Unternehmensfinanzierung mit Hebeleffekt

Eine Unternehmensfinanzierung mit Hebeleffekt kann bei Nutzung von Krediten erreicht werden. Aber Achtung: Mehr Kredit, mehr Ertrag, mehr Risiko.

Der Hebeleffekt in der Unternehmensfinanzierung

UnternehmensfinanzierungDer Einsatz von Fremdkapital kann vor allem in Zeiten niedriger Zinsen die Eigenkapital-Rentabilität eines Unternehmens deutlich verbessern. Das ist immer dann der Fall, wenn der durch den Kapitaleinsatz generierte Ertrag höher ist als die Kapitalkosten. Dies wird als Hebeleffekt bezeichnet.

Der Hebel birgt aber auch Risiken, warnt das E-Book von www.europakredit.com.

Bekannt von Wertpapiergeschäften

Hebelwirkungen sind aus dem Wertpapierhandel bekannt. Das Prinzip, das zum Beispiel mit Optionsscheinen und Zertifikaten von Barclays, Vontobel und vielen anderen Kapitalanlagegesellschaften verfolgt wird, basiert auf dem Einsatz von weniger Eigenkapital im Vergleich zu einer direkten Investition in die Basiswerte. Die Wirkung bei der Unternehmensfinanzierung lässt sich an einem vereinfachten Rechenbeispiel verdeutlichen:

Ein Existenzgründer benötigt für sein Unternehmen 100.000 Euro Kapital. Laut Business-Plan erwartet er daraus 7.500 Euro Jahresgewinn, also 7,5 %. Setzt er komplett auf Eigenkapital, entspricht dieser Wert zugleich seiner Eigenkapital-Rendite.

Nun erhält er die Chance, einen Kredit von 50.000 Euro zu einem Zinssatz von 5 % zu bekommen. Der kostet ihn also 2.500 Euro an Zinsen pro Jahr. Die müssen wir vom Gewinn abziehen, es bleiben also nur noch 5.000 Euro übrig. Ein schlechtes Geschäft?

Keineswegs, wenn man die Eigenkapitalrendite betrachtet. 5.000 Euro Gewinn stehen nämlich jetzt nur noch 50.000 Euro Eigenkapital gegenüber, die Rendite hat sich auf satte 10 % verbessert.


Die Kehrseite der Medaille

Das obige Beispiel ließe sich fortsetzen mit einem noch höheren Einsatz von Fremdkapital, der die Eigenkapital-Rendite weiter steigern würde. Dem sind natürliche Grenzen gesetzt, denn keine Bank sagt umfangreiche Darlehen bei einer sehr niedrigen Eigenkapitalquote zu. Der Zinssatz steigt zudem mit steigendem Ausfallrisiko.

Aber ganz abgesehen von den praktischen Schwierigkeiten bedeutet eine weitgehende Fremdfinanzierung ein großes Risiko für das Unternehmen selbst, beispielsweise bei überraschend wegbrechenden Einnahmen oder wenn die Fristigkeiten von Finanzierung und Verbindlichkeiten nicht aufeinander abgestimmt sind. Wichtig ist deshalb, allgemein anerkannte Bilanz- und Finanzierungsregeln nicht über Bord zu werfen, nur weil ein großer Hebeleffekt lockt.

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Finanzanlagenvermittlung – Datenschutz oder Transparenz?

Für Finanzanlagen sind gemäß Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) 2012 alle Gespräche aufzeichnen und dokumentieren.

Finanzanlagenvermittlung ist umfassend zu dokumentieren

Jupiter – Louvre Museum Foto: Jastrow

Mit der Aufforderung „Sie brauchen nur hier zu unterschreiben“ ist heute keine Vermittlung von Finanzanlagen mehr zulässig. Finanzanlagenvermittler müssen gemäß der FinVermV von 2012 alle Gespräche aufzeichnen und dokumentieren, die zur Zeichnung einer Kapitalanlage zu führen. Bankberater müssen dafür auch telefonische Beratungsgespräche dokumentieren. Dies soll nach dem neuen Referentenentwurf auch für freie Finanzanlagenvermittler gelten. Den Referentenentwurf hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Herbst 2018 veröffentlicht.

