihen, Fonds und ETFs dagegen handeln sie auch über Onlinebroker.

Inzwischen ermöglichen Digital- oder Onlinebanken ihren Kunden die Kombination über eine einzige Bankverbindung. Der Vorteil etwa des sogenannten digitalen One-Stop-Shop:

„Kunden können zu jeder Zeit von jedem Ort der Welt aus Zahlungsverkehr und Geldanlage tätigen und haben alles übersichtlich unter einem Dach“,

so Langer.

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Finanzkongress 2021- Clever Sparen lernen

Finanzkongress 2021 vom 16. bis 18. März 2021 auf keinen Fall verpassen! – Übrigens kennst Du diese 3 Risiken beim Sparen?

Finanzkongress 2021

Finanzkongress 2021„Wohlstand fängt mit Sparen an“, „Auf Sparen folgt Haben“, oder „Spare in der Zeit, so hast Du in der Not“ – kennst Du solche Weisheiten?

Am meisten sparen die Bundesbürger auf dem Girokonto, dem Sparbuch oder in Renten- sowie Kapitallebensversicherungen. Nur die Anzahl der Bürger mit Lebensversicherung oder Bausparvertrag ist in den letzten 10 Jahren gesunken. Die anderen Anlageformen nutzen die Bürger wie eh und je.

Und wo kommt das Geld fürs Sparen her?

Bei den meisten stammt das Ersparte aus der eigenen Arbeit. Sie handeln nach der Maxime des armen Vaters von Robert Kiyosaki:

“Arbeite hart und spare dein Geld“.

Demgegenüber meinte sein reicher Vater:

„Wenn du wohlhabend und finanziell abgesichert sein willst, dann werden harte Arbeit und Geld sparen nicht ausreichen“.

Für letztere gab es viele Gründe. Sein reicher Vater war nicht wohlhabend geworden, indem er seine Zeit gegen Geld tauschte, hart arbeitete und Geld sparte.

Er wusste, dass hart zu arbeiten und Geld zu sparen, für die meisten Menschen gut war. Allerdings nicht für jene, die mehr als „Sicherheit und Komfort“ wollten.

Er berief sich dafür insbesondere auf 3 Gründe:

1. Steuern!

Menschen, die hart arbeiten und mühsam davon etwas Geld sparen, haben es viel schwerer ein Vermögen aufzubauen, weil sie ständig besteuert werden:

  • Sie zahlen Steuern, wenn sie Geld verdienen (Einkommensteuer).
  • Sie zahlen Steuern, wenn sie sparen (Kapitalertragsteuer).
  • Sie zahlen Steuern, wenn sie Geld ausgeben (Mehrwertsteuer).
  • Sie zahlen Steuern, wenn sie sterben (Erbschaftsteuer)…

Alles in Allem zahlen „Arbeitnehmer“ ca. 50 % ihres im Schweiße des Angesichts erarbeiteten Geldes an Steuern und anderen Abgaben.

Prüfe selbst:

Angenommen, du bist angestellt und bekommst jeden Monat 6.000 € Bruttogehalt, was für viele sehr, sehr viel Geld ist. Dann heißt das keinesfalls, dass diese Summe auf deinem Konto landet. Denn bevor das Geld dort ankommt, musst du Steuern und Sozialabgaben bezahlen.

Die Rechnung sieht etwa so aus:

Dein Gehalt:+6.000 €
Minus Steuern und Abgaben:-2.400 €
Tatsächlich auf deinem Konto ca.:=3.600 €

Von 6.000 € gehen also rund 40 % an Steuern und Abgaben weg. So fließen letztendlich nur 3.600 € auf dein Konto.

Nur über diesen Betrag kannst du tatsächlich verfügen.

Davon zahlst du deine Miete, Nahrungsmittel, dein Auto und weitere Ausgaben. Auf einen erheblichen Teil dieser Ausgaben zahlst du nochmals Steuern, nämlich „Mehrwertsteuer„, in der Regel (noch) 19 %.

