Finanzkongress 2021- Clever Sparen lernen

Finanzkongress 2021 vom 16. bis 18. März 2021 auf keinen Fall verpassen! – Übrigens kennst Du diese 3 Risiken beim Sparen?

Finanzkongress 2021

Finanzkongress 2021„Wohlstand fängt mit Sparen an“, „Auf Sparen folgt Haben“, oder „Spare in der Zeit, so hast Du in der Not“ – kennst Du solche Weisheiten?

Am meisten sparen die Bundesbürger auf dem Girokonto, dem Sparbuch oder in Renten- sowie Kapitallebensversicherungen. Nur die Anzahl der Bürger mit Lebensversicherung oder Bausparvertrag ist in den letzten 10 Jahren gesunken. Die anderen Anlageformen nutzen die Bürger wie eh und je.

Und wo kommt das Geld fürs Sparen her?

Bei den meisten stammt das Ersparte aus der eigenen Arbeit. Sie handeln nach der Maxime des armen Vaters von Robert Kiyosaki:

“Arbeite hart und spare dein Geld“.

Demgegenüber meinte sein reicher Vater:

„Wenn du wohlhabend und finanziell abgesichert sein willst, dann werden harte Arbeit und Geld sparen nicht ausreichen“.

Für letztere gab es viele Gründe. Sein reicher Vater war nicht wohlhabend geworden, indem er seine Zeit gegen Geld tauschte, hart arbeitete und Geld sparte.

Er wusste, dass hart zu arbeiten und Geld zu sparen, für die meisten Menschen gut war. Allerdings nicht für jene, die mehr als „Sicherheit und Komfort“ wollten.

Er berief sich dafür insbesondere auf 3 Gründe:

1. Steuern!

Menschen, die hart arbeiten und mühsam davon etwas Geld sparen, haben es viel schwerer ein Vermögen aufzubauen, weil sie ständig besteuert werden:

  • Sie zahlen Steuern, wenn sie Geld verdienen (Einkommensteuer).
  • Sie zahlen Steuern, wenn sie sparen (Kapitalertragsteuer).
  • Sie zahlen Steuern, wenn sie Geld ausgeben (Mehrwertsteuer).
  • Sie zahlen Steuern, wenn sie sterben (Erbschaftsteuer)…

Alles in Allem zahlen „Arbeitnehmer“ ca. 50 % ihres im Schweiße des Angesichts erarbeiteten Geldes an Steuern und anderen Abgaben.

Prüfe selbst:

Angenommen, du bist angestellt und bekommst jeden Monat 6.000 € Bruttogehalt, was für viele sehr, sehr viel Geld ist. Dann heißt das keinesfalls, dass diese Summe auf deinem Konto landet. Denn bevor das Geld dort ankommt, musst du Steuern und Sozialabgaben bezahlen.

Die Rechnung sieht etwa so aus:

Dein Gehalt:+6.000 €
Minus Steuern und Abgaben:-2.400 €
Tatsächlich auf deinem Konto ca.:=3.600 €

Von 6.000 € gehen also rund 40 % an Steuern und Abgaben weg. So fließen letztendlich nur 3.600 € auf dein Konto.

Nur über diesen Betrag kannst du tatsächlich verfügen.

Davon zahlst du deine Miete, Nahrungsmittel, dein Auto und weitere Ausgaben. Auf einen erheblichen Teil dieser Ausgaben zahlst du nochmals Steuern, nämlich „Mehrwertsteuer„, in der Regel (noch) 19 %.

Was viele gar nicht berücksichtigen: Das ist aber noch nicht alles…

Dein Unternehmen zahlt auch noch einen Anteil in die Sozialversicherung – den sogenannten „Arbeitgeberanteil“. Das sind noch einmal gut 25 % deines Bruttogehalts oder 1.500 €.

Von den insgesamt rund 7.500 €, die dein Unternehmen zahlt, fließen also reichlich 3.900 € als Steuern und Sozialabgaben weg – es bleiben dann 3.600 € = weniger als die Hälfte zu deiner Verfügung.

Auch aus diesem Grund ist es für Angestellte so verdammt schwer, Vermögen aufzubauen. Sie müssen erst Steuern zahlen und können nur das übrig gebliebene Geld investieren.

Und wie sieht das bei Unternehmern aus? – Genau umgekehrt!

Sie investieren erst und zahlen nur auf das übrige Geld Steuern.

Robert Kiyosakis reicher Vater erklärte außerdem, dass auch ein weiterer Grund das Sparen erschwert:

2. Inflation

Stell dir vor, du hast 10.000 € auf der Bank.

Wieviel Zinsen bekommt man heute dafür?

Kaum mehr als 1 % pro Jahr – häufig deutlich weniger. Doch lassen wir mal 1 % gelten, dann sind das in einem Jahr 100 € Zinsen.

Natürlich gibt es auf solche „Gewinne“ auch eine Steuer. Die „Kapitalertragssteuer“ von zur Zeit 25 %.

Also gehen von deinen hart ersparten brutto 100 € gleich 25 € an den Staat. An den verbleibenden 75 € netto zuzügliche den ersparten 10.000 € nagt dann die Inflation.
Die Kaufkraft der 10.075 € sinkt jedes Jahr immer stärker.

Sicher hast du bemerkt, wie vieles in den letzten Jahren teurer geworden ist: Miete, Benzin, Strom, Lebensmittel…

Warum wird vieles teurer, obwohl immer mehr günstig im Ausland produziert wird? Woran das liegt?

Unser Geld verliert immer mehr an Wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) druckt Geld und überflutet damit die Wirtschaft.

Einfach ausgedrückt: Es gibt immer mehr Geld und dadurch wird der einzelne Euro immer weniger wert

Die Zinsen auf der Bank werden also jedes Jahr durch Steuern und die Inflation aufgefressen. Das Ergebnis ist unter dem Strich oft ein schleichender, mit den Jahren aber deutlicher Verlust.