Die „Informations-, Beratungs- und Dokumentationspflichten“ sind vor allem im Abschnitt 4 (§§ 11 bis 19) festgelegt.

Eine derartig umfassende und detaillierte Dokumentationspflicht irritert nicht nur Interessenten/Kunden an einer Kapitalanlage. Sie verunsichert auch die Vermittler. Denn leicht können Fehler mit Haftungsrisiken entstehen. Vor allem aber ist die Dokumentation mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Wie angemessen sind hier Aufwand und Nutzen?

Die Partei Die Linke richtete in einem ganz anderen Zusammenhang an die Bundesregierung eine „Kleine Anfrage“, inwiefern Vertreter spezifischer Interessen auf einen Gesetzentwurf zur „Digitalen Infrastruktur“ Einfluss nehmen konnten. Um die Lobbyarbeit transparenter zu machen, wollte sie wissen:

Wann Gespräche im Vorfeld des Gesetzesentwurfs stattfanden, wer die Teilnehmer waren, welche konkreten Formulierungen getroffen wurden, von wem die Initiative für den Kontakt ausging, ob finanzielle und wirtschaftliche Hintergründe des Gesprächspartners in Erfahrung gebracht wurden und ob entsprechende Aufzeichnungen und Protokolle angefertigt wurden.

Das sind im Grunde die gleichen Forderungen, die an die Finanzanlagenvermittler gestellt werden.

Wir alle wissen: Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch lange nicht dasselbe.

Arroganz der Macht

Genau in diesem Sinne ist die Antwort der Bundesregierung eine Abfuhr für Die Linke:

„Es ist weder rechtlich geboten noch im Sinne einer effizienten und ressourcenschonenden öffentlichen Verwaltung leistbar, entsprechende Informationen und Daten (z. B. sämtliche Veranstaltungen, Sitzungen und Termine nebst Teilnehmerinnen und Teilnehmern) vollständig zu erfassen oder entsprechende Dokumentationen darüber zu erstellen oder zu pflegen.“

„Die Bundesregierung geht davon aus, dass dem Informationsbedürfnis der Fragesteller künftig durch die Veröffentlichung der Gesetzes- und Verordnungsentwürfe sowie der Stellungnahmen aus der Verbändeanhörung auf den Internetseiten der jeweiligen Ressorts Genüge getan ist.“

„Eine Verpflichtung zur Erfassung sämtlicher geführter Gespräche – einschließlich Telefonate – besteht nicht, und eine solche umfassende Dokumentation wurde auch nicht durchgeführt.“

Und schließlich – klingt irgendwie gereizt, oder?

„Die Grenze zur administrativen Überkontrolle ist angesichts des Umfangs der Überprüfung der aktuellen Gesetzgebungstätigkeit und der Detailtiefe von einzelnen Fragen aus Sicht der Bundesregierung erreicht.“

Tilman Welter (fondstelegramm Welther Verlag GmbH) verglich Anfang des Jahres 2019 diese Antwort der Bundesregierung mit der Verpflichtung für die Dokumentation laut FinVermV und kam zu dem Schluss:

„Arroganter geht kaum … es entsteht der Eindruck, dass der Gesetzgeber hier mit zweierlei Maß zu Werke geht. Geht es um den eigenen Aufwand, handelt es sich um ‚administrative Überkontrolle‘, geht es um den Aufwand, den man anderen aufnötigt, wird vermeintlicher Anlegerschutz ins Feld geführt“.

Quelle: fondstelegramm.de, 03.01.2019

Übrigens: Warum als Bild der Jupiterkopf? – Nun: „Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt“.

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Beamtenkredit – Günstige Konditionen durch sicheren Arbeitsplatz

Günstige Konditionen durch einen sicheren Arbeitsplatz

Gute Bonität ist die wichtigste Voraussetzung für günstige Kreditkonditionen. Arbeitnehmer müssen in der Regel nachweisen, dass sie langjährig beim selben Arbeitgeber beschäftigt sind und deswegen entsprechend lange Kündigungsfristen haben. Noch besser dran sind Beamte: Leisten sie sich keine schweren Verfehlungen, schützt sie der Beamtenstatus auf Lebenszeit. Weder Insolvenz noch Fusion bedrohen ihren Job und ihren Sold.

