Brian Tracy und Thorsten Wittmann – Wie werde ich Millionär?

Brian Tracy wurde von Thorsten Wittman eingeladen darüber zu sprechen, wie man Millionär wird. Es ging nicht ums schnelle Geld verdienen, sondern um die Strategie.

Brian Tracy über Strategie – Wie werde ich Millionär

Brian Tracy spricht über mehrere Strategien, die mächtig sind und funktionieren.

Mehr im Tippvideo auf englisch (mit deutschen Untertiteln):

Einladung von Thorsten Wittmann zum kostenfreien Event

Brian Tracy gilt als eine Legende. Er schrieb 70 Bücher, erreichte mehr als fünf Millionen Menschen und steht seit 30 Jahren an der Spitze der Erfolgsszene.

Seine Erkenntnisse und Erfahrungen sind für viele Menschen extrem lehrreich. In dem Event gibt er die Quintessenz für langanhaltenden finanziellen Erfolg preis.

Das Event ist zu 100% kostenfrei.

Brian wird kein Angebot unterbreiten, es ist ein reines Content-Livetraining. Damit bedankt sich Thorsten Wittmann für die tollen Jahre, die er mit vielen Menschen aus seiner Community bereits verbringen durfte.

Sie können sich hier kostenfrei anmelden.

Crash - Chaos - Chance

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Digitaler Euro – mehr Freiheit oder mehr Macht?

Digitaler Euro – wer hofft einfaches Bezahlen, kostengünstigere und schnellere Geldtransaktionen, mehr Freiheit … oder mehr Macht?

Digitaler Euro für mehr Freiheit oder Macht?

digitaler Euro
Bild: Gerd Altmann/Pixabay

Am 12.07.2021 berieten die Finanzminister der Europäischen Union über die weiteren Schritte zur Einführung des Digitalen Euros. Die Folgen betreffen nicht nur die Sparer, sondern jeden von uns.

  • die Sparer, die ihr Geld als Festgeld, auf einem Sparkonto, in Anleihen oder in einer anderen „sicheren“ Geldanlage angelegt haben;
  • die renditeoriendierten Investoren an den Börsen, die gern nach Chancen für schnellere Geldvermehrung schauen;
  • die Freunde des Betongoldes und anderer Sachanlagen, für die vor allem Sachwerte „wahre Werte“ sind;
  • die Konsumenten – ob vorzugsweise mit Bargeld oder Karte – die vor allem bequeme und schnelle Transaktionen interessieren…

Schauen wir uns einige Folgen an, die mit dem digitalen Euro auf uns zukommen:

Medienkampagne für digitalen EZB-Währung

Das ZDF berichtete am 14.07.2021 unter dem durchaus treffenden Titel: „Digitaler Euro: Es geht um mehr als bezahlen„. Dem Titel stimme ich zu – aber in einem ganz anderen Sinn, wie ich gleich belegen werde.

Der ZDF-Beitrag ist eine Lobeshymne auf die EZB-Währung und zugleich eine Mahnung, dass die EU schon viel zu viel Zeit hat versteichen lassen.

Mehrfach wird in dem Beitrag Prof. Dr. Philipp Sandner zitiert, beispielsweise:

„Die EZB hinkt hinterher; deren Infrastruktur wird in 2026 oder später einsetzbar sein. Auch der US-Dollar ist in einigen Bereichen bereits digital geworden. Das größte Risiko ist, die Bedeutung einer digitalen Währung zu unterschätzen und den Vorsprung zu anderen Währungsräumen größer werden zu lassen.“

Zu ihm heißt es nur kurz, dass er seit Jahren im Bereich der digitalen Werte forscht. Doch ist Sandner ein neutraler Experte, oder könnte man in ihm eher einen Drosten der digitalen Währung sehen? Er

  • leitet das Frankfurt School Blockchain Center (FSBC) an der Frankfurt School of Finance & Management, das Finanzinstitute, Industrieunternehmen und Startups hinsichtlich ihrer Blockchain-Aktivitäten berät;
  • ist im FinTechRat des Bundesministeriums der Finanzen und im Blockchain Observatory der Europäischen Union;
  • war Mitgründer des Blockchain Bundesverband e.V., der International Token Standardization Association (ITSA) e.V. und der Multichain Asset Managers Association;
  • war Mitgründer einer auf Innovation und Technologietransfer spezialisierten Unternehmensberatung

um nur einige seiner Business-Aktivitäten neben der Forschung zu nennen. Wie unabhängig kann seine Aussage zum digitalen Euro sein?

Gabor Steingart vs. Norbert Häring

Anlässlich der Beratung der EU-Finanzminister gab Gabor Steingart seine Sicht auf den digitalen Euro im Morning Briefing wieder. Wie er dürften viele von uns noch relativ gelassen auf die Aktivitäten der Europäischen Zentralbank schauen.

„Im Kern geht es um die Schaffung eines neuen Transaktionsstandards, der schnellere, einfachere und günstigere Geldtransfers möglich machen soll.“

Im Gegensatz zu Bitcoin und Co erwartet Steingart, dass der digitale Euro „Notenbankgeld“ bleibt. Doch ist das nicht ein Widerspruch in sich selbst?

Denn wie Norbert Häring, einer der entschiedendsten Kritiker der digitalen EU-Währung, genau zu diesem Aspekt in einem „Abend Briefing“ seinen Newsletterlesern schreibt:

„Der digitale Euro ist ein von der Europäischen Zentralbank (EZB) herausgegebenes digitales Geld – im Gegensatz zum Giralgeld der Banken, das zwar auch digital ist und auf Euro lautet, aber nur einen (leicht übertragbaren) Anspruch auf Auszahlung von Notenbankgeld darstellt.“

Aus seiner im wesentlichen beruhigenden Sicht meint Steingart ergänzend:

„Mit dem digitalen Euro sichert die EZB ihre geldpolitische Hoheit in Zeiten, in denen das Bargeld an Relevanz verliert…“

Genau so ist es nicht, entgegnet Häring, denn:

„Es geht also nicht mehr um Europas Souveränität, sondern nur noch um Vasallentreue gegenüber den USA in der Konkurrenz mit China.“

Abgesehen von diesen finanzpolitischen Folgen glaubt Steingart der Zusicherung:

„Die Kundendaten sollen der EZB nicht bekannt sein. Der Kunde weist sich vielmehr durch einen EU-Identitätsnachweis aus, der nach allen Regeln der Kunst dem Datenschutz genügen soll.“

Dagegen kritisiert Häring schon seit langem, dass der EZB und den Behörden anonyme Geldgeschäfte – und deshalb auch Bargeld – ein Dorn im Auge sind.

„Sie werden daher einen Teufel tun und einen anonymen digitalen Euro einführen. Nichts deutet darauf hin, dass sie das tun möchten.“

Digitaler Euro – „Ihr Konto ist gesperrt“

Den Hintergrund für die EU-Aktivitäten zum digitalen Zentralbankgeld kann man besser verstehen, wenn man sich nicht von den „Vorzügen“ der Online-Bezahlung blenden lässt. Denn die digitale Währung soll keinesfalls den Bargelverkehr ergänzen.

Norbert Häring belegt das in seinem Beitrag „Der digitale Euro als das Ende finanzieller Privatheit, in den Worten des BIZ-Chefs“ vom 15.07.2021. Darin erinnert er an eine virtuelle Panel-Diskussion des Internationalen Währungsfonds am 19.10.2020.