Was viele gar nicht berücksichtigen: Das ist aber noch nicht alles…

Dein Unternehmen zahlt auch noch einen Anteil in die Sozialversicherung – den sogenannten „Arbeitgeberanteil“. Das sind noch einmal gut 25 % deines Bruttogehalts oder 1.500 €.

Von den insgesamt rund 7.500 €, die dein Unternehmen zahlt, fließen also reichlich 3.900 € als Steuern und Sozialabgaben weg – es bleiben dann 3.600 € = weniger als die Hälfte zu deiner Verfügung.

Auch aus diesem Grund ist es für Angestellte so verdammt schwer, Vermögen aufzubauen. Sie müssen erst Steuern zahlen und können nur das übrig gebliebene Geld investieren.

Und wie sieht das bei Unternehmern aus? – Genau umgekehrt!

Sie investieren erst und zahlen nur auf das übrige Geld Steuern.

Robert Kiyosakis reicher Vater erklärte außerdem, dass auch ein weiterer Grund das Sparen erschwert:

2. Inflation

Stell dir vor, du hast 10.000 € auf der Bank.

Wieviel Zinsen bekommt man heute dafür?

Kaum mehr als 1 % pro Jahr – häufig deutlich weniger. Doch lassen wir mal 1 % gelten, dann sind das in einem Jahr 100 € Zinsen.

Natürlich gibt es auf solche „Gewinne“ auch eine Steuer. Die „Kapitalertragssteuer“ von zur Zeit 25 %.

Also gehen von deinen hart ersparten brutto 100 € gleich 25 € an den Staat. An den verbleibenden 75 € netto zuzügliche den ersparten 10.000 € nagt dann die Inflation.
Die Kaufkraft der 10.075 € sinkt jedes Jahr immer stärker.

Sicher hast du bemerkt, wie vieles in den letzten Jahren teurer geworden ist: Miete, Benzin, Strom, Lebensmittel…

Warum wird vieles teurer, obwohl immer mehr günstig im Ausland produziert wird? Woran das liegt?

Unser Geld verliert immer mehr an Wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) druckt Geld und überflutet damit die Wirtschaft.

Einfach ausgedrückt: Es gibt immer mehr Geld und dadurch wird der einzelne Euro immer weniger wert

Die Zinsen auf der Bank werden also jedes Jahr durch Steuern und die Inflation aufgefressen. Das Ergebnis ist unter dem Strich oft ein schleichender, mit den Jahren aber deutlicher Verlust.

Deswegen ist es ein schwerer Weg, mit harter Arbeit und Geld sparen wohlhabend zu werden.

Und damit zum vorläufig letzten Punkt:

3. Angst vor Risiken

Wer hart arbeitet um Geld zu sparen, möchte sich ursprünglich damit eine „finanzielle Sicherheit“ aufbauen. Doch oft sitzt die Angst im Nacken, hart verdientes Geld zu verlieren.

Wer hart arbeitet und spart hat oft Angst vor Investitionen, weil sie riskant sein könnten. Und was riskant ist, vermeidest du – besonders, wenn es Dir fremd ist.

„Für den Verstand ist alles Neue mit Risiko verbunden, weil noch keine Erfahrungswerte vorliegen.“ (Nikolaus B. Enkelmann)

Vielleicht hilft es jedoch, mehr über Risiken und den Schutz davor zu lernen?

Vielleicht ist es ja gerade riskant, das wenige ersparte Geld auf dem „sicheren“ Konto zu lassen? Denn dort „verbrennt“ es gegen deinen Willen. Im Schlimmsten Fall wird dir gar der Zugriff plötzlich versperrt!

Vielleicht wäre es viel besser zu lernen, wie du aus diesem selbst gewählten Käfig herauskommst?