Unterschiedliche Zielgruppen je nach Kreditgeber

Das Infoportal www.kredit-fuer-beamte.net gibt zu bedenken, dass bei vielen Kreditanbietern nicht klar abgegrenzt ist, wer in den Genuss eines Beamtenkredits kommt. So dürften zum Beispiel Richter, Staatsanwälte und Soldaten in der Regel einem Beamten gleichgestellt sein.

Nicht so eindeutig ist die Sache dagegen bei Angestellten öffentlich-rechtlicher Körperschaften ohne Beamtenstatus. Auch hier kann zwar von einer höheren Arbeitsplatzsicherheit als in der Privatwirtschaft ausgegangen werden, aber es fehlt eben der Status als Beamter auf Lebenszeit. Fragen kostet aber nichts und kann sich wegen der besseren Kreditkonditionen – niedrigere Zinsen, höhere Summen, längere Laufzeiten – lohnen.

Sind Sie Mitglied einer Vereinigung wie etwa des Deutschen Beamtenbunds, erkundigen Sie sich dort nach speziellen Beamtenkrediten. Über Tochtergesellschaften wie das DBB Versorgungswerk treten die Interessenvertretungen sogar als Kreditvermittler auf.

Gleiche Regeln auch für Beamte

Bis auf die besseren Vertragsbedingungen unterscheiden sich Beamtenkredite nicht von gewöhnlichen Ratenkrediten. Auch die üblichen Bonitätsprüfungen mit Einschaltung der Schufa laufen ab. Negative Merkmale führen zu höheren Zinsen oder im Extremfall zur Ablehnung eines Kreditantrags.

Zwar ist ein Auslandsdarlehen für deutsche Beamte auch ohne Schufa möglich, es wird aber unnötig teuer. Besser ist es, seine Bonität in Ordnung zu bringen, Verpflichtungen pünktlich nachzukommen und Überschuldung zu vermeiden. Ein angemessener Kredit, der regelmäßig bedient wird, ist kein negatives Schufa-Merkmal.

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Erbe – Damit aus dem Todesfall kein Streitfall wird

Erben – mit klaren Regelungen zu Lebzeiten können Erbstreitigkeiten vermieden werden. Ein Testament kann Streit vermeiden – leider nicht immer.

Erbe – planvolle Vermögensübertragung

(djd). Beim Thema Geld endet nicht nur die Freundschaft, sondern oftmals auch der Familienfrieden. Missverständnisse, Habgier oder unklare Testamente: Der Streit ums Erbe kann nach einem Todesfall ganze Familien entzweien. Dabei können klare Regelungen, die zu Lebzeiten getroffen werden, solchen Streitigkeiten vorbeugen. Hier sind Antworten auf 6 wichtige Fragen:

Gesetzliche Erbfolge: Wer bekommt was?

Erben mit Testament
Foto: djd/Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG/Alexander Raths – stock.adobe.com

Hat es der Verstorbene nicht anders veranlasst, etwa in einem Testament, gilt im Todesfall die gesetzliche Erbfolge.

„Ist der Verstorbene beispielsweise im gesetzlichen Güterstand verheiratet und hat zwei Kinder, erbt die Frau die Hälfte, die beiden Kinder jeweils ein Viertel des Vermögens“, erläutert Roland-Partneranwältin Karen Baas von der Anwaltssozietät Fahr Groß Indetzki in Offenburg.

Sei eines der Kinder oder seien beide Kinder bereits vorher verstorben, würden automatisch die Enkelkinder die Anteile erben. Bei Unverheirateten erben die Kinder zu gleichen Teilen das gesamte Vermögen.

Für viele Erblasser und Erben sind zudem die steuerlichen Folgen wichtig.

Schulden? Nein, danke.

Wer erbt, kommt nicht immer zu einem beträchtlichen Vermögen, denn auch Schulden können weitervererbt werden. „Es gibt die Möglichkeit, das Erbe auszuschlagen“, so Baas. Allerdings sei die Ausschlagung nur auf die gesamte Erbschaft möglich, nicht beschränkt auf die Schulden. Um das Erbe auszuschlagen, muss im Regelfall eine Frist von sechs Wochen eingehalten werden.