Die Diskussion stand unter dem Titel „Cross Border Payment – A Vision for the Future„. Aus dem Diskussionsbeitrag von Augustin Carstens, Generalsekretär der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), zitiert Häring:

„In unseren Analysen zum digitalen Zentralbankgeld für die allgemeine Nutzung neigen wir dazu, von einer Äquivalenz zu Bargeld zu sprechen. Aber es gibt einen großen Unterschied. Zum Beispiel wissen wir beim Bargeld nicht, wer heute eine 100-Dollar-Note nutzt, oder einen 1000-Peso-Schein. Ein entscheidender Unterschied zum CBDC ist, dass die Zentralbanken absolute Kontrolle über die Regeln und Regulierungen haben werden, die die Nutzung [des digitalen Zentralbankgelds] regeln. Und wir werden auch die Technologie haben, das durchzusetzen. Diese beiden Aspekte sind sehr wichtig und machen einen riesigen Unterschied gegenüber dem Bargeld aus.“

Im weiteren Verlauf unterstrich Carstens zudem, dass niemand das digitale Zentralbankgeld nutzen könne, dem die Zentralbank das nicht gestatten möchte.

Der digitale Euro als das Ende finanzieller Privatheit, in den Worten des BIZ-Chefs

Entscheiden Sie selbst, welche Aussagen für Sie der Wahrheit näher kommen und wie sie unter diesem Blickwinkel handeln wollen.

Bargeldkomplott

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Börsen-Boom oder -Falle?

Die Börsen-Falle

In der derzeitigen Krise werden viele unerfahrene, junge Menschen mit Apps an die Börse gelockt und feuern die Blasenbildung an den Märkten weiter an.

von Christian Kreiß

Börsen„Nimm‘s den Reichen und gib‘s den Armen“ lautet das Credo von Robin Hood. Beides gleichzeitig zu sein — also Robin Hood und ein Armer —, damit locken Neo-Broker-App-Anbieter unerfahrene Menschen. Zahlreiche Apps ermöglichen es einer breiten Masse der jüngeren Bevölkerung, an Börsengeschäften einfach, unkompliziert und kostengünstig zu partizipieren. Die weggefallenen Schranken und die krisenbedingte Not im Nacken von Millionen Menschen treiben Kleinanleger in Scharen an die Börse. Apps wie „Trade Republic“ bemühen hierbei das „David gegen Goliath“-Bild. Die Börse soll demokratisiert werden, statt das Feld den großen Brokern und alten Hasen zu überlassen. Die Bilanz nach über einem Jahr sieht jedoch mehr als ernüchternd aus. Das Vermögen der Reichsten ist gestiegen, während sich der Zuwachs der ärmeren Mehrheit ganz marginal im Promille-Bereich verschob. Statt Emanzipation und Selbstbestimmung laufen nun Millionen Menschen Gefahr, ihre restlichen Gelder vollends zu verlieren — und das an die Reichsten der Reichsten. Außerdem tragen sie dazu bei, die Blasen auf den Märkten noch weiter aufzublähen. Die unerfahrenen Neo-Broker schaufeln sich nicht frei, sondern ihr eigenes Grab.

Fragestellung

Seit Anfang 2020 hat an den Aktienbörsen eine kleine Revolution stattgefunden. Das Wall Street Journal spricht davon, dass nicht-professionelle Kleinanleger die Finanzmärkte umstülpen (1). Schlagzeilen zu bizarren Kurssprüngen bei kleinen, unbekannten Aktienunternehmen wie dem Computerspielverkäufer GameStop oder der Kinokette AMC sorgten auch in Deutschland Anfang 2021 für Schlagzeilen (2). Heerscharen von jungen, unerfahrenen, mehrheitlich männlichen Kleinanlegern stürmen an die Börsen.

Allein im ersten Halbjahr 2021 wurden in den USA über 10 Millionen neue Börsenhandels-Kundenkonten eröffnet. Kleinkunden haben in diesen sechs Monaten netto 140 Milliarden Dollar an die Aktienbörsen fließen lassen.

Das entspricht einem Zuwachs von 33 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 und einer Versechsfachung gegenüber den ersten sechs Monaten 2019. Der Anteil von Kleinanlegern am Börsenhandelsvolumen hat sich auf über 20 Prozent verdoppelt, in der Spitze betrug er Anfang 2021 26 Prozent (3).

Auch in Deutschland haben Börsenanlagen einen stürmischen Aufschwung erlebt. Die Anzahl der Menschen, die nun mit Aktien beziehungsweise Wertpapieren an der Börse handeln, hat allein 2020 um 28 Prozent auf 12,7 Millionen zugenommen. Haupttreiber waren junge Männer aus den westlichen Bundesländern mit Beträgen von unter 2.000 Euro (4).

Hintergründe

Was ist geschehen? Das Schlagwort dazu heißt „Neo-Broker“. Bekannte Unternehmensnamen dazu in den USA sind Robinhood und E-Trade, in Deutschland Trade Republic, Scalable Capital, Gratisbroker, Smartbroker oder JustTrade. Diese neuen Aktienhandelsunternehmen haben in der Tat eine Revolution im Aktienhandel bewirkt. Während früher die Gebühren für Akteinkäufe bei etwa 10 Dollar pro Transaktion, Kauf oder Verkauf, lagen, bieten die neuen Broker Käufe und Verkäufe von Wertpapieren meistens zum Nulltarif an.

Außerdem haben sie die Handhabung beziehungsweise die Benutzeroberflächen so stark vereinfacht, dass nun jeder Mensch mit wenigen Klicks von seinem Smartphone aus Wertpapiere in Sekundenschnelle kaufen und verkaufen kann. Die dramatische Kostensenkung wurde durch neuen Technologien, neue Software, Smartphone und Internet ermöglicht. Auch etablierte Börsenbroker wie Charles Schwab mussten ihre Gebühren nach dem Frontalangriff durch die Neo-Broker auf Null senken (5).

Dazu kommen als weitere Treiber die extrem niedrigen Zinsen, die viele Anleger in höher rentierliche Papiere drängt, sowie die Lockdowns. Zum einen führten die staatlichen Zwangsschließungen vieler Betriebe zu hoher Arbeitslosigkeit und viel freier Zeit. Das hat einige junge Menschen in den Zeitvertreib Börsenspekulation getrieben. Zum anderen wurde ein beachtlicher Teil der staatlichen Unterstützungszahlungen von vielen Menschen dazu genutzt, das verfügbare Geld in Börsenspekulationen zu stecken. Eine Umfrage der Deutschen Bank ergab, dass in den USA die Empfänger von Unterstützungszahlungen etwa 40 Prozent der Gelder an der Börse investieren wollten.

Allein durch die Unterstützungszahlungen der Regierung Biden ab März 2021 sollten nach Schätzungen der Deutschen Bank von März 2021 170 Milliarden Dollar zusätzlich an die Börse fließen (6). Die Prognose beginnt sich mittlerweile zu bewahrheiten. Allein im Juni 2021 haben Individualinvestoren laut Wall Street Journal netto für 28 Milliarden Dollar Aktien und ETFs gekauft, das ist der höchste solche Zufluss seit mindestens 2014 (7). Dies sind durchaus Beträge, die Einfluss auf die Kursentwicklung der Aktien nehmen können, auch wenn sie im Vergleich zu den Beständen — das gesamte Aktienvermögen der US-Bürger wird auf 37.390 Milliarden geschätzt (8) — gering erscheinen.

Robinhood

Bahnbrecher und Marktführer in den USA mit einem Marktanteil von derzeit etwa 4 Prozent am gehandelten Aktienumsatz ist Robinhood Markets Inc. Das Unternehmen will demnächst mit einem IPO selbst an die Börse gehen. Der Marktwert wird auf 20 bis 40 Milliarden Dollar geschätzt (9).

