Norbert Häring – Das wahre Wesen des Kapitalismus

Norbert Häring hat auf seinem Blog mehrere Beiträge veröffentlicht, um „Das wahre Wesen des Kapitalismus“ zu enthüllen.

„Das wahre Wesen des Kapitalismus“

Norbert Häring ist promovierter Wirtschaftsjournalist und Autor populärer Wirtschaftsbücher. Er schreibt beispielsweise für das Handelsblatt und betreibt den Blog Geld und mehr.

Mit dem Bestseller Ökonomie 2.0 (Ko-Autor Olaf Storbeck) gewann er den Wirtschaftsbuchpreis 2007. 2014 wurde Norbert Häring mit dem Preis der Keynes-Gesellschaft für Wirtschaftspublizistik ausgezeichnet.

Im Jahr 2011 gründete mit weiteren Experten die internationale Ökonomenvereinigung World Economics Association. Ihr gehören mehr als 12.000 Mitglieder an.

Gleich, inwieweit die folgenden Blogbeiträge von Norbert Häring dem Leser helfen, „Das wahre Wesen des Kapitalismus“ zu erkennen, und ob seiner Analyse kritikfrei zuzustimmen ist – zum Nachdenken und Erkenntnisgewinn dürften die Beiträge in jedem Fall beitragen.

Hier die Links:

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Profiteure der Angst – Arte-Doku aus 2009

„Profiteure der Angst“ – Impfstoff-Marketing mit erfundenen Pandemien lautete der Titel einer Arte-Doku 2009. Kommt uns das bekannt vor?

Im Jahr 2009 änderte die WHO die Pandemiedefinition – gerade „rechtzeitig“, um eine Schweinegrippe-Pandemie auszurufen. Was dem Schutz der Gesundheit dienen sollte, wurde ein Riesengeschäft für die „Profiteure der Angst“. Hunderte Millionen unnütze Impfdosen konnten sie verkaufen – bezahlt angeblich durch die Staaten, in Wirklichkeit durch die Steuerzahler, also uns alle.

In der Arte-Reportage wurden wichtige Abläufe und Hintergründe der „Pandemie“ dokumentiert. Hochinteressant ist dies, wenn die Dokumentation im Lichte der derzeitigen Entwicklungen gesehen wird. Erkennen Sie zufällig die gleichen Profiteure?

Entlarvend auch schon damals die Aussage eines WHO-Managers, der zur geänderten Pandemie-Definition nur einfälltig sagte, jetzt sei das halt so. Und vor der nächsten Pandemie müssen man vielleicht mal prüfen, ob die neue Definition sinnvoll sei.

Für Geldanleger scheint aktuell eine Investition in Unternehmen der Pharmalobby wieder sehr lukrativ zu sein – doch um welchen Preis? Wollen Sie mitschuldig werden?

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BVerfG-Urteil zu Anleihekauf – welche Folgen sind möglich?

Zum Anleihekauf der Notenbanken entschied das Bundesverfassungsgericht gegen den Europäischen Gerichtshof. Die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ erörtert die möglichen Folgen.

Anleihekauf – Stopp vom Bundesverfassungsgericht?

Der Europäischen Gerichtshofs (EuGH) billigte im Jahr 2018 Anleihekäufe der Notenbank in Höhe von insgesamt 2,7 Billionen Euro seit 2015. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) entschied nunmehr dagegen. Normalerweise sind die nationale Gerichte an Entscheidungen des EuGH gebunden. Das ergibt sich aus den EU-Verträgen.

Die deutschen Richter gehen jedoch davon aus, dass die obersten EU-Richter ihre Befugnisse im EZB-Urteil von 2018 gravierend überschritten hätten. Deshalb könne das BVerfG davon abweichend urteilen.

Solch eine Kampfansage hat die EU noch nie erlebt. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, selbst nicht gerade ein unbeschriebenes Blatt bei Rechtsverstößen, polterte am Sonntag gegen das Urteil: „Das letzte Wort zu EU-Recht wird immer in Luxemburg gesprochen. Nirgendwo sonst.“

Wie müsste die EU jetzt normalerweise reagieren?