Deswegen ist es ein schwerer Weg, mit harter Arbeit und Geld sparen wohlhabend zu werden.

Und damit zum vorläufig letzten Punkt:

3. Angst vor Risiken

Wer hart arbeitet um Geld zu sparen, möchte sich ursprünglich damit eine „finanzielle Sicherheit“ aufbauen. Doch oft sitzt die Angst im Nacken, hart verdientes Geld zu verlieren.

Wer hart arbeitet und spart hat oft Angst vor Investitionen, weil sie riskant sein könnten. Und was riskant ist, vermeidest du – besonders, wenn es Dir fremd ist.

„Für den Verstand ist alles Neue mit Risiko verbunden, weil noch keine Erfahrungswerte vorliegen.“ (Nikolaus B. Enkelmann)

Vielleicht hilft es jedoch, mehr über Risiken und den Schutz davor zu lernen?

Vielleicht ist es ja gerade riskant, das wenige ersparte Geld auf dem „sicheren“ Konto zu lassen? Denn dort „verbrennt“ es gegen deinen Willen. Im Schlimmsten Fall wird dir gar der Zugriff plötzlich versperrt!

Vielleicht wäre es viel besser zu lernen, wie du aus diesem selbst gewählten Käfig herauskommst?

Dann könnte es für die sehr nützlich sein, etwas in mehr „finanzielle Intelligenz“ zu investieren.

Leider lernen wir in unseren Schulen davon so gut wie nichts. Es liegt an jedem einzelnen von uns, sich finanziell weiterzubilden – und unsere Kinder finanziell zu unterrichten.

Das tun die Wohlhabenden seit Generationen.

Zum Beispiel hatte der Sohn von Robert Kiyosakis reichem Vater, Mike, ein Investment Portfolio von $ 200.000 als er 15 Jahre alt war. Denn sein Vater half ihm:

„Ob er später entscheidet, Polizist, Politiker oder Dichter zu werden, als erstes will ich, dass er Investor wird. Du wirst wohlhabender werden, wenn du lernst ein Investor zu sein, egal womit du später dein Geld verdienst.“

Wenn dir diese Informationen gefallen haben und du dein finanzielles Know-How erweitern möchtest, dann gibt es gute Neuigkeiten für dich.

Finanzkongress 2021 – Clever Sparen lernen

Es gibt eine Reihe guter Angebote für dich – hier eine brandaktuelle Empfehlung:

Finanzkongress 2021
vom 16. bis 18. März 2021
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– Aktien,
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Alles Weitere zum Finanzkongress 2021 erfährst du hier.

Was als nächstes zu tun ist:

Klicke hier um dich zu registrieren.

Wie gesagt, du kannst kostenlos am Finanzkongress teilnehmen, wenn du jetzt dein Ticket reservierst.

An dem angegebenen Termin kannst du dann einfach vom Computer aus teilnehmen.

Wenn du also lernen willst, wie du deine Rendite maximieren und gleichzeitig weniger Risiko haben kannst, dann registriere dich jetzt hier für den Finanzkongress 2021.

Ich bin übrigens auch dabei mit einem Beitrag zu „9 Maßnahmen, um Steuern auf Abfindungen zu sparen und in eigenes Vermögen umzuwandeln„.

Wir treffen uns? Zum Finanzkongress…

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Mastercard – Bargeld – Gesundheit

Mastercard und Bargeld – da scheint es eine Verbindung zu geben. Aber auch mit Gesundheit? Lesen Sie selbst…

Mastercard sorgt sich um Ihre Gesundheit…

Mastercard vs. Bargeldund das eigene Geschäft. Nun ist es zunächst nichts Ehrenrühriges, wenn sich ein Unternehmen um sein Geschäft kümmert. Wenn das jedoch mit Desinformationen Verfälschungen und ähnlichen ehrenrührigen Aktivitäten verbunden ist, sollte man vorsichtig sein.

Hakon von Holst hat auf dem Blog bargeldverbot.info in einem Beitrag Fakten zusammengetragen, wie sich der amerikanische Kreditkartenkonzern Mastercard einer Welt ohne Bargeld verschrieben hat.

Die Methoden, die der Konzern dabei anwendet, kommen aufmerksamen Zeitgenossen sicher gerade in Erfahrung der Corona-Wahndemie sehr bekannt vor.

Im März 2013 hatte Mastercard die Universität in Oxford beauftragt, einmal zu prüfen, wieviel Keime sich auf Banknoten finden lassen. Damit begann eine weltweite Kampagne für eine „saubere“ Bezahlung. Denn Mastercard begann weltweit die öffentliche Meinung zu manipulieren und zugunsten digitaler Zahlungsmittel umzustimmen.

Bargeld sei nicht nur unhygienisch, sondern auch gesundheitsgefährdend.

Im Frühjahr 2020 erlebt die Anti-Bargeldkampagne eine Wiedergeburt – Corona sei Dank.

Es klingt ja auch so logisch: Auf Banknoten, die durch viele Hände gehen, müssen ja viele Bakterien sein. Da erscheinen Kreditkarten viel hygienischer und gesünder. Sie sind sogar abwaschbar.

Was jedoch nicht veröffentlicht wird. Nur wenige Bakterien lösen sich von baumwollbasierten Banknoten wie dem Euro (untersucht wurde der 1-Dollar-Schein mit 25 % Leinen- und 75 % Baumwollanteil). Und wenn, dann geschieht das in einem Umfeld, in dem Bakterien schon länger existieren, als die Menschheit. Abgesehen davon lösen sich in der Regel nicht mehr als 0,1–0,3 % (im Maximum 0,7 %) der Bakterien an der berührten Stelle und haften dann am Finger. Bei Viren liegt die Quote bei zwischen 0,1 und 1,5 %.