Robinhood wurde 2013 von zwei Standford-Absolventen gegründet, die die überhöhten Provisionsgebühren im Aktienhandel zu Recht für überholt ansahen. Der Top-Slogan von Robinhood lautet: „Unsere Mission ist, Finanzanlagen für alle zu demokratisieren.“ Ein anderer prominenter Marketing-Spruch lautet: „Participation is Power. At Robinhood, the rich don‘t get a better deal“ (10).

Das Unternehmen wendet sich also ganz explizit und mit großem Erfolg an Kleinanleger, Neueinsteiger und vor allem junge Menschen unter 35 als Hauptkundensegment. Das Durchschnittsalter der Kunden liegt um die 30 Jahre.

Die von Robinhood verwalteten Depots belaufen sich auf etwa 80 Milliarden Dollar. Der Kundenstamm wird mit 18 Millionen Ende März 2021 angegeben (11). Der Durchschnittsbetrag der auf den Konten beziehungsweise in den Depots liegenden Wertpapiere ist, verglichen mit herkömmlichen Broker-Konten gering. Er liegt zwischen 1.000 und 5.000 Dollar, im Durchschnitt bei 3.500 Dollar (12).

Neukunden werden geschickt mit einem kleinen Aktiengeschenk im Lotterieprinzip geködert, es gibt Prämien, wenn man Freunde und Bekannte wirbt, sehr niedrige Kreditzinsen, die über das Wertpapierdepot abgesichert werden und so weiter (13). Häufig wird in den Medien und sozialen Netzwerken auch das Bild David gegen Goliath bemüht, wie pfiffige Kleinanleger träge Profis schlagen (14).

Auswirkungen

Wie steht es nun mit dem Versprechen, das Vermögen zu demokratisieren, auch die unteren Bevölkerungsschichten endlich an steigenden Aktienkursen teilhaben zu lassen? Der wirklich starke Run auf die Neo-Broker begann Ende 2019 (15). Wie hat sich seither die Demokratisierung der Vermögen entwickelt? Haben die Neueinsteiger und Kleinanleger mittlerweile einen höheren Anteil am Aktienvermögen?

Der S&P 500 stand Ende 2019 bei etwa 3.240 Punkten, Ende März 2021 bei 4.020. (16) Das entspricht einem Zuwachs von 24 Prozent. Laut US-Notenbank besaßen Ende 2019 die oberen 10 Prozent der US-Amerikaner 88,29 Prozent aller Aktien, Ende März 2021 — das sind die letzten vorliegenden Zahlen — gehörten ihnen 88,66 Prozent (17).

Das oberste Zehntel der US-Bevölkerung konnte seinen Anteil in diesen 15 Monaten Run der Kleinanleger auf die Börsen also leicht erhöhen. Das klingt nicht gerade nach Demokratisierung der Vermögen. Entsprechend sank der Aktienanteil der „unteren“ 90 Prozent der Bevölkerung von 11,71 auf 11,36 Prozent. Praktisch überhaupt keine Rolle bei den Aktienvermögen spielen die unteren 50 Prozent der US-Amerikaner, also die Hauptzielgruppe der Neo-Broker. Sie besaßen Ende 2019 0,558 Prozent aller Aktien beziehungsweise 5,58 Promille. Ende März 2021 betrug ihr Anteil 0,561 Prozent beziehungsweise 5,61 Promill (18). Rundet man auf zwei Stellen hinter dem Komma, blieb ihr Anteil bei 0,56 Prozent, er hat sich also so gut wie nicht verändert.

Angesichts der wohl weit über 20 Millionen Neukunden (19) und der in Summe nicht unerheblichen Gelder, die von ihnen in die Aktienmärkte gesteckt wurden, ist das ein recht ernüchterndes Ergebnis: Die untere Hälfte der US-Bevölkerung besitzt nach wie vor einen verschwindend geringen Teil des Aktienvermögens. Etwa eine von 200 Aktien gehört jemandem aus der unteren Bevölkerungshälfte, 199 von 200 Aktien gehören der oberen Hälfte. Die oberen 1 Prozent der US-Bürger besitzen 20.000 Milliarden Dollar Aktienvermögen, die unteren 50 Prozent 210 Milliarden (20). Das sind nach wie vor nicht gerade demokratische Aktienvermögensverhältnisse.

Was ist also durch die Neo-Broker geschehen? Der Zustrom der zusätzlichen Gelder von Kleinanlegern an die Börsen hat die Aktienpreise weiter in die Höhe getrieben, aber zu keiner Demokratisierung der Vermögen geführt. Am 1. Januar 2020 lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis des S&P 500 bei knapp 25. Bis 1. April 2021 stieg es auf etwa 44. Derzeit liegt es bei 46 (21) und ist damit etwa dreimal so hoch wie im Durchschnitt der letzten 150 Jahre. Die Aktien sind zurzeit so teuer wie noch nie in der US-Geschichte (22). Man muss heute dreimal so viel für einen erwarteten Dividendenstrom zahlen wie im Durchschnitt der letzten 150 Jahre.

Die vielen neuen, jungen, zum größten Teil vollkommen unerfahrenen Kleinanleger werden also mit fragwürdigen Marketing-Methoden in riskante Käufe zu stark überhöhten Preisen getrieben.

Dazu kommen die oben erwähnten extrem günstigen Kreditbedingungen, die viele Kleinanleger in Verschuldung über Lombardkredite, das heißt durch Wertpapiere besicherte Kredite, treibt. Das erhöht das Risiko eines Totalverlustes. Außerdem ist bei Robinhood der Anteil der Einnahmen aus dem Optionshandel sehr hoch. Im ersten Quartal 2021 entfielen etwa 60 Prozent aller Handelseinnahmen auf den Handel mit Optionen (23), also Umsätze mit extrem volatilen und riskanten Spekulationspapieren. Die Kleinanleger gehen also offenbar deutlich überdurchschnittlich hohe Risiken ein. Das kann ein böses Erwachen bescheren.

Analogie zum Immobilienboom bis 2007

Das Neo-Broker-Schema wirkt meines Erachtens wie ein Schneeball- oder Ponzi-System: Die nachkommenden Gelder treiben die Kurse weiter in die Höhe, bis die Blase platzt. Die Letzten beißen die Hunde. Die Vorgehensweise erinnert an die Immobilienblase in den USA bis 2007.

Auch damals wurde den unteren Bevölkerungsschichten versprochen, an den Immobilienpreissteigerungen teilnehmen zu können. Die Eigentumsquote sollte erhöht werden und wurde erhöht. Eine ganze Weile ging das auch gut. Von Ende 1998 bis 2005 stieg die Eigenheimquote in den USA tatsächlich von unter 66 auf über 69 Prozent und fiel dann im Zuge der Immobilienkrise auf 63 Prozent ab (24). Vor den Lockdowns, Anfang 2020, hatte sie sich wieder auf etwa 65 Prozent erholt. Im Endergebnis ist also durch das Versprechen, die unteren Bevölkerungsschichten am Immobilienvermögen stärker zu beteiligen, das Gegenteil erreicht worden.

Etwas Ähnliches, befürchte ich, wird diesmal wieder geschehen. Geschäftstüchtige Broker aus den gehobenen Bevölkerungsschichten locken die unprofessionellen Kleinanleger mit hochintelligentem Marketing immer stärker in Wertpapierinvestments, entlocken den einfachen Leuten einen ordentlichen Teil ihrer staatlichen Unterstützungszahlungen und verdienen ein Vermögen daran. Die ganzen neuen, unerfahrenen Kleinanleger steigen, historisch betrachtet, zu weit überhöhten Aktienkursen ein. Ihnen wird vorgespiegelt, besonders klug und viel fitter als die etablierten Dinosaurier zu sein.

Ich fürchte, eines Tages wird dieses Kartenhaus einstürzen. Die von den vielen Millionen Kleinanlegern seit eineinhalb Jahren zusätzlich an die Börsen fließenden Gelder befeuern den laufenden, durch die Niedrigzinspolitik geförderten Aktienboom noch zusätzlich.