Welche Vermögenswerte fließen ins Erbe ein?

Grundsätzlich fließen alle Verwögenswerte ins Erbe ein.

„Neben Immobilien, Kontoguthaben und Aktiendepots zählen auch Schmuck, Fahrzeuge sowie der gesamte Hausrat zum Vermögen“, erläutert Karen Baas.

Auch Firmenanteile könnten weitervererbt werden, je nach Gesellschaftsform falle das Erbe jedoch unterschiedlich aus.

 

Testament: Was kann man zu Lebzeiten regeln?

In einem Testament könne man Regelungen über das gesamte eigene Vermögen treffen, so Karen Baas. So könne man Erben benennen, einzelne Gegenstände als Vermächtnisse übertragen, Teilungsanordnungen treffen oder eine Vor- und Nacherbfolge anordnen. Ebenso könne man dem Erben seinen Pflichtteil entziehen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen dazu gegeben seien.

Kann ein Testament handschriftlich verfasst sein?

Ein Testament kann entweder notariell oder handschriftlich errichtet werden, erklärt Karen Baas. Bei einem handschriftlichen Testament dürfe die Unterschrift nicht fehlen, sonst sei es ungültig. Um Unstimmigkeiten zu vermeiden, kann es sinnvoll sein, sich im Vorfeld der Testamentserstellung von einem Anwalt oder Notar beraten zu lassen: „Die Kosten für ein Erstgespräch beim Anwalt liegen in der Regel bei etwa 250 Euro. Diese Investition kann sich im Streitfall grundsätzlich mehr als rentieren.“

Pflichtteilsansprüche geltend machen

(djd). „Sind Kinder oder Eltern durch ein Testament von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen worden, kann man Pflichtteilsansprüche geltend machen“, erklärt Roland-Partneranwältin Karen Baas von der Anwaltssozietät Fahr Groß Indetzki in Offenburg. Die Pflichtteilsquote liege bei der Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

Der Anspruch umfasse dabei zunächst den Auskunftsanspruch und den Wertermittlungsanspruch gegen den beziehungsweise gegen die Erben. Erst dann könne die Berechnung und darauf die Zahlung erfolgen. Haben Kinder schon zu Lebzeiten ihrer Eltern erbrechtliche Ansprüche? „Selbst wenn die Eltern als potenzielle Erblasser ihr Geld für Urlaube oder einen extravaganten Lebensstil ausgeben, haben die möglichen Erben keinerlei Ansprüche“, so Baas.

 

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Kassensturz zum Jahresende

Kassensturz – zum Jahresende scheint es angeraten, auch privat Bilanz zu ziehen. Wieviel wurde gespart und welche Maßnahmen lohnen sich dafür im neuen Jahr?

Kassensturz zum Jahresende: Die ruhigen Tage für einen Finanzcheck nutzen

Kassensturz zum Jahreswechsel
Foto: djd/UDI

(djd). Die Versicherung, den Strom und die Handyflatrate gibt es bei anderen Anbietern jeweils viel günstiger – aber trotz der Aussicht auf eine Entlastung der Haushaltskasse werden die meisten Bundesbürger nicht aktiv. Einige Dinge schiebt man einfach gerne immer wieder auf, dazu zählt neben der Steuererklärung auch die Optimierung der Geldanlage.

Tatsächlich aber sollte sie ebenfalls regelmäßig geprüft und an aktuelle Marktbedingungen angepasst werden. Die beste Gelegenheit für einen lohnenden Finanzcheck sind die ruhigen Tage rund um den Jahreswechsel.

Zumindest teilweise in chancenreiche Geldanlagen investieren

Geldanlage regelmäßig prüfen
Foto: djd/UDI/CJS

Wer sein Geld auf dem Sparbuch oder Festgeldkonto geparkt hat, kann zwar in Sachen Risikovermeidung nicht viel falsch machen. Aber er bekommt derzeit auch nichts für sein angelegtes Kapital, die Inflation frisst die magere Rendite buchstäblich auf.