Dann könnte es für die sehr nützlich sein, etwas in mehr „finanzielle Intelligenz“ zu investieren.

Leider lernen wir in unseren Schulen davon so gut wie nichts. Es liegt an jedem einzelnen von uns, sich finanziell weiterzubilden – und unsere Kinder finanziell zu unterrichten.

Das tun die Wohlhabenden seit Generationen.

Zum Beispiel hatte der Sohn von Robert Kiyosakis reichem Vater, Mike, ein Investment Portfolio von $ 200.000 als er 15 Jahre alt war. Denn sein Vater half ihm:

„Ob er später entscheidet, Polizist, Politiker oder Dichter zu werden, als erstes will ich, dass er Investor wird. Du wirst wohlhabender werden, wenn du lernst ein Investor zu sein, egal womit du später dein Geld verdienst.“

Wenn dir diese Informationen gefallen haben und du dein finanzielles Know-How erweitern möchtest, dann gibt es gute Neuigkeiten für dich.

Finanzkongress 2021 – Clever Sparen lernen

Es gibt eine Reihe guter Angebote für dich – hier eine brandaktuelle Empfehlung:

Finanzkongress 2021
vom 16. bis 18. März 2021
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In dem Online-Finanzkongress lernst Du, wie du mit

– Aktien,
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– Immobilien,
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– Passivem Einkommen,
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– Portfoliomanagement,
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wirklich clever investierst und dir finanzielle Sicherheit schaffst.

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Alles Weitere zum Finanzkongress 2021 erfährst du hier.

Was als nächstes zu tun ist:

Klicke hier um dich zu registrieren.

Wie gesagt, du kannst kostenlos am Finanzkongress teilnehmen, wenn du jetzt dein Ticket reservierst.

An dem angegebenen Termin kannst du dann einfach vom Computer aus teilnehmen.

Wenn du also lernen willst, wie du deine Rendite maximieren und gleichzeitig weniger Risiko haben kannst, dann registriere dich jetzt hier für den Finanzkongress 2021.

Ich bin übrigens auch dabei mit einem Beitrag zu „9 Maßnahmen, um Steuern auf Abfindungen zu sparen und in eigenes Vermögen umzuwandeln„.

Wir treffen uns? Zum Finanzkongress…

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Mastercard – Bargeld – Gesundheit

Mastercard und Bargeld – da scheint es eine Verbindung zu geben. Aber auch mit Gesundheit? Lesen Sie selbst…

Mastercard sorgt sich um Ihre Gesundheit…

Mastercard vs. Bargeldund das eigene Geschäft. Nun ist es zunächst nichts Ehrenrühriges, wenn sich ein Unternehmen um sein Geschäft kümmert. Wenn das jedoch mit Desinformationen Verfälschungen und ähnlichen ehrenrührigen Aktivitäten verbunden ist, sollte man vorsichtig sein.

Hakon von Holst hat auf dem Blog bargeldverbot.info in einem Beitrag Fakten zusammengetragen, wie sich der amerikanische Kreditkartenkonzern Mastercard einer Welt ohne Bargeld verschrieben hat.

Die Methoden, die der Konzern dabei anwendet, kommen aufmerksamen Zeitgenossen sicher gerade in Erfahrung der Corona-Wahndemie sehr bekannt vor.

Im März 2013 hatte Mastercard die Universität in Oxford beauftragt, einmal zu prüfen, wieviel Keime sich auf Banknoten finden lassen. Damit begann eine weltweite Kampagne für eine „saubere“ Bezahlung. Denn Mastercard begann weltweit die öffentliche Meinung zu manipulieren und zugunsten digitaler Zahlungsmittel umzustimmen.

Bargeld sei nicht nur unhygienisch, sondern auch gesundheitsgefährdend.

Im Frühjahr 2020 erlebt die Anti-Bargeldkampagne eine Wiedergeburt – Corona sei Dank.