Die Überbewertung wird dadurch noch etwas höher getrieben, die „irrational exuberance“ verstärkt. Die Bereinigung wird daher noch etwas stärker ausfallen. Absackende Finanzmärkte drücken normalerweise auch die Realwirtschaft mit nach unten. Das sind keine guten Aussichten.


Quellen und Hinweise

(1) Wall Street Journal (WSJ) 19. Juni 2021: https://www.wsj.com/articles/it-isnt-just-amc-retail-traders-increase-pull-on-the-stock-market-11624008602

(2) Handelsblatt 2. Februar 2021: https://www.wsj.com/articles/it-isnt-just-amc-retail-traders-increase-pull-on-the-stock-market-11624008602
(3) https://www.wsj.com/articles/it-isnt-just-amc-retail-traders-increase-pull-on-the-stock-market-11624008602

(4) https://www.dai.de/fileadmin/user_upload/210225_Aktionaerszahlen_2020.pdf
(5) https://techcrunch.com/2019/10/02/robinhood-e-trade-schwab-ameritrade/?guccounter=1&guce_referrer=aHR0cHM6Ly93d3cuZ29vZ2xlLmRlLw&guce_referrer_sig=AQAAALTD_WrbBjNLWKKNxEGJwiBX-k1szMjEzCovpqSaRZ_gajM-maOydVBxYtBv4P7d647x_mAc3em9QUgj5vDC9qmQP1iMrGWpLMwThYETb-d8S_lVEHKe_hfdj_e9MIEkAIrKqkZAzo-EjXmZqJxwSZAN0yW0a1j0BD3zNtUh8XI_
(6) 21. März 2021: https://www.sandiegouniontribune.com/business/story/2021-03-21/recast-as-stimmies-federal-relief-checks-drive-a-stock-buying-spree
(7) WSJ July 5, 2021: https://www.wsj.com/articles/retail-investors-power-the-trading-wave-with-record-cash-inflows-11625477401
(8) Federal Reserve Bank, Distributional Financial Accounts, last update June 21, 2021:
https://www.federalreserve.gov/releases/z1/dataviz/dfa/compare/chart/#frb-rs-dfa-table
(9) https://www.businessofapps.com/data/robinhood-statistics/
(10) We’re on a mission to democratize finance for all: https://robinhood.com/us/en/about-us/
(11) https://www.deraktionaer.de/artikel/aktien/geld-vernichtungs-maschine-discountbroker-robinhood-plant-ipo-20232988.html
(12) https://www.businessofapps.com/data/robinhood-statistics/
(13) https://www.n-tv.de/wirtschaft/Neo-Broker-Robinhood-geht-auf-Kundenjagd-article22435387.html
(14) WSJ 19. Juni 2021
(15) WSJ 19. Juni 2021
(16) https://www.marketwatch.com/investing/index/spx
(17) Federal Reserve Bank, Distributional Financial Accounts, last update June 21, 2021:
https://www.federalreserve.gov/releases/z1/dataviz/dfa/compare/chart/#frb-rs-dfa-table
(18) https://www.federalreserve.gov/releases/z1/dataviz/dfa/compare/chart/#frb-rs-dfa-table
(19) WSJ July 5, 2021: https://www.wsj.com/articles/retail-investors-power-the-trading-wave-with-record-cash-inflows-11625477401
(20) https://www.federalreserve.gov/releases/z1/dataviz/dfa/compare/chart/#frb-rs-dfa-table
(21) https://www.multpl.com/s-p-500-pe-ratio/table/by-month
(22) https://www.multpl.com/s-p-500-pe-ratio Stand 6.7.2021. Während der Finanzkrise im 2009 war das KGV des S&P 500 wegen einbrechender Gewinne für kurze Zeit höher als heute. Das lag aber weniger an überhöhten Preisen als an den abstürzenden Gewinnen.
(23) https://www.cnbc.com/2021/05/03/robinhood-made-331-million-from-clients-trading-activity-in-q1-2021.html
(24) https://tradingeconomics.com/united-states/home-ownership-rate


Dieser Beitrag erschien auf Rubikon am 13.07.2021 unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft

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Digitaler Euro – heute beraten die Finanzminister

Digitaler Euro – heute wollen die Finanzminister der Europäischen Union und der USA entscheiden, wie und von wem er umgesetzt werden soll.

Digitaler Euro – Hauptthema im Morning Briefing von Gabor Steingart

digitaler Euro
Bild: Gerd Altmann/Pixabay

Wie ein digitaler Euro eingeführt werden kann, dazu veröffentlichte im Oktober 2020 die Europäische Zentralbank (EZB) einen „Bericht“. Ein digitaler Euro soll nicht schlechthin eine „Kryptowährung“ wie andere sein, sondern eine „digitalen Zentralbankwährung“ (CBDC) für den Euroraum.

Am 12.07.2021 beraten nun die Finanzminister der Europäischen Union und der USA über die nächsten Schritte. Im Morning Briefing vom 12.07.2021 wirft Gabor Steingart neun Fragen zum digitalen Euro auf und gibt Antworten aus seiner Sicht:

„1. Was genau unterscheidet den digitalen Euro vom heutigen Euro, der im Wesentlichen ja auch digital von einem Konto zum anderen wandert?

Im Kern geht es um die Schaffung eines neuen Transaktionsstandards, der schnellere, einfachere und günstigere Geldtransfers möglich machen soll. Der Kostenvorteil könnte bis zu 90 Prozent gegenüber dem jetzigen Überweisungssystem betragen…“

Geht es „im Kern“ wirklich nur um „die Schaffung eines neuen Transaktionsstandards„, oder wie Ernst Wolff zugespitzt argumentiert um „Digitalen Finanzfaschismus„?

„2. Ist der digitale Euro eine Kryptowährung wie der Bitcoin?

Ähnlich wie bei Bitcoin wird der digitale Euro in einer Art virtuellen Geldbörse aufbewahrt, nutzt jedoch für sein Entstehen nicht die Blockchain-Technologie. Er wird also nicht dezentral durch viele anonyme Menschen kreiert, sondern er ist und bleibt Notenbankgeld…“

Andere Sichtweisen zum Vergleich von Kryptowährungen wie Bitcoin und digitalem Euro finden sich beispielsweise in dem Beitrag „Digitale Zentralbankwährungen – die Geld-Apokalypse„.

„3. Was genau ist der Vorteil des digitalen Euro aus Sicht der EZB?

Mit dem digitalen Euro sichert die EZB ihre geldpolitische Hoheit in Zeiten, in denen das Bargeld an Relevanz verliert…

4. Was genau ist der Vorteil des digitalen Euro aus Sicht der Verbraucher?

Die EZB sichert die Einlagen bis zur Höhe von 3000 Euro. Damit kann der Einzelne seine Einlage bis zu dieser Höhe nicht verlieren…“

Einlagensicherheit „bis zur Höhe von 3000 Euro“ – viele gehen sicher bisher davon aus, dass „der Staat“ ja für Einlagen bis 100.000 Euro die Sicherheit zugesagt hat. Und dann nur noch 3000 Euro? Kann das im Interesse von hunderten Millionen Bürgern und Unternehmen in der Euro-Zone sein?

Einlagensicherung – Reduzierte Sicherheit

„5. Was genau ist der Nachteil des digitalen Euro für die klassischen Banken?

Kein Vorteil ohne Nachteil. Der digitale Euro führt zu einer schrittweisen Entmachtung der klassischen Bank.