„Zumindest mit einem Teil des freien Geldes sollte man in chancenreichere Geldanlagen investieren wie Aktien und unternehmerische Beteiligungen“, rät Stefan Keller, Geschäftsführer des unabhängigen Nürnberger Finanzdienstleisters UDI.

Dafür seinen umweltfreundliche Geldanlagen im Wachstumsmarkt der erneuerbaren Energien derzeit außergewöhnlich attraktiv: „Man müsse als Anleger nicht auf Rendite verzichten – und kann gleichzeitig etwas für die Umwelt tun.“ Aktuelle Investmentmöglichkeiten gibt es etwa unter www.udi.de. Das Spektrum reicht von Windrädern über Solar- und Biogasanlagen bis hin zu energieeffizienten Immobilien.


 

Beim Finanzcheck an das Einmaleins der Geldanlage denken

Ein Patentrezept in Sachen Geldanlage gibt es nicht, jeder Sparer hat eigene Wünsche und Erwartungen. Der Nürnberger Finanzdienstleister hat auf seiner Homepage ein Einmaleins der Geldanlage zusammengestellt. Wann und wofür werde ich Geld in meinem Leben brauchen? Was will ich mit der Geldanlage erreichen? Will ich mein Risiko möglichst breit streuen oder auch spekulieren und Marktchancen wahrnehmen?

Mehr aus dem Geld machen
Foto: djd/UDI/CJS

Diese Fragen, so Stefan Keller, müssten sich Anleger vor einer Neustrukturierung ihres Portfolios stellen. Zudem sollten sie sich fragen, welche Bedeutung Nachhaltigkeit bei ihrer Geldanlage hat. Keller rät generell zu einer Vermögensstreuung nach Laufzeiten, Risikoklassen und Investitionsobjekten.

Zudem sollte man bei der Geldanlage die Kosten im Blick haben. Wer eine Finanzberatung nutze, sollte die offenen und verdeckten Entlohnungen beziehungsweise Provisionen des Beraters kennen und mit deren Umfang und Verhaltensanreizen einverstanden sein: „Finger weg von vermeintlich ‚heißen‘ Tipps, die völlig überdurchschnittliche Renditen versprechen“, warnt Stefan Keller.

Kleine Checkliste für die Geldanlage

(djd). Darauf sollte man beim Geldanlegen achten:

  • Das große Ganze muss stimmig sein.
  • Man sollte sich alle Informationen holen, die zur Entscheidungsfindung nötig sind.
  • Man sollte erst unterschreiben, wenn man die Anlageform auch wirklich verstanden hat.
  • Eine Beratung sollte ehrlich und kompetent sein.
  • Die Geldanlage sollte zur aktuellen Vermögenssituation und persönlichen Lebensphase passen.
  • Auf keinen Fall alles auf eine Karte setzen.

Ein Einmaleins der Geldanlage findet man beispielsweise unter www.udi.de/service.

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Finanzielle Entlastungen 2019

2019 dürfen sich die Bundesbürger über einige finanzielle Entlastungen freuen – von Mindestlohn bis Mütterrente

Finanzielle Entlastungen 2019 vs. steigende Kosten

Entlastungen 2019 - Mehr Kindergeld
Foto: djd/Targobank/Getty Images/Geber86

(djd). Anfang 2019 werden neue Gesetze und Regelungen in Kraft treten, Mitte des Jahres kommen weitere hinzu. „Die Änderungen führen dazu, dass Arbeitnehmer, Rentner und Eltern mehr Geld zur Verfügung haben“, erklärt Otmar Lang, Chefvolkswirt der Targobank.

Allerdings dürfe man im Gegenzug nicht vergessen, dass viele Bundesbürger im kommenden Jahr auch von steigenden Preisen betroffen sein werden. Das gelte vor allem für das Thema Wohnen und die allgemeinen Energiekosten, die zuletzt für einen deutlichen Anstieg der Inflationsrate sorgten. „Je nach Lebenssituation wird der Nettoeffekt von Entlastungen und Belastungen bei jedem anders ausfallen“, so Chefvolkswirt Lang.