Es klingt ja auch so logisch: Auf Banknoten, die durch viele Hände gehen, müssen ja viele Bakterien sein. Da erscheinen Kreditkarten viel hygienischer und gesünder. Sie sind sogar abwaschbar.

Was jedoch nicht veröffentlicht wird. Nur wenige Bakterien lösen sich von baumwollbasierten Banknoten wie dem Euro (untersucht wurde der 1-Dollar-Schein mit 25 % Leinen- und 75 % Baumwollanteil). Und wenn, dann geschieht das in einem Umfeld, in dem Bakterien schon länger existieren, als die Menschheit. Abgesehen davon lösen sich in der Regel nicht mehr als 0,1–0,3 % (im Maximum 0,7 %) der Bakterien an der berührten Stelle und haften dann am Finger. Bei Viren liegt die Quote bei zwischen 0,1 und 1,5 %.

Darüber hinaus wurde bei der Untersuchung festgestellt: Bei glatten, unporösen Gegenständen funktioniert die Übertragung bis zu 250 Mal besser als bei der Banknote.

Ausführlich lesen Sie den Blogbeitrag auf bargeldverbot.info.

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Wind oder Sturm – was passiert in Deutschland 2021

Wind der Veränderung

Im Rubikon-Exklusivinterview fordert der US-amerikanische Professor William Toel den Rücktritt der deutschen Bundesregierung im Frühjahr 2021.

von Flavio von Witzleben

Wie schafft es die deutsche Regierung, derart strenge Maßnahmen durchzusetzen, ohne den Rückhalt in der Bevölkerung zu verlieren? Dies ist nur so lange möglich, wie den Menschen einerseits Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie gemacht werden kann und andererseits die wirtschaftlichen Folgeschäden im Verborgenen bleiben. Es ist jedoch nur noch eine Frage der Zeit, bis die ökonomischen und sozialen Folgen der Pandemiepolitik auch in der Breite sichtbar werden. Diese Politik der Selbstzerstörung hatte sich in den vergangenen Jahren bereits angekündigt und wird in der Coronakrise lediglich forciert. Wer den Medienberichten Glauben schenkt, mag zu dem Eindruck kommen, dass Deutschland aktuell gut durch die Krise kommt und dass es keinen Grund zur Besorgnis gibt. Doch der Schein trügt.

Im Gespräch mit dem US-amerikanischen Professor für Ökonomie, Finanzwirtschaft und Marketing William Toel wird diesem medialen Narrativ nachgegangen sowie der Frage, inwieweit Politik bereits „vor Corona“ zu Ungunsten der deutschen Bevölkerung geführt worden ist. Toel sieht, ausgelöst durch politisches Versagen der vergangenen Jahre, auf Deutschland einen „Perfekten Sturm“ zukommen, der mit dem Rücktritt der Bundesregierung im Frühjahr 2021 beginnt und weitreichende wirtschaftspolitische sowie gesellschaftliche Folgen haben werde. Welche Folgen kommen nun auf unsere Gesellschaft und die Wirtschaft im Zuge der Coronakrise zu?

Viele Menschen gehen immer noch davon aus, dass eine baldige Rückkehr zur Normalität möglich sei. Dafür müsse lediglich eine breite Masse gegen das Virus geimpft und der Lockdown samt seiner weitergehenden Beschränkungen eingehalten werden. So weit, so naiv. Die massiven wirtschaftlichen Folgen werden spätestens mit der Aussetzung der Insolvenzmeldepflicht am 31. Januar 2021 sichtbar werden — und verschärfte Maßnahmen bis April 2021 sind mittlerweile öffentlich kommuniziert worden.

Angesprochen auf die wirtschaftlichen Schäden der staatlichen Maßnahmen, führt William Toel im Interview mit Rubikon aus, dass in den kommenden Monaten eine Inflation bevorstehe, die massiven Schaden vor allem am Herzstück der deutschen Wirtschaft, dem weltweit bewunderten „German Mittelstand“, anrichten werde.