6. Worin aber besteht in diesem Fall das Risiko?

Ein Bank-Run wäre im Krisenfall eher wahrscheinlich als heute. Und: Banken ohne Sichteinlagen können im Prinzip keine Kredite mehr vergeben. Ein staatliches Kreditwesen allerdings würde das Ende der Marktwirtschaft bedeuten.“

Zur aktuellen Souverenität der Banken verwies unlängst Dr. Markus Krall in seinem Interview mit Thorsten Wittmann auf eine Reihe von Problemen.

„7. Hat die EZB damit Zugriff auf die Konten der Bürger?

Die Kundendaten sollen der EZB nicht bekannt sein. Der Kunde weist sich vielmehr durch einen EU-Identitätsnachweis aus, der nach allen Regeln der Kunst dem Datenschutz genügen soll. Dieser fälschungssichere und trotzdem anonymisierte Identitätsnachweis existiert bisher noch nicht.“

Von vielen Seiten wird immer wieder auf die Datenschutzrisiken zum digitalen Euro verwiesen – doch stünden nach Meinung einiger Rechtsexperten einem digitalen Euro grundsätzlich „keine datenschutzrechtlichen Bedenken entgegen„.

„8. Könnte die Notenbank den Bürgern damit auch sogenanntes Helikopter-Geld in die Accounts schieben, also eine staatliche Konsum-Prämie, um die Konjunktur nach einer schweren Krise anzukurbeln?

Ein direkter Zugriff der EZB besteht nach jetzigen Planungen nicht. Helikopter-Geld, also die Möglichkeit einer staatlichen Geldinjektion im Krisenfall, würde die derzeitigen Befugnisse der EZB überschreiten. Die Betonung liegt auf: derzeitig. Die technischen Möglichkeiten aber wären dann geschaffen.

9. Verschwindet dann das Papiergeld aus unseren Portemonnaies und aus den Ladenkassen?

Der digitale Euro soll das Bargeld ergänzen, nicht ersetzen. Zumindest sagt das die EZB.“

Glauben Sie das? Oder befürchten auch Sie angesichts einer „E-Währung – Bargeldabschaffung im Endspurt„. In der Abschaffung des Bargeldes durch den digitalen Euro und andere E-Währungen gibt es zumindest mit der Gründung der Better Than Cash Alliance (BTCA) seit 2021 eine unheilige Alianz.

Bargeldkomplott

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Inflation in Deutschland galoppiert – Was bleibt vom Geld?

Inflation in Deutschland nur ca. 2 Prozent? Ein Blick ins Portemonnaie nach dem Einkauf und auf die jüngsten EZB-Aussagen lässt Zweifel aufkommen.

Inflation kann über zwei Prozent steigen

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist offen für eine Inflation über zwei Prozent. Nach den jüngsten Äußerungen aus der EZB scheint das kein Problem zu sein. In den Medien erscheinen dazu gar Meldungen, als sei eine höhere Inflationsrate wünschenswert. In der Süddeutschen Zeitung vom 08.07.2021 liest sich das so:

„Die Europäische Zentralbank wagt mehr Inflation – das ist nicht so verrückt, wie es manchen scheint.“

Was für die EZB-Banker kein Grund zur Sorge zu sein scheint, sieht für viele Bürger ganz anders aus:

„Mit ihrer Entscheidung hat die Institution auch schon die derzeitigen Preissprünge in ihre neue Strategie integriert. In Deutschland liegt die Inflationsrate bei 2,3 Prozent, sie könnte im Jahresverlauf bis auf vier Prozent klettern. Die einkommensschwachen Haushalte leiden besonders darunter, weil Lebensmittel, Energie und Wohnen teurer wurden. Da kommt jetzt die Notenbank und lässt die Inflation noch mehr von der Leine?“

Wenn Sie sich fragen, was Sie gegen die Inflation tun können, hilft Ihnen vielleicht das folgende Interview von Thorsten Wittmann mit Dr. Markus Krall weiter.

Markus Krall – Diese Banken sind sicher

Degussa CEO, Bestsellerautor und Bankeninsider Dr. Markus Krall im Interview in „Faszination Freiheit“ zu Fragen wie:

  • Welche Banken sind besonders sicher?
  • Welche 4 Länder sind Dr. Kralls Favoriten und ist Liechtenstein dabei?
  • Wie geht es mit der Inflation weiter?
  • Und wie steht es mit Bitcoin und digitalen Währungen?

Countdown für Geheimtipp von Thorsten Wittmann

Vor einer Woche präsentierte Thorsten Wittmann den Geheimtipp Silber. Fast 3 Tausend Interessenten hatten sich angemeldet. Bis 11.07.2021 haben Sie noch die Chance, sich das  Replay anzusehen und sich das Spezialangebot für Ihren vergünstigten Silberlagerplatz zu sichern.

Crash – Chaos – Chance

Im Interview nannte Dr. Markus Krall Liechtenstein als einen seiner Favoriten für Ihre Geldsicherheit.

Geldanlagen in Rohstoffen, besonders Edelmetallen sind weitere Optionen für mehr Sicherheit Ihres Geldes.

Für einen umfassenden Schutz bietet Thorsten Wittmann einen Live-Kurs und Coaching. Wer sich dafür interessiert, findet bei einem Klick auf das nachfolgende Banner mehr Informationen.

Crash - Chaos - Chance

 

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Ökonomische Fehlprognosen

Des Kaisers neue Ökonomie

Etablierte Wirtschaftswissenschaftler haben in der Vergangenheit Fehlprognosen abgegeben — bei der Einschätzung der Corona-Folgen drohen sie wieder zu versagen.

von Christian Kreiß

Rezession„Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht…“, heißt ein Sprichwort. Nun, um Lügen geht es hier weniger, eher um drastische Fehlurteile. Führt man sich vor Augen, wie Mainstream-Volkswirte und Wirtschafts-Journale die Lage 2007, unmittelbar vor der großen Finanzkrise, eingeschätzt haben, so hätte man eigentlich erwarten müssen, dass sie in der Zwischenzeit geschlossen abgedankt haben. Wenn heute also dieselben Akteure orakeln, die ökonomischen Folgeschäden der Lockdowns könnten bald vollständig überwunden werden, ahnt man schon: Es bahnt sich eine Katastrophe an. Unter bestimmten Umständen ist Optimismus kein Kavaliersdelikt — er blockiert eine realistische Sicht auf die Lage und wirksame Gegenmaßnahmen.

Im jüngsten Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom 21. Juni heißt es:

„Die deutsche Wirtschaft überwindet die pandemiebedingte Krise und steht am Beginn eines starken Aufschwungs. (…) Verglichen mit der Vorausschätzung vom Dezember 2020 wird für den gesamten Projektionszeitraum ein beträchtlich höheres BIP erwartet.“

Die deutsche Wirtschaft werde 2021 um knapp 4, 2022 um gut 5 Prozent wachsen. Dabei erscheinen „die Risiken für das Wirtschaftswachstum aus heutiger Sicht ausgeglichen“ (1).

Ähnlich optimistisch klingen die Prognosen der meisten anderen Mainstream-Volkswirte, beispielsweise vom Wall Street Journal befragte Ökonomen (2) oder der Weltbank (3). Der Tenor ist immer der gleiche: Die Weltökonomie wird das Vor-Lockdown-Niveau schon bald überschreiten, dann folgt weiteres starkes Wachstum wegen der zurückgestauten Nachfrage und alles ist wieder gut.

Bereits beim Heraufziehen der Finanzkrise 2007 haben praktisch alle Mainstream-Ökonomen versagt. Beispielsweise waren alle Ökonomie- und Finanzzeitschriften sowie die Europäische Zentralbank (EZB) voll des Lobes für die soliden Finanzen Spaniens, was im Nachhinein geradezu als grotesk anmutet.