Darüber hinaus wurde bei der Untersuchung festgestellt: Bei glatten, unporösen Gegenständen funktioniert die Übertragung bis zu 250 Mal besser als bei der Banknote.

Ausführlich lesen Sie den Blogbeitrag auf bargeldverbot.info.

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Wind oder Sturm – was passiert in Deutschland 2021

Wind der Veränderung

Im Rubikon-Exklusivinterview fordert der US-amerikanische Professor William Toel den Rücktritt der deutschen Bundesregierung im Frühjahr 2021.

von Flavio von Witzleben

Wie schafft es die deutsche Regierung, derart strenge Maßnahmen durchzusetzen, ohne den Rückhalt in der Bevölkerung zu verlieren? Dies ist nur so lange möglich, wie den Menschen einerseits Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie gemacht werden kann und andererseits die wirtschaftlichen Folgeschäden im Verborgenen bleiben. Es ist jedoch nur noch eine Frage der Zeit, bis die ökonomischen und sozialen Folgen der Pandemiepolitik auch in der Breite sichtbar werden. Diese Politik der Selbstzerstörung hatte sich in den vergangenen Jahren bereits angekündigt und wird in der Coronakrise lediglich forciert. Wer den Medienberichten Glauben schenkt, mag zu dem Eindruck kommen, dass Deutschland aktuell gut durch die Krise kommt und dass es keinen Grund zur Besorgnis gibt. Doch der Schein trügt.

Im Gespräch mit dem US-amerikanischen Professor für Ökonomie, Finanzwirtschaft und Marketing William Toel wird diesem medialen Narrativ nachgegangen sowie der Frage, inwieweit Politik bereits „vor Corona“ zu Ungunsten der deutschen Bevölkerung geführt worden ist. Toel sieht, ausgelöst durch politisches Versagen der vergangenen Jahre, auf Deutschland einen „Perfekten Sturm“ zukommen, der mit dem Rücktritt der Bundesregierung im Frühjahr 2021 beginnt und weitreichende wirtschaftspolitische sowie gesellschaftliche Folgen haben werde. Welche Folgen kommen nun auf unsere Gesellschaft und die Wirtschaft im Zuge der Coronakrise zu?

Viele Menschen gehen immer noch davon aus, dass eine baldige Rückkehr zur Normalität möglich sei. Dafür müsse lediglich eine breite Masse gegen das Virus geimpft und der Lockdown samt seiner weitergehenden Beschränkungen eingehalten werden. So weit, so naiv. Die massiven wirtschaftlichen Folgen werden spätestens mit der Aussetzung der Insolvenzmeldepflicht am 31. Januar 2021 sichtbar werden — und verschärfte Maßnahmen bis April 2021 sind mittlerweile öffentlich kommuniziert worden.

Angesprochen auf die wirtschaftlichen Schäden der staatlichen Maßnahmen, führt William Toel im Interview mit Rubikon aus, dass in den kommenden Monaten eine Inflation bevorstehe, die massiven Schaden vor allem am Herzstück der deutschen Wirtschaft, dem weltweit bewunderten „German Mittelstand“, anrichten werde.

William Toel betont, dass das Vertrauen in die Politik Angela Merkels bereits in den Jahren der Migrationskrise verspielt worden sei, da nicht offen und transparent über die Beweggründe gesprochen wurde. Die Politik in Deutschland sei „erodiert“ und wirkliche Alternativen zum eingeschlagenen Weg seien kaum mehr vorhanden. Darüber hinaus berichte die Presse nicht in ausreichendem Maße kritisch über das politische Geschehen. William Toel blickt daher mit großer Sorge nach Deutschland, denn er stellt zu Krisenzeiten fest: „German People have no choices, they are not able to think on their own ─ Die Deutschen haben keine Wahl, sie sind nicht imstande, eigenständig zu denken”. Gleichzeitig führt er jedoch aus, dass Deutschland das Land der Zukunft sein wird, wenn es den „Perfekten Sturm“ überwunden hat.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Rubikon am 01.01.2020 und ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen darf er verbreitet und vervielfältigt werden.

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Commerzbank – Geldsicherheit bei Banken

 

Commerzbank, Banken überhaupt genießen bei Sparern immer noch ein relativ hohes Vertrauen. Doch wie sicher ist das Geld dort aktuell?

Commerzbank – ein Dilemma

Die Commerzbank wurde 1870 als unabhängiges Finanzinstitut gegründet. Hanseatische Kaufleute sowie Banker für den Firmen- und Privatkundenbereich gründeten die Commerz- und Disconto-Bank in Hamburg. Besonders der deutsche Mittelstand schätzte die Bankdienstleistungen des Hauses. Noch im Jahr 2007 erzielte die Bank 1,9 Milliarden Euro Gewinn nach Steuern, 2018 galt sie als viertgrößte Bank Deutschlands gemessen an der Bilanzsumme.

Doch was ist davon geblieben?

Commerzbank Chart
finanzen.net-Grafik – Kurs und Dividende

Der Kurs pro Aktie sank von 207 Euro im Jahr 2000 bis heute um 97,53 Prozent und pendelt nun um die Marke von fünf Euro. Gabor Steingart kommentierte das in einem Monrning Briefing mit den Worten:

„Mittlerweile sind ein paar Frankfurter Würstchen mit Senf mehr Wert als der Anteilsschein der Commerzbank.“

Nun plant das Institut brutto 10.000 Stellen abzubauen. Arbeiteten die Mitarbeiter so schlecht, oder ist der Stellenabbau Folge von ideenloser Geschäfts- und Nullzinspolitik?