William Toel betont, dass das Vertrauen in die Politik Angela Merkels bereits in den Jahren der Migrationskrise verspielt worden sei, da nicht offen und transparent über die Beweggründe gesprochen wurde. Die Politik in Deutschland sei „erodiert“ und wirkliche Alternativen zum eingeschlagenen Weg seien kaum mehr vorhanden. Darüber hinaus berichte die Presse nicht in ausreichendem Maße kritisch über das politische Geschehen. William Toel blickt daher mit großer Sorge nach Deutschland, denn er stellt zu Krisenzeiten fest: „German People have no choices, they are not able to think on their own ─ Die Deutschen haben keine Wahl, sie sind nicht imstande, eigenständig zu denken”. Gleichzeitig führt er jedoch aus, dass Deutschland das Land der Zukunft sein wird, wenn es den „Perfekten Sturm“ überwunden hat.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Rubikon am 01.01.2020 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen darf er verbreitet und vervielfältigt werden.

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Commerzbank – Geldsicherheit bei Banken

 

Commerzbank, Banken überhaupt genießen bei Sparern immer noch ein relativ hohes Vertrauen. Doch wie sicher ist das Geld dort aktuell?

Commerzbank – ein Dilemma

Die Commerzbank wurde 1870 als unabhängiges Finanzinstitut gegründet. Hanseatische Kaufleute sowie Banker für den Firmen- und Privatkundenbereich gründeten die Commerz- und Disconto-Bank in Hamburg. Besonders der deutsche Mittelstand schätzte die Bankdienstleistungen des Hauses. Noch im Jahr 2007 erzielte die Bank 1,9 Milliarden Euro Gewinn nach Steuern, 2018 galt sie als viertgrößte Bank Deutschlands gemessen an der Bilanzsumme.

Doch was ist davon geblieben?

Commerzbank Chart
finanzen.net-Grafik – Kurs und Dividende

Der Kurs pro Aktie sank von 207 Euro im Jahr 2000 bis heute um 97,53 Prozent und pendelt nun um die Marke von fünf Euro. Gabor Steingart kommentierte das in einem Monrning Briefing mit den Worten:

„Mittlerweile sind ein paar Frankfurter Würstchen mit Senf mehr Wert als der Anteilsschein der Commerzbank.“

Nun plant das Institut brutto 10.000 Stellen abzubauen. Arbeiteten die Mitarbeiter so schlecht, oder ist der Stellenabbau Folge von ideenloser Geschäfts- und Nullzinspolitik?

Betroffen von den Stellenstreichungen ist vor allem das Privat- und Unternehmenskundengeschäft. Beide Bereiche bildeten früher das Rückgrat der Bank. Die Beendigung der nunmehr „unprofitablen Kundenbeziehungen“ empört Kreise des deutschen Mittelstands. Auch Millionäre sind von Kontenkündigungen betroffen.

Insider fragen sich: Wenn sich die Bank massiv vom Geschäft trennt, gehen Erträge verloren – bei nahezu konstantem Kostenblock. Wenn das Institut immer kleiner wird und immer größere rote Zahlen schreibt – kann das die Lösung sein?

Warum ist die Bank in der Krise?

Die hauptsächlichsten Versäumnisse des Managements reichen weit zurück:

1. Gewinn bringt Banken in den letzten Jahren vor allem das Investmentbanking. Das wurde bei der Commerzbank nie wirklich entwickelt. Struktur und Geschäft der Bank stammen aus dem 19. Jahrhundert.

2. Der ausgeschiedene Vorstandschef Martin Zielke setzte jahrelang auf das Filial-Geschäft – doch wohl nicht auf das Kundengeschäft? Jetzt sollen 340 von 790 Filialen geschlossen werden.