Das Land wurde noch 2007 als Musterschüler des Euroraumes gelobt, an dessen Vorzeigeverhalten sich andere Länder ein Vorbild nehmen sollten. Dabei war bereits deutlich vor 2007 längst abzusehen, dass Spanien vor einer schweren Immobilien- und Finanzkrise stand (4). Warum konnten die Heerscharen der vorzüglich ausgebildeten Volkswirte und Analysten dies damals nicht sehen (5)? Und — was haben wir daraus gelernt?

Warum sind heute die Prognosen wieder ähnlich optimistisch wie 2006? Wiederholt sich das gleiche Blindheitsschema? Ich glaube ja.

Ich möchte mich im Folgenden auf die Analysen und Prognosen der renommierten Deutschen Bundesbank beziehen. Liest man die im jüngsten Monatsbericht erschienene gründliche, fundierte Analyse mit dem Titel „Perspektiven der deutschen Wirtschaft für die Jahre 2021 bis 2023“ vom 21. Juni, so kommt man zu dem Ergebnis: alles gut.

Selbstverständlich weist die Bundesbank auf etwaige Risiken hin: Es sei mit „Überraschungen zu rechnen“, es könnte zu mehr Insolvenzen als erwartet kommen oder „zu Verwerfungen an den Finanzmärkten mit negativen realwirtschaftlichen Rückkopplungen“. Aber alles in allem seien die Simulationsergebnisse des zugrunde liegenden makroökonomischen Modells doch eher „vorsichtig“ und man habe „keine Alternativszenarien mit unterschiedlichen Annahmen bezüglich der Pandemieentwicklung mehr erstellt“.

Kurz: „In der Gesamtschau erscheinen die Risiken aus heutiger Sicht für das Wirtschaftswachstum in etwa ausgeglichen“ (6).

Insbesondere für den Arbeitsmarkt brauche man sich keine Sorgen zu machen: „Die kräftige Arbeitsnachfrage lässt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung deutlich über ihr Vorkrisenniveau steigen.“ Und auch Inflationssorgen seien trotz etwaiger leichter Aufwärtsrisiken unbegründet:

„Die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel dürfte dagegen — zusätzlich bereinigt um den Mehrwertsteuereffekt — wie schon im Vorjahr bei nur etwas über 1 Prozent liegen. Bis 2023 könnte sie im Gefolge des Aufschwungs, der verbesserten Arbeitsmarktlage und wieder stärker anziehender Löhne auf 1,7 Prozent steigen. Da von Energie und Nahrungsmitteln dann kein überdurchschnittlicher Teuerungsdruck mehr ausgeht, ermäßigt sich die Gesamtrate auf gleichfalls 1,7 Prozent“ (7).

Kurzum: alles gut. Wir brauchen uns keine Sorgen zu machen, weder um unser Erspartes noch um unsere Arbeitsplätze.

Am Rande sei bemerkt, dass die Bundesbank meines Erachtens auf Seite 24 eine etwas peinliche Fehldarstellung liefert, im Schaubild „Privater Konsum und Sparquote“. Dort wird der Rückgang der privaten Konsumausgaben im Frühjahr 2020 mit etwa 2 Prozentpunkten von circa 101 auf 99 angegeben, während auf Seite 16 im Schaubild „Wichtige Komponenten der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage“ die privaten Konsumausgaben zur selben Zeit von etwa 107 auf 93, also um circa 14 Prozentpunkte abstürzen (8). Ich vermute, die Darstellung auf Seite 16, der starke Rückgang, ist korrekt.

In dem sehr ausführlichen Artikel fehlen meines Erachtens mehrere zentrale Faktoren, weshalb es zu der irreführend optimistischen Darstellung kommt. Zum einen wird die Geldmengenentwicklung im Euroraum nicht erwähnt. Die Bilanzsumme der EZB hat sich in den vergangenen 14 Jahren etwa verachtfacht (9).

Anders ausgedrückt: die Zentralbankgeldmenge, also das von der EZB frisch gedruckte Bar- und Giralgeld ist auf etwa das Achtfache gestiegen. In den USA kam es gar zu einer Verzehnfachung (10) und in Großbritannien zu einer Verzwölffachung der Zentralbankgeldmenge (11). Das gab es noch nie auch nur ansatzweise in der Geschichte. Was wird mit all dem frisch gedruckten Geld in der Welt geschehen? Auf dieses Damoklesschwert, diese riesige aufgestaute Geldwelle, geht die Bundesbank nicht ein. Das scheint keine nennenswerte Rolle zu spielen.

Zweitens wird von der Bundesbank nicht — mit Ausnahme der deutschen Staatsverschuldung — erwähnt, dass sich die weltweiten Schulden von privaten Haushalten, Unternehmen, Regierungen und Finanzinstituten in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten, gemessen an der Wirtschaftskraft, dramatisch erhöht haben, insbesondere durch die Lockdowns und besonders bedenklich in einigen Emerging-Markets-Ökonomien (12). Diese Schulden können unmöglich in voller Höhe zurückgezahlt werden. Schuldenausfälle sind — genau wie 2006 — vorprogrammiert. Warum wird dieses enorme Risiko von der Bundesbank ignoriert?

Drittens sind bestimmte Vermögenswerte, insbesondere die Aktienbörsen und viele Wohnimmobilien in Industrieländern heute so hoch bewertet wie noch nie oder zumindest wie sehr selten in der Geschichte. Im vergangenen Jahrzehnt hat sich eine bedenkliche Asset-Bubble aufgebaut, die leicht platzen kann (13).

Kurz: Die Bundesbank ignoriert vollkommen, dass insbesondere im Zuge der Lockdownmaßnahmen eine riesige Menge an Schecks auf die Zukunft gezogen wurde, die wir eines Tages werden einlösen müssen.

Die Bundesbank tut so, wie wenn man größere Teile einer Ökonomie, beispielsweise Kultur, Bildung, Fortbewegung, Gastronomie, Beherbergung, Einzelhandel, Friseure, Industriebetriebe und so weiter relativ problemlos für viele Monate zusperren, die Ausfälle über Staatszuwendungen zum großen Teil ausgleichen, das Ganze über frisch gedrucktes Notenbankgeld finanzieren kann und — das alles keine nennenswerten Auswirkungen auf die Ökonomie oder unser aller ökonomisches Wohlbefinden haben wird. Das klingt nicht gerade nach viel gesundem Menschenverstand, der in das makroökonomische Modell eingebaut ist.

Ich glaube, dass das Bundesbank-Ökonomie-Modell nicht nur realitätsfern, sondern geradezu schädlich ist. Denn es wiegt uns in eine Sicherheit und Behaglichkeit, die nicht vorhanden ist. Durch die Verharmlosung werden, ähnlich wie in der Zeit bis 2007, sinnvolle Gegenmaßnahmen gegen kommende Unbill verhindert. Insbesondere die massiven ökonomischen und sozialen Schäden, die durch die Lockdowns verursacht wurden, werden von der Bundesbank in geradezu frivoler Weise verharmlost beziehungsweise geleugnet.

Das kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen muss die Bundesbank selbstverständlich politische Rücksichten nehmen. Falls sie beispielsweise hohe Inflationszahlen prognostizieren würde, könnte sie diese über Self-fulfilling Prophecies leicht auch herbeiführen: Wenn die Konsumenten tatsächlich glauben, dass hohe Inflation kommt, gehen sie schnell noch einkaufen und führen durch die steigenden Einkäufe gerade steigende Inflation herbei. Das Gleiche gilt, wenn die Bundesbank einen Crash oder Wirtschaftseinbruch prophezeien würde. Dann würde er vermutlich tatsächlich auch kommen, weil die Menschen danach handeln.