Betroffen von den Stellenstreichungen ist vor allem das Privat- und Unternehmenskundengeschäft. Beide Bereiche bildeten früher das Rückgrat der Bank. Die Beendigung der nunmehr „unprofitablen Kundenbeziehungen“ empört Kreise des deutschen Mittelstands. Auch Millionäre sind von Kontenkündigungen betroffen.

Insider fragen sich: Wenn sich die Bank massiv vom Geschäft trennt, gehen Erträge verloren – bei nahezu konstantem Kostenblock. Wenn das Institut immer kleiner wird und immer größere rote Zahlen schreibt – kann das die Lösung sein?

Warum ist die Bank in der Krise?

Die hauptsächlichsten Versäumnisse des Managements reichen weit zurück:

1. Gewinn bringt Banken in den letzten Jahren vor allem das Investmentbanking. Das wurde bei der Commerzbank nie wirklich entwickelt. Struktur und Geschäft der Bank stammen aus dem 19. Jahrhundert.

2. Der ausgeschiedene Vorstandschef Martin Zielke setzte jahrelang auf das Filial-Geschäft – doch wohl nicht auf das Kundengeschäft? Jetzt sollen 340 von 790 Filialen geschlossen werden.

3. Die Bank soll über eine veraltete IT-Infrastruktur verfügen. Ebenso fehlen innovative Finanz-Apps. Gerade für moderne digitale Prozesse fehlen wohl innovative Köpfe.

Große Hoffnungen setzten wohl Mitarbeiter und Aktionäre auf Roland Boeckhout. Er  leitete sieben Jahre lang erfolgreich die Online-Bank ING-DiBa. Seit Januar 2020 gehörte er dem Commerzbank-Vorstand. Doch der Aufsichtsrat entschied sich dagegen, dass Boeckhout die Führung der Bank übernimmt – also verließ er die Bank.

Ähnlich Kerem Tomak. Er kam als KI-Experte von Google und sollte das Big Data Geschäft der Commerzbank aufbauen. Allerdings erkannte er wohl, dass er bei der Commerzbank falsch ist – und verließ die Bank.

Nun können die Kunden der Bank darauf Wetten abschließen, wie gut ihr Geld bei der Bank aufgehoben ist. Und die Mitarbeiter? Sie haben die Wahl: Ist es besser, das sinkende Schiff zu verlassen oder kommt die Rettung?

Crash - Chaos - Chance

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Bargeld – Bargeldprozess von Norbert Häring

Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel – seit 2015 kämpft Nobert Häring auf dem Rechtsweg gegen die schrittweise Bargeldbschaffung.

Bargeldabschaffung – Stand in der Europäischen Union

Bargeld -
David präsentiert den Kopf des Goliath (Gustave Doré), 1866

Bargeldabschaffung würde die bürgerliche Freiheit einschränken – behaupten die Verfechter des Bargeldes.

Bargeldloser Zahlungsverkehr ist einfacher, sauberer, kostengünstiger und würde Geldströme des Terrorismus kontrollierbarer machen – behaupten die Anhänger des digitalen Geldes als Alternative zum Bargeldverkehr.

Seit 2015 kämpft Nobert Häring auf dem Rechtsweg gegen die schrittweise Bargeldbschaffung. Kämpft hier David gegen Goliath?

Ausgangspunkt des Prozesses war, dass Norbert Häring seinen Rundfunkbeitrag künftig nur noch bar entrichten wollte. Er berief sich dabei auf sein Recht nach § 14 Bundebankgesetz, wonach Euro-Banknoten zum einzigen unbeschränkten gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt werden.

Um die uneingeschränkte Verwendung des Bargeldes zu sichern, hat Norbert Häring den Klageweg bis zum Europäischen Gerichtshof (EUGH) beschritten. In seinem Urteil vom Januar 2021 hat der Gerichtshof entschieden:

Die EU-Mitgliedstaaten dürfen ihren Behörden erlauben, die Annahme von Bargeld zu verweigern. Sie dürfen aber auch per Gesetz die Behörden zur Annahme von Bargeld verpflichten.

Nunmehr müsste das Bundesverwaltungsgericht abschließend entscheiden.

Was droht uns bei Abschaffung des Bargeldes?

In einem Kommentar 26.01.2021 zum Urteil des EUGH verweist Norbert Häring auf einige Folgen der Bargeldabschaffung. Er zitiert die Zuschrift eines Ehepaares in Schweden:

„Wir wohnen seit 2004 in Schweden, wo:

  • Banken kein Bargeld annehmen, den wenigen die es noch machen, muss man einen Kontoauszug vorweisen wo das Bargeld herkommt, bevor sie es annehmen.
  • bei der Geburt jeder eine ‚Personennummer‘ bekommt (Geburtsdatum plus 4 weitere Ziffern) die man braucht für Steuern, Führerschein, Anmeldung bei allen möglichen Diensten, eigentlich überall… als gerade Hergezogene konnten wir nicht einmal ein Video in der Videothek leihen.
  • digitale Personalausweise von privaten Banken ausgestellt werden
  • Bargeldzahlung nur noch sehr begrenzt möglich ist, in Bussen z. B. gar nicht mehr, in vielen kleineren Geschäften auch nicht mehr (weil sie es ja dann wiederum nicht mehr zur Bank bringen können). Dafür gibt es Apps (“Swish”) mit denen man Überweisungen in Sekundenschnelle tätigen kann, hierfür ist ein Konto an eine Telefonnummer geknüpft (was man wiederum natürlich mit dem digitalen Personalausweis macht).”