3. Die Bank soll über eine veraltete IT-Infrastruktur verfügen. Ebenso fehlen innovative Finanz-Apps. Gerade für moderne digitale Prozesse fehlen wohl innovative Köpfe.

Große Hoffnungen setzten wohl Mitarbeiter und Aktionäre auf Roland Boeckhout. Er  leitete sieben Jahre lang erfolgreich die Online-Bank ING-DiBa. Seit Januar 2020 gehörte er dem Commerzbank-Vorstand. Doch der Aufsichtsrat entschied sich dagegen, dass Boeckhout die Führung der Bank übernimmt – also verließ er die Bank.

Ähnlich Kerem Tomak. Er kam als KI-Experte von Google und sollte das Big Data Geschäft der Commerzbank aufbauen. Allerdings erkannte er wohl, dass er bei der Commerzbank falsch ist – und verließ die Bank.

Nun können die Kunden der Bank darauf Wetten abschließen, wie gut ihr Geld bei der Bank aufgehoben ist. Und die Mitarbeiter? Sie haben die Wahl: Ist es besser, das sinkende Schiff zu verlassen oder kommt die Rettung?

Crash - Chaos - Chance

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Bargeld – Bargeldprozess von Norbert Häring

Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel – seit 2015 kämpft Nobert Häring auf dem Rechtsweg gegen die schrittweise Bargeldbschaffung.

Bargeldabschaffung – Stand in der Europäischen Union

Bargeld -
David präsentiert den Kopf des Goliath (Gustave Doré), 1866

Bargeldabschaffung würde die bürgerliche Freiheit einschränken – behaupten die Verfechter des Bargeldes.

Bargeldloser Zahlungsverkehr ist einfacher, sauberer, kostengünstiger und würde Geldströme des Terrorismus kontrollierbarer machen – behaupten die Anhänger des digitalen Geldes als Alternative zum Bargeldverkehr.

Seit 2015 kämpft Nobert Häring auf dem Rechtsweg gegen die schrittweise Bargeldbschaffung. Kämpft hier David gegen Goliath?

Ausgangspunkt des Prozesses war, dass Norbert Häring seinen Rundfunkbeitrag künftig nur noch bar entrichten wollte. Er berief sich dabei auf sein Recht nach § 14 Bundebankgesetz, wonach Euro-Banknoten zum einzigen unbeschränkten gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt werden.

Um die uneingeschränkte Verwendung des Bargeldes zu sichern, hat Norbert Häring den Klageweg bis zum Europäischen Gerichtshof (EUGH) beschritten. In seinem Urteil vom Januar 2021 hat der Gerichtshof entschieden:

Die EU-Mitgliedstaaten dürfen ihren Behörden erlauben, die Annahme von Bargeld zu verweigern. Sie dürfen aber auch per Gesetz die Behörden zur Annahme von Bargeld verpflichten.

Nunmehr müsste das Bundesverwaltungsgericht abschließend entscheiden.

Was droht uns bei Abschaffung des Bargeldes?

In einem Kommentar 26.01.2021 zum Urteil des EUGH verweist Norbert Häring auf einige Folgen der Bargeldabschaffung. Er zitiert die Zuschrift eines Ehepaares in Schweden:

„Wir wohnen seit 2004 in Schweden, wo:

  • Banken kein Bargeld annehmen, den wenigen die es noch machen, muss man einen Kontoauszug vorweisen wo das Bargeld herkommt, bevor sie es annehmen.
  • bei der Geburt jeder eine ‚Personennummer‘ bekommt (Geburtsdatum plus 4 weitere Ziffern) die man braucht für Steuern, Führerschein, Anmeldung bei allen möglichen Diensten, eigentlich überall… als gerade Hergezogene konnten wir nicht einmal ein Video in der Videothek leihen.
  • digitale Personalausweise von privaten Banken ausgestellt werden
  • Bargeldzahlung nur noch sehr begrenzt möglich ist, in Bussen z. B. gar nicht mehr, in vielen kleineren Geschäften auch nicht mehr (weil sie es ja dann wiederum nicht mehr zur Bank bringen können). Dafür gibt es Apps (“Swish”) mit denen man Überweisungen in Sekundenschnelle tätigen kann, hierfür ist ein Konto an eine Telefonnummer geknüpft (was man wiederum natürlich mit dem digitalen Personalausweis macht).”