Zum anderen kann es aber auch einfach an falschen Modell-Prämissen liegen. Und das ist meiner Meinung nach der Fall. Die herkömmlichen Lehrbücher der Ökonomen ignorieren, dass Menschen keine Maschinen sind. Sie ignorieren Machtprozesse. In der Regel spielt steigende Ungleichverteilung keine nennenswerte Rolle. Auch Zinseszins und unbeschränkte Eigentumsanhäufung stellen keinerlei Problem dar, ebenso wenig wie Gewinnmaximierung der Unternehmen und Nutzenmaximierung der Konsumenten. Diese stark weltanschaulich geprägten neoliberalen, kapitalfreundlichen und egoismusfördernden Grundannahmen sind meiner Meinung nach jedoch nicht nur falsch, sondern geradezu schädlich (14). Sie führen darüber hinaus zu realitätsfernen Prognosen.

Ich fürchte, das rosige Bild, das die Deutsche Bundesbank — ebenso wie die rosigen Bilder der meisten anderen Mainstream-Ökonomen — uns zeichnet, wird sich ebenso wie 2007 bitter rächen.

Indem wir in falsche Sicherheit gewiegt werden, die Wirklichkeit nicht sehen wollen, also gewissermaßen Vogel-Strauß-Politik betreiben, verhindern solche Fehlprognosen sinnvolle Gegenmaßnahmen und verschlimmern dadurch eine kommende Bereinigung beziehungsweise führen sie erst herbei.

Wir sollten dringend unsere ökonomischen Grundannahmen überarbeiten und sie einer Realitäts- und Menschlichkeitsprüfung unterziehen. Sonst laufen sehr unschöne Machtprozesse ab und es gibt ein in vielerlei Hinsicht böses Erwachen. Die Zeit drängt.


Quellen und Anmerkungen:

(1) Monatsbericht der Deutschen Bundesbank Juni 2021, 21. Juni 2021, Perspektiven der deutschen Wirtschaft für die Jahre 2021 bis 2023:
(2) https://www.wsj.com/articles/the-economic-recovery-is-here-rebound-jobs-stock-market-unemployment-biden-aid-package-11622642152?mod=hp_lead_pos5
(3) https://www.worldbank.org/en/publication/global-economic-prospects
(4) https://www.wiwi-online.de/Literatur/Fachartikel/382/Spanien+vor+Finanzkrise
(5) Stefan Bergheim: Die Erfolgsgeschichte geht weiter, herausgegeben von Deutsche Bank Research (DB Research), 11. September 2007.
(6) Monatsbericht der Deutschen Bundesbank Juni 2021.
(7) Ebenda.
(8) Ebenda.
(9) https://tradingeconomics.com/euro-area/central-bank-balance-sheet
(10) https://tradingeconomics.com/united-states/central-bank-balance-sheet
(11) https://tradingeconomics.com/united-kingdom/central-bank-balance-sheet
(12) https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/512646/Kreiss-zeigt-auf-Dem-Finanzsystem-droht-massive-Gefahr-von-ueberraschender-Seite
(13) https://www.epochtimes.de/meinung/gastkommentar/kommt-ein-boersen-oder-wirtschaftsabsturz-die-inflation-oder-der-grosse-crash-a3526451.html
(14) https://menschengerechtewirtschaft.de/wp-content/uploads/2020/07/Buch-Mephisto-30.4.20-mit-Bild-1.pdf


Dieser Beitrag erschien auf Rubikon am 29.06.2021 unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.


Finanzkrise? Nicht mit mir!

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„Europa-Rente“ – Rettung für die Altersvorsorge?

Die „Europa-Rente“ erblickte im Jahr 2020 mit der EU-Verordnung „über ein Paneuropäisches Privates Pensionsprodukt (PEPP)“ das Licht der Welt.

„Europa-Rente“ – mehr Geld für wen?

Im Jahr 2020 trat die EU-Verordnung zur privaten Altersvorsorge in Kraft.

Mit der Verordnung sollen „standardisierte Altersvorsorgeprodukte“ angeboten und zudem staatlich gefördert werden. Damit sind sogenannte ETFs gemeint, die die Finanzkonzerne massiv bewerben.

ETF sind an den Börsen handelbare Indexfonds.

Werner Rügemer gibt in einem aktuellen Beitrag auf den NachDenkSeiten einen Überblick über die Entwicklungen und Auswirkungen dieses neuerlichen Angriffs auf die gesetzliche Rente.

BlackRock und die private „Europa-Rente“

Insbesondere beleuchtet er, wer hinter dieser „selbstlosen“ Initiative steht. Geht es doch der Verordnung nach der EU darum,

„das Produkt insbesondere für junge Menschen und mobile Arbeitnehmer attraktiver machen, und es wird den Unionsbürgern damit weiter erleichtert, ihr Recht auszuüben, überall in der Union zu arbeiten und zu leben…

Durch diese Verordnung kann ein privates Altersvorsorgeprodukt mit dem Ziel einer langfristigen Altersvorsorge geschaffen werden, das soweit möglich den ökologischen, sozialen und Governance-Faktoren (ESG-Kriterien) nach Maßgabe der von den Vereinten Nationen unterstützten Grundsätze für verantwortungsbewusstes Investment Rechnung trägt, möglichst einfach, sicher, angemessenen im Preis, transparent, verbraucherfreundlich und unionsweit mitnahmefähig ist und die in den Mitgliedstaaten bereits bestehenden Systeme ergänzt.“

Klingt das nicht unheimlich menschen-, vor allem „arbeitnehmerfreundlich“?

Rügemer kommentiert:

„Mithilfe der „Volksaktie“ namens Exchanged Traded Funds (ETF) sollen die Risiken vermieden werden: das Einzahlen kann schon mit ein paar Euro beginnen, ist in der Höhe nicht festgelegt – und die Gebühren betragen fast null. Zauberhaft, nicht wahr?

Aber wer sind die neuen Zauberer? Die größten heißen BlackRock und Vanguard…. Ein gefährlicher Zauber!“

Werner Rügemer zeigt wie schon Jens Berger in seinem Anfang 2020 erschienenen Buch „Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen?„, dass unsere Altersrücklagen das Kapital sind, mit dem BlackRock und Co. sich die Welt zum Untertanen machen.

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[Einladung] 2021 profitabel in Krypto investieren

Bitcoin, Ethereum, Doge und Co. steigen wie eine SpaceX-Rakete und machen ihre Halter zu Millionären. Wollen Sie dabei sein?

2021 profitabel in Krypto investieren

Krypto Währungen als Rettung, Geldvernichtung, Betrug? Die Meinungen gehen weit auseinander.

Regierungen und die EU wollen alternative digitale Zentralbankwährungen. Bis dahin drucken die Zentralbanken weiter Geld und enteignen alle Sparer.

Ein Beispiel?

Die Holzpreise sind von April 2020 bis 2021 um 375 Prozent gestiegen – die Europäische Zentralbank rechnet bereits mit der 3-Prozent-Inflationsmarke.

Bitter, wenn Sie sich eine Terrasse für laue Sommernächte bauen wollten oder Ihre Kinder sehnsüchtig ein Baumhaus wünschen.

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Inflationsrate belastet die Haushalte

Die Inflationsrate sollte in der Europäischen Union unter oder nahe bei 2 Prozent bleiben. Die Bürger verbinden mit Inflation meist höhere Preise.

Inflationsrate steigt

Während viele Bürger Dank Politik und Medien gebannt auf „Inzidenzwerte“ und AHA-Regeln achten, fällt ihnen kaum auf, wie ihr Geld immer weniger wird. Und das ist erst der Anfang.

Mit leichter zeitlicher Verzögerung ist mit den „Corona-Hilfsmaßnahmen“ die Inflationsrate gestiegen:

Inflationsrate in Deutschland bis April 2021Und die Aussichten für die nächsten Jahre bieten kaum Entwarnung.