Hier die wichtigsten gesetzlichen Änderungen im Überblick:

  • Mindestlohn: Der gesetzliche Mindestlohn wird zum 1. Januar 2019 auf 9,19 Euro pro Stunde steigen, bisher hatte er bei 8,84 Euro gelegen. Zum 1. Januar 2020 wird er auf 9,35 Euro weiter angehoben.
  • Rentenplus: Die gesetzlichen Renten werden 2019 voraussichtlich erneut um mehr als drei Prozent steigen. Zum 1. Juli 2019 dürfen sich westdeutsche Rentner vermutlich um ein Rentenplus von 3,18 Prozent und ostdeutsche Rentner um ein Plus von 3,91 Prozent freuen. Final wird die Rentenerhöhung erst im kommenden Jahr festgelegt, wenn die Daten zur Lohnentwicklung komplett vorliegen.
  • Mehr Mütterrente: Bei der Mütterrente gibt es weitere Verbesserungen. Alle Mütter und Väter mit Erziehungszeit, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, bekommen zusätzlich einen halben Rentenpunkt gutgeschrieben.
  • Entlastungen 2019 - Mehr Rente
    Foto: djd/Targobank/Getty Images/Tom Merton

    Mehr Kindergeld und höhere Freibeträge: Ab dem 1. Juli 2019 bekommen Familien jeden Monat zehn Euro mehr Kindergeld pro Kind. Das Kindergeld beträgt dann für das erste und das zweite Kind je 204 Euro monatlich, für das dritte Kind erhalten Eltern 210 Euro und für jedes weitere Kind 235 Euro. Nicht nur das Kindergeld, auch der Kinderfreibetrag wird angehoben: Zum 1. Januar 2019 steigt er von 2.394 Euro auf 2.490 Euro.

  • Paritätische Zusatzbeiträge zur Krankenkasse: Die Zusatzbeiträge bei der gesetzlichen Krankenversicherung werden wieder zu gleichen Teilen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bezahlt. Bisher wurden die Zusatzbeiträge für die Krankenkasse von den Versicherten allein bezahlt. Die meisten Krankenkassen erheben derzeit neben dem allgemeinen Beitragssatz einen solchen Zusatzbeitrag.

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Lieber Betriebsrente als Zuschuss zum Handyvertrag

Betriebsrente oder andere geldwerte Vergünstigungen vom Unternehmen? Was wünschen sich Beschäftigte lieber?

Wie begehrt ist die Betriebsrente?

Betriebsrente ist den Beschäftigten in Deutschland wichtiger als andere geldwerte Vergünstigungen
Foto: djd/SIGNAL IDUNA Lebensversicherung

(djd). Nach dem Willen von Arbeitnehmern sollte mehr Geld in die betriebliche Altersversorgung (bAV) fließen, denn eine Betriebsrente ist den Beschäftigten wichtiger als andere geldwerte Vergünstigungen des Arbeitgebers. Das ergaben zwei aktuelle repräsentative Online-Umfragen im Auftrag der Signal Iduna.

Konkret würden sich 55 Prozent der Befragten für eine Betriebsrente entscheiden und nur 28 Prozent lieber für einen Zuschuss zum Fahrgeld, zum Handyvertrag oder für vergleichbare Leistungen. 17 Prozent konnten sich nicht entscheiden. Überdurchschnittlich hoch war der Wunsch nach einer Betriebsrente bei den Arbeitnehmern mit einem Brutto-Monatseinkommen zwischen 2.500 und 3.500 Euro und bei den 35- bis 44-Jährigen.

Kleinbetriebe benötigen mehr Unterstützung

Betriebsrente im Handwerk gewünscht
Foto: djd/SIGNAL IDUNA Lebensversicherung

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) ist Anfang 2018 in Kraft getreten, seitdem wurde der Umfrage zufolge fast jeder vierte Arbeitnehmer in seinem Betrieb über die neue Geringverdienerförderung informiert. Allerdings ist in kleinen Unternehmen unter 20 Mitarbeitern die Information erst bei rund jedem zehnten Mitarbeiter angekommen.