Übrigens – Schweden lässt grüßen! Meldung des Deutschen Bundestages:

„Der Bundestag hat am Donnerstag, 28. Januar 2021, den Entwurf der Bundesregierung zur Einführung und Verwendung einer Identifikationsnummer in der öffentlichen Verwaltung und zur Änderung weiterer Gesetze (19/24226) in der vom Innenausschuss geänderten Fassung (19/26247) angenommen.“

Damit könnten personenbezogene Informationen aus über 50 staatlichen Datenbanken und Registern miteinander verbunden werden = „gläserner Bürger“.

Bargeld-Branchenverband ESTA kritisiert die Entscheidung des EUGH

Wiederholt hat sich nun der europäische Verband der Bargeldbranche, ESTA, zu diesem Verfahren geäußert. Bereits im Oktober 2020 hatte ESTA ein Positionspapier veröffentlicht und darin mit sehr guten rechtlichen Argumenten insbesondere der These des EU-Generalanwalts widersprochen, Private könnten jederzeit durch explizite oder auch nur implizite Vereinbarung die Bezahlung mit Bargeld ausschließen. ESTA stimmt Norbert Häring zu, dass die Begründung des Gerichts für die gesetzliche Einschränkung des Bargeldverkehrs fehlerhaft ist. In der umfangreichen Stellungnahme kritisiert ESTA unter anderem:

„Maßnahmen, die de jure oder de facto zur Abschaffung des Bargelds in einem Mitgliedstaat der Eurozone führen oder den Bargeldumlauf so reduzieren würden, dass der Bargeldkreislauf nicht mehr aufrechtzuerhalten ist, würden daher als unvereinbar mit der ausschließlichen Zuständigkeit der EU angesehen, da das Verschwinden des physischen Euro faktisch jegliches gesetzliche Zahlungsmittel zum Euro in diesem Land vernichten würde – genau das, was die Mitgliedstaaten laut Gerichtshof nicht tun dürfen.“

Aktuelles vom Bargeld-Prozess: Stand 30.01.2021

Mein Geld geht niemand was an

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Bargeldabschaffung – BTCA

Bargeldabschaffung – Verschwörungstheorie und tatsächliche Tendenz? Und welche Folgen hätte dies für die Bürger? Kurzer Überblick.

Bargeldabschaffung – internationale Allianz

Bargeld adé?
Quelle: crimson/Fotolia_43851093_XS

Seit 2012 gibt es die Better Than Cash Alliance (BTCA). In der Selbstdarstellung versteht sich die BTCA als „Partnerschaft“ für nachhaltige Entwicklung:

„Die Better Than Cash Alliance mit Sitz bei den Vereinten Nationen ist eine Partnerschaft von Regierungen, Unternehmen und internationalen Organisationen, die den Übergang von Bargeld zu digitalen Zahlungen beschleunigt, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen.“

Wie jede Organisation kostet sie natürlich Geld. Wo kommt dies her?

„BTCA wird finanziert von der Bill & Melinda Gates Foundation, Citi, Ford Foundation, MasterCard, Omidyar Network, U.S. Agency for International Development und Visa Inc. UNCDF fungiert als BTCA-Sekretariat. BTCA strebt eine Ausweitung auf eine Reihe von SIDS an. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 38,2 Millionen USD“

Die meisten dieser „philanthropischen“ Financiers würden von der Abschaffung des Bargelds profitieren: Visa, Mastercard, Ford Foundation, die Entwicklungshilfebehörde US-AID, Citi, Bill and Melinda Gates Foundation, das Omidyar Network des eBay-Gründers Pierre Omidyar.