Übrigens – Schweden lässt grüßen! Meldung des Deutschen Bundestages:

„Der Bundestag hat am Donnerstag, 28. Januar 2021, den Entwurf der Bundesregierung zur Einführung und Verwendung einer Identifikationsnummer in der öffentlichen Verwaltung und zur Änderung weiterer Gesetze (19/24226) in der vom Innenausschuss geänderten Fassung (19/26247) angenommen.“

Damit könnten personenbezogene Informationen aus über 50 staatlichen Datenbanken und Registern miteinander verbunden werden = „gläserner Bürger“.

Bargeld-Branchenverband ESTA kritisiert die Entscheidung des EUGH

Wiederholt hat sich nun der europäische Verband der Bargeldbranche, ESTA, zu diesem Verfahren geäußert. Bereits im Oktober 2020 hatte ESTA ein Positionspapier veröffentlicht und darin mit sehr guten rechtlichen Argumenten insbesondere der These des EU-Generalanwalts widersprochen, Private könnten jederzeit durch explizite oder auch nur implizite Vereinbarung die Bezahlung mit Bargeld ausschließen. ESTA stimmt Norbert Häring zu, dass die Begründung des Gerichts für die gesetzliche Einschränkung des Bargeldverkehrs fehlerhaft ist. In der umfangreichen Stellungnahme kritisiert ESTA unter anderem:

„Maßnahmen, die de jure oder de facto zur Abschaffung des Bargelds in einem Mitgliedstaat der Eurozone führen oder den Bargeldumlauf so reduzieren würden, dass der Bargeldkreislauf nicht mehr aufrechtzuerhalten ist, würden daher als unvereinbar mit der ausschließlichen Zuständigkeit der EU angesehen, da das Verschwinden des physischen Euro faktisch jegliches gesetzliche Zahlungsmittel zum Euro in diesem Land vernichten würde – genau das, was die Mitgliedstaaten laut Gerichtshof nicht tun dürfen.“

Aktuelles vom Bargeld-Prozess: Stand 30.01.2021

Mein Geld geht niemand was an

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Bargeldabschaffung – BTCA

Bargeldabschaffung – Verschwörungstheorie und tatsächliche Tendenz? Und welche Folgen hätte dies für die Bürger? Kurzer Überblick.

Bargeldabschaffung – internationale Allianz

Bargeld adé?
Quelle: crimson/Fotolia_43851093_XS

Seit 2012 gibt es die Better Than Cash Alliance (BTCA). In der Selbstdarstellung versteht sich die BTCA als „Partnerschaft“ für nachhaltige Entwicklung:

„Die Better Than Cash Alliance mit Sitz bei den Vereinten Nationen ist eine Partnerschaft von Regierungen, Unternehmen und internationalen Organisationen, die den Übergang von Bargeld zu digitalen Zahlungen beschleunigt, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen.“

Wie jede Organisation kostet sie natürlich Geld. Wo kommt dies her?

„BTCA wird finanziert von der Bill & Melinda Gates Foundation, Citi, Ford Foundation, MasterCard, Omidyar Network, U.S. Agency for International Development und Visa Inc. UNCDF fungiert als BTCA-Sekretariat. BTCA strebt eine Ausweitung auf eine Reihe von SIDS an. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 38,2 Millionen USD“

Die meisten dieser „philanthropischen“ Financiers würden von der Abschaffung des Bargelds profitieren: Visa, Mastercard, Ford Foundation, die Entwicklungshilfebehörde US-AID, Citi, Bill and Melinda Gates Foundation, das Omidyar Network des eBay-Gründers Pierre Omidyar.

Kurzer Überblick (nicht repräsentativ)

Mastercards weltweite Aktivitäten gegen Bargeld aufgedeckt: die Erfindung einer Gesundheitsgefahr durch Banknoten (bargeldverbot.info, 22.02.2021)

Wie Visa und Mastercard die EU-Kommission für eine Anti-Bargeld-Kampagne einspannten (norberthaering.de, 18.01.2021)

Wie die Bundesregierung mit Visa, Mastercard und Gates an der Bargeldbeseitigung arbeitet und dies zu verbergen suchte (mit Nachtrag zu einer weiteren irreführenden Regierungsantwort) (norberthaering.de, 18.01.2021)

Die Bundesregierung finanziert den Kampf der Better Than Cash Alliance gegen das Bargeld (norberthaering.de, 26.11.2020)

Warum die IT-Lobby den Bundestag als Werbebühne für die “Welt ohne Bargeld” missbrauchen durfte (norberthaering.de, 21.06.2020)

Es geht mit Riesenschritten voran: Bis zur nächsten Krise ist das Bargeld abgeschafft (focus.de, 29.01.2020)

Die wichtigsten Strippenzieher der globalen Kampagne gegen das Bargeld (norberthaering.de, 16.08.2018)

Wie eine gekaufte UN-Organisation mit Visa und Mastercard an der Abschaffung des Bargelds arbeitet: Teil 2: Finanzielle Inklusion als Vorwand (norberthaering.de, 17.04.2016)

Wie eine gekaufte UN-Organisation mit Visa und Mastercard an der Abschaffung des Bargelds arbeitet (1) (norberthaering.de, 12.04.2016)

„Abschaffung wäre kaum mit dem Grundgesetz zu vereinbaren“ (wiwo.de, 16.02.2016)

Crash - Chaos - Chance

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Digitale Zentralbankwährungen – die Geld-Apokalypse

Digitale Zentralbankwährungen – was unterscheidet sie von Kryptowährungen? Sind sie nicht nur ein zeitgemäßer Ersatz für Bargeld?

Ein Kommentar von Ernst Wolff

Ernst Wolff listet in 10 Punkten auf, was dieses digitale Zentralbankgeld, auch CBDC für Central Bank Digital Currency genannt, für uns bedeutet.