Insbesondere Kleinbetriebe benötigen also offensichtlich mehr Unterstützung zur Information ihrer Beschäftigten. „Hier sollte die Politik mit einer breit angelegten Kampagne eine Grundlage schaffen“, meint Clemens Vatter, Konzernvorstand der Signal Iduna und zuständig für die Lebensversicherung.

So klagt knapp jeder fünfte Unternehmensentscheider, der seine Belegschaft noch nicht über die neuen Fördermöglichkeiten für Bezieher niedriger Lohngruppen informiert hat, selbst über unzureichende Informationen. In kleinen Betrieben mit zwei bis 19 Mitarbeitern ist es tendenziell sogar knapp jeder dritte befragte Chef.


 

Verwaltungsaufwand sollte kein „Schreckgespenst“ sein

Aber auch der hohe Verwaltungsaufwand wird von 16 Prozent der befragten Entscheider als Hinderungsgrund für eine Mitarbeiterinformation angeführt. In Betrieben von 20 bis 49 Mitarbeitern ist der Verwaltungsaufwand tendenziell ein größeres Hemmnis als in Großbetrieben.

„Mit dem Schreckgespenst des hohen Verwaltungsaufwandes sollten wir zügig aufräumen, denn mithilfe der Digitalisierung ist eine schlanke Verwaltung möglich“, erklärt Clemens Vatter. Man habe die bAV bereits komplett digitalisiert und biete den Kunden eine durchgängig digitale Beratung und Verwaltung an. Damit könne die bAV in den Betrieben sehr effizient umgesetzt werden.

Siehe unter anderem auch:

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Best Ager – Rentencheck

Best Ager mit rechtzeitigem Rentencheck gehen besser vorbereitet in den Ruhestandhilft. Worauf ist bei der finanziellen Planung fürs Alter zu achten?

Best Ager – Rentencheck für planvollen Ruhestand

Rentencheck für Best Ager
Foto: djd/Allianz Deutschland AG/Getty

(djd). Der Ruhestand ist für die meisten Menschen eine ganz besondere Herausforderung. Paare beispielsweise müssen diesen neuen Lebensabschnitt bewusst neu gestalten, wenn es morgens nicht mehr wie gewohnt zur Arbeit geht.

Das alles fällt viel leichter und ist deutlich entspannter, wenn man sich rechtzeitig einen Überblick über seine finanzielle Lage im Ruhestand verschafft hat. Viele Best Ager haben dabei ganz praktische Fragen:

  • Was muss ich wissen, um meine gesetzliche Rente beantragen zu können?
  • Welche Fristen sind dabei einzuhalten?
  • Wie ist mein aktueller Vermögensstatus und wie wird er sich bis zum Renteneintritt vermutlich verändern?

Rentencheck: Überblick über die finanzielle Planung für den Ruhestand

Ein Rentencheck unter www.allianz.de/rentencheck beispielsweise richtet sich an alle, die einige Jahre vor dem Eintritt in die Rente stehen. Der Check kann auf vielfältige Weise hilfreich sein, um den Ruhestand von finanziellen Sorgen unbelastet zu genießen. So kann man etwa eine individuelle Checkliste für wichtige Termine erstellen und diese mit dem eigenen Online-Kalender verknüpfen.

Wie ist mein aktueller Vermögensstatus?
Foto: djd/Allianz Deutschland AG/Getty

Auf diese Weise vergisst niemand mehr, rechtzeitig einen Termin mit der Rentenberatung zu vereinbaren oder sich um die Auszahlung der Leistungen aus der Riesterrente und anderen Altersvorsorgeverträgen zu kümmern. Mit der Vermögensübersicht kann man sich einen individuellen Überblick über die finanzielle Planung für den Ruhestand verschaffen.

Die Daten werden auf dem eigenen Rechner als pdf-Dokument gespeichert und lassen sich immer wieder bearbeiten. Der Datenschutz ist im Übrigen sichergestellt: Weder speichert der Versicherer die Daten noch nutzt er diese anderweitig. Wer mit der Vermögensübersicht den Überblick über seine eigenen Finanzen hat, kann auf dieser Basis entscheiden, ob das Geld zum Beispiel reicht, um früher in Rente zu gehen. Nutzer können den Übergang zur Rente auf diese Weise so optimal wie möglich planen.