Kurzer Überblick (nicht repräsentativ)

Mastercards weltweite Aktivitäten gegen Bargeld aufgedeckt: die Erfindung einer Gesundheitsgefahr durch Banknoten (bargeldverbot.info, 22.02.2021)

Wie Visa und Mastercard die EU-Kommission für eine Anti-Bargeld-Kampagne einspannten (norberthaering.de, 18.01.2021)

Wie die Bundesregierung mit Visa, Mastercard und Gates an der Bargeldbeseitigung arbeitet und dies zu verbergen suchte (mit Nachtrag zu einer weiteren irreführenden Regierungsantwort) (norberthaering.de, 18.01.2021)

Die Bundesregierung finanziert den Kampf der Better Than Cash Alliance gegen das Bargeld (norberthaering.de, 26.11.2020)

Warum die IT-Lobby den Bundestag als Werbebühne für die “Welt ohne Bargeld” missbrauchen durfte (norberthaering.de, 21.06.2020)

Es geht mit Riesenschritten voran: Bis zur nächsten Krise ist das Bargeld abgeschafft (focus.de, 29.01.2020)

Die wichtigsten Strippenzieher der globalen Kampagne gegen das Bargeld (norberthaering.de, 16.08.2018)

Wie eine gekaufte UN-Organisation mit Visa und Mastercard an der Abschaffung des Bargelds arbeitet: Teil 2: Finanzielle Inklusion als Vorwand (norberthaering.de, 17.04.2016)

Wie eine gekaufte UN-Organisation mit Visa und Mastercard an der Abschaffung des Bargelds arbeitet (1) (norberthaering.de, 12.04.2016)

„Abschaffung wäre kaum mit dem Grundgesetz zu vereinbaren“ (wiwo.de, 16.02.2016)

Crash - Chaos - Chance

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Digitale Zentralbankwährungen – die Geld-Apokalypse

Digitale Zentralbankwährungen – was unterscheidet sie von Kryptowährungen? Sind sie nicht nur ein zeitgemäßer Ersatz für Bargeld?

Ein Kommentar von Ernst Wolff

Ernst Wolff listet in 10 Punkten auf, was dieses digitale Zentralbankgeld, auch CBDC für Central Bank Digital Currency genannt, für uns bedeutet.

Eine andere (?) Sicht liefert der Wirtschaftsdienst, Zeitschrift für Wirtschaftspolitik in Heft 5/2019 auf „Digitales Zentralbankgeld als neues Instrument der Geldpolitik„:

„Das digitale Zentralbankgeld ist ein zentrales System. Im Unterschied zu privat emittierten digitalen Währungen wie Bitcoin oder Ethereum gibt es mit der Zentralbank einen klar identifizierbaren Emittenten, der das Funktionieren des Systems gewährleistet und diskretionär über die „Spielregeln“ entscheidet. Für die generelle Akzeptanz von digitalem Geld dürfte eine verantwortliche Institution von Vorteil sein.“

Gerade die zentralisierte Entscheidung über die „Spielregeln“ ist ein entscheidender Kritikpunkt von Ernst Wolff – und nicht nur von ihm.

Digitale Zentralbankwährungen sind auf keinen Fall mit den besser bekannten Kryptowährungen vergleichbar, sondern als ihr Gegenstück gedacht.

Weitergehende Erläuterungen aus der Sicht des Bank- und Finanzrechts enthält der Beitrag „Digitales Zentralbankgeld: vom Bitcoin zum digitalen Euro„.

Schließlich hier noch eine kurze Zusammenfassung der Rede von Bundesbankpräsident Dr. Jens Weidmann auf der virtuellen Konferenz „Future of Payments in Europe“:
Der digitale Euro als Zentralbankgeld? Abwägung von Bundes­bank­präsident Dr. Weidmann

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