Eine andere (?) Sicht liefert der Wirtschaftsdienst, Zeitschrift für Wirtschaftspolitik in Heft 5/2019 auf „Digitales Zentralbankgeld als neues Instrument der Geldpolitik„:

„Das digitale Zentralbankgeld ist ein zentrales System. Im Unterschied zu privat emittierten digitalen Währungen wie Bitcoin oder Ethereum gibt es mit der Zentralbank einen klar identifizierbaren Emittenten, der das Funktionieren des Systems gewährleistet und diskretionär über die „Spielregeln“ entscheidet. Für die generelle Akzeptanz von digitalem Geld dürfte eine verantwortliche Institution von Vorteil sein.“

Gerade die zentralisierte Entscheidung über die „Spielregeln“ ist ein entscheidender Kritikpunkt von Ernst Wolff – und nicht nur von ihm.

Digitale Zentralbankwährungen sind auf keinen Fall mit den besser bekannten Kryptowährungen vergleichbar, sondern als ihr Gegenstück gedacht.

Weitergehende Erläuterungen aus der Sicht des Bank- und Finanzrechts enthält der Beitrag „Digitales Zentralbankgeld: vom Bitcoin zum digitalen Euro„.

Schließlich hier noch eine kurze Zusammenfassung der Rede von Bundesbankpräsident Dr. Jens Weidmann auf der virtuellen Konferenz „Future of Payments in Europe“:
Der digitale Euro als Zentralbankgeld? Abwägung von Bundes­bank­präsident Dr. Weidmann

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Familienentlastungen 2021

Familienentlastungen 2021 – Was ist gut für Familien? Was wird 2021 anders? Wichtige Änderungen im Überblick

Familienentlastungen 2021 – unanbhängig von Corona

Familienentlastung 2021
Foto: djd/BVR/Getty Images/Geber86

(djd). Corona bestimmt auch zum Jahreswechsel die Schlagzeilen weltweit. Der deutsche Staat wird im kommenden Jahr vielen Betrieben unter die Arme greifen müssen, Art und Umfang der Hilfen hängen vom Fortgang der Pandemie ab. Aber auch ganz unabhängig von Corona ändert sich 2021 einiges, der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) hat wichtige Neuerungen zusammengestellt.

Kindergeld wird erhöht

Ab dem neuen Jahr steigt das Kindergeld um jeweils 15 Euro auf 219 Euro für das erste und zweite Kind, auf 225 Euro für das dritte sowie auf 250 Euro für das vierte und jedes weitere Kind. Der Kinderfreibetrag pro Elternteil beträgt nun 2.730 Euro. Das sind 144 Euro mehr. Der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf beläuft sich auf 1.464 Euro pro Elternteil.

Neue Elterngeld- und Elternzeit-Regeln

Beim Elterngeld wird der sogenannte Partnerschaftsbonus neu geregelt. Eltern erhalten ihn, wenn beide parallel in Teilzeit arbeiten. Künftig können Eltern die Bezugsdauer flexibel zwischen zwei und vier Monaten wählen. Bisher galt eine feste Bezugsdauer von vier Monaten. Zudem wird der Stundenkorridor, in dem Eltern neben dem Bezug von Elterngeld arbeiten können, auf 24 bis 32 Stunden erweitert, bisher waren es 25 bis 30 Stunden.

Neue Grundrente tritt in Kraft

Anspruchsberechtigt für die neue Grundrente ist, wer mindestens 33 Jahre lang gearbeitet, Kinder erzogen und Angehörige gepflegt hat, aber im Durchschnitt wenig verdient hat – über die gesamte Zeit höchstens 80 Prozent des Jahresdurchschnittsverdienstes. Diese Personen – rund 1,3 Millionen Menschen – erhalten damit einen Zuschlag auf ihre Rente. Er beträgt bis zu 418 Euro im Monat. Ob ein Anspruch auf Grundrente besteht, wird automatisch geprüft.

Beim Online-Einkauf: starke Kundenauthentifizierung erforderlich

Wer beim Online-Shopping mit seiner Mastercard oder Visa-Karte bezahlen will, muss künftig registriert sein. Um Zahlungen noch stärker zu schützen, erhalten Kunden beim Online-Einkauf mit ihrer Kreditkarte eine Nachricht mit den Transaktionsdaten über eine App oder per SMS inklusive der individuellen TAN aufs Smartphone. Die Registrierung erfolgt einfach und kostenlos etwa über die Webseite der Volksbank oder Raiffeisenbank vor Ort oder unter www.sicher-online-einkaufen.de.

Immobilienverkauf: Maklerkosten werden geteilt

Verkäufer einer Immobilie, die einen Makler beauftragen, müssen die Kosten dafür künftig mittragen. Dies regelt das neue Gesetz zur Maklerprovision. Käufer brauchen demnach nur noch maximal die Hälfte der Maklerkosten zu übernehmen.

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Reichtumsquelle – wie Amazon-Chef Jeff Bezos reich wird

Reichtumsquelle – Amazon-Chef Jeff Bezos gilt als reichster Mann der Welt und größter Gewinner der Corona-Pandemie. Er kennt die Quelle.

Jeff Bezos – einer der erfolgreichsten Corona-Profiteure

Jeff Bezos gilt aktuell als reichster Mann der Welt. Und wir alle helfen dabei mehr oder weniger kräftig mit – gerade in diesen Wochen und Monaten. Wollte man sein Vermögen konkret beziffern, so müsste man sich ständig korrigieren:

„An einem guten Tag vermehrt sich das Vermögen auch mal um drei Milliarden: Vergangene Woche verkaufte er Aktien seines Unternehmens im Wert dieser Summe. Seit Jahresbeginn ist der Kurs zudem um 75 Prozent gestiegen. Die weltweite Homeshopping-Lust während der Pandemie-Beschränkungen läuft Bezos direkt in die Taschen.“ (morgenspost.de, 12.11.2020)

Für diesen Reichtum gibt es mehrere Quellen. Auf zwei dieser Quellen sei hier kurz verwiesen.