Seit der Einführung des Eurosystems galt nach Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB):

Dem Eurosystem ist es von Anfang an gelungen, Preisstabilität im Euro-Währungsgebiet auf mittlere Sicht zu gewährleisten. In den ersten zwölf Jahren des Bestehens der Gemeinschaftswährung lag die durchschnittliche jährliche Teuerungsrate im Euroraum unter, aber nahe 2 %, und die Inflationserwartungen blieben fest auf einem Niveau verankert, das mit Preisstabilität im Einklang steht.“

Die Direktorin der Europäischen Zentralbank (EZB) Isabel Schnabel sieht die 2-Prozent-Marke erreicht und rechnet, dass die Inflation „kurzfristig über die Marke von drei Prozent“ springen könnte:

„Und in diesem Jahr haben wir dann gesehen, dass es zu einem kräftigen Anstieg der Inflation gekommen ist. Und das geht sogar noch weiter. In Deutschland rechnen wir damit, dass es durchaus zu einer Inflation kommen kann, die größer ist als drei Prozent.“

Wie Ihr Geldvermögen entwertet wird

Drei Prozent Inflationsrate bedeutet für ein angespartes Kapital in Höhe von 500.000 Euro einen Kaufkraftverlust von 15.000 Euro binnen eines Jahres. Wenn diese jährliche Inflationsrate bis zum Jahr 2030 anhielte, blieben vom angesparten Kapital von 500.000 Euro nur noch 383.208 Euro Kaufkraft.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass die durchschnittliche „Inflationsrate“ in der Regel nach einem „Warenkorb“ bemessen wird. Für einzelne Waren und Dienstleistungen gelten natürlich sehr unterschiedliche Preissteigerungen. So stiegen:

  • der Erzeugerpreis für Draht aus Kupfer binnen Jahresfrist um 18,6 Prozent;
  • die Preise von Baustahl allein zwischen Dezember 2020 und März 2021 um 18,5 Prozent;
  • die Bitumenpreise im gleichen Zeitraum um 20,6 Prozent.

Gerade im Baubereich drohen enorme Kostensteigerungen. Schon aktuell rollt eine beispiellose Preislawine bei Rohstoffen und Materialien für den Ausbau auf die deutschen Bauherren und Sanierer zu.

Auch in anderen Ländern steigt die Inflationsrate dramatisch. In den USA stiegen die Verbraucherpreise im April um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das ist der höchste Wert seit 13 Jahren. Die Preise für Lebensmittel kletterten um 3,5 Prozent, für Fleisch und Eier gar um fünf Prozent nach oben. Die Immobilienpreise stiegen in den USA insgesamt um elf Prozent.

Wenn zu dem Kaufkraftverlust für die Konsumenten dann noch Null- oder gar Negativzinsen für die Sparer hinzukommen, ist der hart erarbeitete Wohlstand gefährdet.

Geldvermögen neu strukturieren – Geldwert sichern

Wer eigene Ersparnisse erhalten und sichern will, sollte die Inflationsverluste kalkulieren und sein Portfolio neu strukturieren. Denn noch immer nutzen die meisten Bürger Geldanlagen, die besonders von einer Inflation betroffen sind:

Genutzte Geldanlagen

Wie Ihr Geldvermögen abmagert – Gratis-Download

Steuer- und Inflationsverlust-Kalkulator

Tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse ein und holen Sie sich gratis den Steuer- und Inflationsverlust-Kalkulator

Nach dem Klick auf den Button "Jetzt anfordern" bekommen Sie eine E-Mail "Ein Klick fehlt noch", um sich vor Spam zu schützen. Mit dem Klick auf den Bestätigungslink in der E-Mail werden Sie auf Google Drive geleitet und können die Tabelle in dem Format herunterladen, mit dem Sie kalkulieren wollen. Erst nach der Speicherung auf Ihrem Rechner Datei öffnen und kalkulieren.


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Wie Bürger mit Kartenzahlung abgezockt werden

Ist Kartenzahlung statt Bargeld hygienischer? Oder werden die Bürger damit vermehrt abgezockt und ihrer finanziellen Freiheit beraubt?

Kartenzahlung als „Hygienefaktor“

KartenzahlungKartenzahlung soll unhygienisch sein – behauptet beispielsweise die ING-Bank:

„Wie schmutzig ist Geld? Das lässt sich klar beantworten: Es ist sehr schmutzig. Geldscheine und -münzen wechseln sehr häufig den Besitzer – doch das ist nur einer der Gründe, warum sie stark mit Keimen belastet sind.“ (ing.de)

Mit solch einer Argumentation versucht die ING-Bank Angst zu verbreiten und die Menschen zur Kartenzahlung zu überzeugen.

Dabei verweist sie auf einen Beitrag in der Washington Square News aus April 2014 unter dem Titel: „Professor’s study finds microbes on dollars“.

Demgegenüber liest sich auf der Webseite der Bundesbank:

„‚Die Wahrscheinlichkeit, sich mittels Bargeld anzustecken, ist geringer als bei vielen anderen Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens‘, so Beermann in einem Pressegespräch in der Bundesbank. ‚Von Banknoten und Münzen geht kein besonderes Infektionsrisiko für den Bürger aus‘. Die Euro-Banknoten seien so konzipiert, dass sie beim täglichen Gebrauch kaum verschmutzten. Zudem seien die 5- und 10-Euro-Banknoten, die besonders oft als Wechselgeld von Hand zu Hand gehen, zusätzlich mit einem Schutzlack gegen Verschmutzung versehen.“

Ergänzend zitiert die Bundesbank René Gottschalk, Infektiologe und Leiter des Gesundheitsamts der Stadt Frankfurt am Main.

„‚Es ist im Prinzip völlig egal, wie lange Krankheitserreger auf Oberflächen überleben können. Entscheidend ist, ob es ein Infektionsweg ist‘, sagte er bei dem Pressegespräch. Der Infektionsweg sei bei Banknoten nicht gegeben. Zudem seien Geldscheine aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht besonders gut geeignet, Krankheitserreger zu übertragen. ‚Hauptübertragungsweg des Coronavirus sind Tröpfcheninfektionen durch Husten, Niesen, aber auch Sprechen‘, ergänzte Gottschalk. ‚Wenn das Virus über Geldscheine oder Tischplatten übertragen würde, wären die Fallzahlen höher.'“

Abzocke durch Kostenfalle

Wenn aber an fast jedem Ladengeschäft steht, dass die Kunden mit wegen Corona Karte zahlen sollten, dann machen das eben viele – ohne Nachzudenken und zu prüfen.

Denn wer achtet schon darauf, wie damit der Einkauf teurer wird. Schauen Sie sich mal in dem folgenden rbb-Beitrag  den Teil bis Minute 07:16 an:

Kostenfalle Kartenzahlung

Zu ähnlichen Ergebnissen führen unter anderem Beiträge auf Biallo:

„Mehr als 460 Banken kassieren bis zu 0,75 Euro pro Zahlvorgang“

Auf dem gleichen Portal können Sie auch eine kostenlose Information herunterladen, worauf sie bei welcher Bank achten müssen, um der Kostenfalle Kartenzahlung zu entgehen.

Eine Folge dieser Entwicklung ist, dass dadurch 2020 der Bargeldumsatz in Deutschland um 70 Milliarden Euro sank. Das war wiederum Anlass für zahlreiche Banken, als „Entschädigung“ mehr Gebühren zu kassieren. 460 Banken verlangen derzeit bis zu 75 Cent pro Kartenzahlung. Die Kosten werden in den Kontoabrechnungen versteckt. Verbraucherschützer sind alarmiert – Sie auch?


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