Rentenscore: Schon jung die Wunschrente berechnen

Eine ganz andere Herausforderung bedeutet die Frage, wie viel Geld man ungefähr benötigt, um im Alter entspannt zu leben. Ein Rentenrechner unter www.allianz.de/rentenscore beispielsweise hilft nicht nur bei der Frage, wie viel Geld man eigentlich benötigt und wie sich die Inflation auf die Wunschrente auswirkt. Das Online-Tool zeigt auch auf, wie nah man bereits an seiner persönlichen Wunschrente ist, wenn man die gesetzliche Rente, die private und betriebliche Vorsorge sowie weitere Einnahmen zusammenrechnet. Der Rentenscore gibt zudem Auskunft darüber, wie gut man im Vergleich zu anderen Menschen seiner Altersgruppe vorgesorgt hat.


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BAV Rente – Wovon können Sie profitieren?

Für die bAV Rente werden mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz seit Beginn des Jahres 2018 eine Reihe von Bedingungen geändert. Ziel ist, die Altersversorgung von abhängig Beschäftigten zu verbessern. Wovon können Sie profitieren?

Betriebliche Altersversorgung mit bAV Rente 2018

bAV-RenteMit dem neuen Gesetz soll die sogenannte „zweite Schicht“ der Altersversorgung gestärkt werden: Nach der gesetzlichen Rente ist damit die zusätzliche betriebliche Altersversorgung (bAV) gemeint.

Das gesetzliche Rentenniveau sinkt seit Jahren. Derzeit liegt es bei 48 Prozent. Damit droht vor allem den unteren Einkommensgruppen Altersarmut. Deshalb fragen sich viele: Kann die Lücke zwischen dem letzten Arbeitseinkommen und der gesetzlichen Rente mit der betrieblichen Altersversorgung kleiner werden?

Zunächst erscheint betriebliche Altersversorgung für Beschäftigte eine interessante Option für die private Altersvorsorge zu sein. Als privater Schutz vor niedrigen Altersrenten hat aber ihre Tücken!

Denn bisher sind die Mitarbeiter dabei weitgehend von den Angeboten in den Unternehmen abhängig. Außerdem sind die Chancen für eine hohe betriebliche Rente mit vielen Dienstjahren in einem Großunternehmen am größten.

Führungskräfte profitieren am meisten

Die Unternehmensberatung Willis Towers Watson hat in der im März erschienenen Studie „Deutscher bAV-Index 2018“ geprüft, inwieweit mit der betrieblichen Altersvorsorge mehr finanzielle Sicherheit im Alter erreicht wird.

Anhand von drei Musterpersonen (Tarif-Mitarbeiter, außertariflicher Mitarbeiter und Führungskraft) wurden die Altersleistung und die Kosten der arbeitgeberfinanzierten Versorgungswerke berechnet. Dabei betrug der Versorgungsgrad, das heißt erste bAV-Rente dividiert durch letztes Gehalt zwischen 4,4 Prozent und 4,8 Prozent der jeweiligen letzten Grundvergütung.

Das Fazit der Studie:

„Das Rentenniveau ist in den alten Bundesländern von Jahr 2000 auf 2016 um etwa fünf Prozent (netto) gesunken. Das in der Studie ermittelte Versorgungsniveau der arbeitgeberfinanzierten bAV von im Median 4,4 Prozent bis 4,8 Prozent der letzten Grundvergütung reicht daher kaum aus, um die sinkende Tendenz der gesetzlichen Rente allein in diesem vergleichsweise kurzen Zeitraum aufzufangen – wobei davon auszugehen ist, dass das Niveau der gesetzlichen Rente aufgrund demografischer Entwicklung weiter absinken wird. Zwar ist die bAV insbesondere für Führungskräfte bereits heute ein wesentlicher Teil der Vergütung, doch müsste die Dotierung der betrieblichen Altersvorsorge mehr als verdoppelt werden, um dem gesellschaftspolitischen Anspruch als zweite Säule der Alterssicherung gerecht zu werden.“

Quelle: Studie-Deutscher-bAV-Index-Ergebnisreport

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