Reichtumsquelle Ausbeutung natürlicher Ressourcen

Aus dem neuen „Oceana-Bericht“ vom 15.12.2020 geht hervor, dass Amazons-Plastikverpackungen ein großes Umweltproblem darstellen.

„Der digitale Handel hat sich zu einer lebenswichtigen Ressource entwickelt, aber ein neuer Bericht zeigt, dass unsere Bequemlichkeit ihren Preis hat. Eine Analyse von Oceana legt nahe, dass Amazon im letzten Jahr schwindelerregende 465 Millionen Pfund an Plastikverpackungsmüll erzeugt hat, und dieses Jahr dürfte es noch schlimmer werden.“ (Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator – kostenlose Version)

Der Studie zufolge erzeugte Amazon im Jahr 2019 etwa 211.000 Tonnen Kunststoffverpackungsabfall. Dieser Abfall bestehe „aus Luftkissen, Luftpolsterfolie und anderen Plastikverpackungen“ der insgesamt „etwa 7 Milliarden Amazon-Pakete“, die 2019 weltweit verschickt wurden. Der Plastikmüll würde ausreichen, um „in Form von Luftkissen die Erde mehr als 500 Mal“ zu umschließen.

Damit ist Amazon Oceana zufolge einer der größten Meeresverschmutzer. Der Plastikmüll habe besonders verheerende Auswirkungen, weil er nicht natürlich abgebaut wird. Besonders die Ökosysteme im Meer seien betroffen, erklärt Anne Schroeer von Oceana:

„Wale und Meeresschildkröten verwechseln Plastikfolien und Plastikbeutel mit Nahrung, was in vielen Fällen für diese Tiere tödlich endet.“

Wie die tagesschau ebenfalls am 15.12.2020 berichtet, zweifelt Amazon sofort die Ergebnisse der Studie an.

„Oceana habe Plastikverbrauch des Konzerns ‚drastisch falsch berechnet und um mehr als 350 Prozent zu hoch angegeben‘, sagt ein Amazon-Sprecher dazu. Man verwende etwa lediglich ein Viertel der im Bericht geschätzten Menge an Plastikverpackungen.“

Lassen wir mal die mathematische Relation zwischen „350 Prozent zu hoch“ und „lediglich ein Viertel“ beiseite,  bleibt dennoch eine hochgradige Umweltverschmutzung im Interesse der Profitmaximierung.

„Lars Gutow vom Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven sieht keinen Anlass, die Schlussfolgerungen der Oceana-Studie grundsätzlich infrage zu stellen. Es sei nachvollziehbar, wie die Zahlen hergeleitet wurden. Zwar gebe es bei solchen globalen Schätzungen immer eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich der genauen Zahl, sie vermittelten aber einen Eindruck von der Größenordnung.“

Reichtumsquelle Ausbeutung der Arbeitskräfte

Während die von Karl Marx entdeckte „normale“ kapitalistische Ausbeutung von Arbeitskräften in Form von Lohnarbeit weitgehend ignoriert wird, erregen besondere Ausbeutungsbedingungen immer wieder mediale Aufmerksamkeit. dies insbesondere dann, wenn die Lohnsklaven dagegen aufbegehren.

Derzeit ist das beispielsweise gerade bei Amazon der Fall.

„Amazon: Streiks bis Heiligabend an sechs Standorten“ informiert ver.di in einer Pressemitteilung vom 21.12.2020.

„Beschäftigte des Versandhändlers Amazon haben mit Beginn der Nachtschicht zum Montag an sechs Standorten die Arbeit niedergelegt. Die Streiks in Werne, Leipzig, Rheinberg, Bad Hersfeld (2 Standorte) und Koblenz sollen bis einschließlich Heiligabend (24. Dezember 2020) andauern. Ver.di rechnet mit rund 1.700 Streikteilnehmerinnen und -teilnehmern.“

Der Hintergrund sind die erneuten Verkaufsverbote für zahlreiche regionale Einzelhändler. Infolge dessen und mangels vergleichbarer Alternativen stiegen die Bestellungen bei Versandhändlern wie Amazon deutlich.

Während der Konzern seine Milliardengewinne weiter erhöht, verweigert er den Beschäftigten eine tarifvertragliche Bezahlung. Das sind für ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger jedoch „Mindestbedingungen“.

„Stattdessen werden unsere Kolleginnen und Kollegen einem noch größeren Druck ausgesetzt, weil Amazon trotz der zusätzlichen Arbeitshetze Lieferversprechungen macht. Das geht unweigerlich auf Kosten der Gesundheit der Belegschaft, gerade jetzt unter den Bedingungen der Pandemie.“

Die Beschäftigten fordern die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie den Abschluss eines „Tarifvertrages für gute und gesunde Arbeit“.

„Die Beschäftigten bei Amazon haben den Schutz ihrer Gesundheit und eine Bezahlung verdient, die zum Leben reicht“, so Nutzenberger weiter. „Bei Amazon reden wir von einem Unternehmen, das sich in der aktuellen Krise eine goldene Nase verdient. Der Chef des größten Online-Versandhändlers, Jeff Bezos, war schon vorher der reichste Mann der Welt.“

Reichtumsquelle Steuergestaltung

Schon längere Zeit in der kritik steht Amazon wegen seiner Steuerverkürzung – nicht nur in Deutshcland. Am 30.06.2020 kalkuliete t3n aufgrund einer erstmaligen Meldung von Amazon: „Wie viel Steuern bezahlt Amazon in Deutschland?“

„Amazon hat im Jahr 2019 Gesamteinnahmen aus allen seinen Aktivitäten in Deutschland in Höhe von 19,9 Milliarden Euro (22,323 Milliarden US-Dollar) erwirtschaftet.

Die direkt anfallenden Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge beliefen sich laut Amazon auf insgesamt 261 Millionen Euro. In diesen Betrag hat Amazon unter anderem die Beiträge zur Sozialversicherung, die Körperschaftsteuer, die Gewerbesteuer, den Solidaritätszuschlag und Einfuhrzölle für Verkaufswaren eingerechnet. Den größten Anteil daran hatten laut Amazon die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung.“

Bei vorsichtig kalkulierten rund 70 Millionen Euro „Arbeitgeber“-Sozialversicherungsbeiträge blieben insgesamt ca. 190 Millionen Euro Steuern, was knapp 1 Prozent Steuern entspricht.

Zum Vergleichzieht t3n die Otto Group heran.

„Einen weiteren Eindruck vermittelt die Steuerlast des Wettbewerbs: Die Otto Group hat laut Geschäftsbericht im Geschäftsjahr 2018/19 bei einem Umsatz von 13,6 Milliarden Euro rein auf Einkommen und Ertrag weltweit 100,7 Millionen Euro Steuern bezahlt.“

Wer reich werden will, sollte diese Reichtumsquellen kennen – aber muss sie nicht nutzen. Einerseits muss jede und jeder für sich entscheiden, ob er diese Vermögensbildung auf Kosten der Gesellschaft unterstützen will.

Andererseits gibt es für jeden auch Alternativen.

Reichtumsquelle Umweltschutz

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US-Milliardäre gewinnen 1 Billion Dollar mit Corona-Pandemie

US-Milliardäre haben seit Beginn der Corona-Pandemie ihr Vermögen um über eine Billion Dollar auf insgesamt vier Billionen Dollar vergrößert.

US-Milliardäre – größte Pandemiegewinner

Im SPIEGEL vom 10.12.2020 wurde berichtet:

„Die Milliardäre in den USA haben ihr Vermögen laut einer Studie seit Beginn der Corona-Pandemie um mehr als eine Billion Dollar (knapp 827 Milliarden Euro) gesteigert. Während das Gesamtvermögen der US-Milliardäre am 18. März noch bei rund 2,95 Billionen Dollar gelegen habe, sei es bis Montag dieser Woche auf mehr als vier Billionen Dollar gewachsen, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Denkfabrik Institute for Policy Studies (IPS) und der Organisation Americans for Tax Fairness (ATF).“

US-Milliardäre gewinnen in Corona-Pandemie 1 Milliarde Dollar

In dem Beitrag wird ATF-Chef Frank Clemente zitiert, der hervorhebt, das niemals zuvor  Amerika eine derartige Häufung von Reichtum in so wenigen Händen gesehen habe.

„‚Ihre Pandemie-Profite sind so enorm, dass Amerikas Milliardäre ein riesiges Covid-Hilfspaket bezahlen könnten, ohne einen Cent ihres vorherigen Vermögens zu verlieren.'“

Clemente verwies darauf, dass laut der Studie der Billionen-Zugewinn der Milliardäre ausreichen würde, um jedem der rund 300 Millionen US-Bürger eine einmalige Corona-Hilfe in Höhe von 3000 Dollar auszuzahlen.

Ähnliche Pandemie-Gewinne hatte im Oktober 2020 der „Billionairs Report 2020“ der Schweizer Großbank UBS und der Beratungsgesellschaft PwC ergeben. Demnach stieg das Gesamtvermögen der Dollar-Milliardäre weltweit auf einen Rekordwert von 10,2 Billionen Dollar.

Die Gruppe der Dollar-Milliardäre umfasst 2189 Männer und Frauen. Ihr Vermögen ist in Euro umgerechnet mehr als doppelt so groß wie die gesamte jährliche Wirtschaftsleistung  Deutschlands als größter europäischer Volkswirtschaft (2019: knapp 3,5 Billionen Euro). Das analysierte Vermögen umfasst Bargeld, Immobilien, Luxusgüter, Aktien und Firmenvermögen. Verbindlichkeiten wurden abgezogen.

Gewinne durch Verschuldung

Möglicherweise fragt man sich, wie solche Gewinne zustande kommen, wo doch die weltweite Wirtschaftsleistung massiv durch die Pandemie-Politik heruntergefahren wurde. Denn in den letzten Jahren ist die Wirtschaft im Durchschnitt kaum stärker gewachsen als die Jahre zuvor. Allerdings wuchs die weltweite Verschuldung.

Die TAGESSCHAU berichtete am 26.11.2020 über die neueste Analyse des Weltbankenverbandes:

„In seiner neuesten Analyse spricht der Weltbankenverband, das Institute of International Finance (IIF), von einem ‚Schulden-Tsunami‘. Seit Jahresanfang sei die Schuldenlast weltweit um 15 Billionen Dollar oder knapp fünf Prozent auf das Rekordniveau von 272 Billionen Dollar gestiegen. Das ist so viel wie nie.

Der Tsunami dürfte noch größer werden. Bis zum Jahresende werde die Verschuldung auf 277 Billionen Dollar steigen, prognostiziert der Bankenverband. Das entspräche 365 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der gesamten Weltwirtschaft, hat der IIF ausgerechnet. Ende 2019 lag die Verschuldung noch bei 320 Prozent des BIP.“

Zunehmender Reichtum auf der einen Seite = wachsende Verschuldung auf der anderen Seite. Hans-Werner Sinn kommentierte diese Entwicklung in der FAZ mit den Worten: „Man kann nicht auf Dauer von der Druckerpresse leben“. Irgendwann drohe dann eine hohe Inflation.

Noch eine weitere Empfehlung zu den Folgen der Entwicklung: Hier beginnt die nächste Krise

Crash-Chaos-Chance-Schulung

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