Die EU-Kommission soll überwachen, ob die Mitgliedstaaten EU-Recht einhalten. Stellt sie fest, dass ein Mitgliedstaat EU-Recht verletzt, muss sie handeln. Das bedeute, sie informiert zunächst das Land über dessen mutmaßliche Verstöße und versucht, eine Lösung auszuhandeln. Wenn auf diesem Weg keine Lösung erreicht wird, reicht die Kommission Klage beim Europäischen Gerichtshof ein.

Die Anmahnung aus Brüssel löst nicht automatisch ein gerichtliches Vertragsverletzungsverfahren. Sie kann und soll jedoch abschrecken. Denn wenn die EU eine mögliche Vertragsverletzung ignoriert, kann das einen Dominoeffekt auslösen.

Nun sind Vertragsverletzungsverfahren gar nicht so selten. In der Regel vereinbaren beide Seiten einen Kompromis. Es erscheint jedoch als unwahrscheinlich, dass das BVerfG seine Entscheidung aufhebt oder revidiert, selbst wenn der EuGH Deutschland verurteilt. Ob der EuGH Deutschland verurteilt, ist jedoch im Falle eines Verfahrens auch nicht sicher, denn es könnten zumindest teilweise andere Richter entscheiden als im Dezember 2018.

Kommt es nun zu einer institutionelle Krise in der EU? Das wird auch in der Bundesrepublik von einigen befürchtet. Denn wenn zugelassen werde, dass Zweifel an der Autorität des EuGH aufkommen, könnte dies letztlich das Überleben des Euro gefährden, warnte der ehemalige Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der an diversen Rettungsaktionen in Europa mitgewirkt hat.

Quelle: fondsprofessionell.de, 12.05.2020

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Flugzeugfonds – Geldanlage mit Rendite

Flugzeugfonds – Geldanlage mit Rendite – das war einmal. In den letzten Jahren drohten vor allem Verluste – ohne Ende?

Flugzeugfonds im Aufwind

Um das Jahr 2008 tauchten auf dem Markt der Geschlossenen Fonds vermehrt Flugzeugfonds auf. Diese Geldanlage erschien aus mehreren Gründen sehr lukrativ:

  • Die Luftfahtbranche befand sich im Aufwind und konnte auch in Krisenzeiten kräftige Wachstumsraten vorweisen, wie dieses Diagramm aus einem damaligen Verkaufsprospekt belegt.Flugverkehr Entwicklung
  • Als Vertragspartner für die Flugzeug-Leasingfonds operierten insbesondere weltweit führende Fluggesellschaften wie Singapore Airlines, Emirates, Air France KLM, Lufthansa und andere.
  • Langfristige Leasingverträge mit 10 Jahren Laufzeit und Verlängerungsoption boten Aussicht auf langfristig stabile Einnahmen.
  • Langstreckenflüge mit luxeriös ausgestatteten Flugzeugen wie dem A380 hatten zudem einen hohen Luxuswert.
  • Als Sahnehäubchen ermöglichte die anfänglich geringe Steuerbelastung Anlegern zudem weitgehend steuerfreie Einnahmen von 5 Prozent und mehr auf das eingezahlte Kapital.

Fluggesellschaften im Sturzflug

Bereits im Jahr 2019 deutete sich der Sinkflug der Fluggesellschaften an. Dies war überwiegend mit den Überkapazitäten und der dadurch verschärften Konkurrenz unter den Gesellschaften verbunden. 2019 sollte schließlich zur „Rekordpleite in der Geschichte der Luftfahrt“ führen:

„Dieses Jahr stand für viele Fluggesellschaften unter keinem guten Stern. Binnen kurzer Zeit mussten zahlreiche Airlines ihren Betrieb einstellen. Insgesamt zählt die Luftfahrt 23 größere Pleiten von Fluggesellschaften weltweit.“ (flüge.de, 31.12.2019)

In 2020 gelang dann zahlreichen Gesellschaften nicht einmal mehr eine Notlandung. Insbesondere infolge der weltweiten Corona-Pandemie brach plötzliche gerade der Passagierflugverkehr ein. Zahlreiche Fluggesellschaften stürtzten ab.

Die Luftfahrtgesellschaft Norwegian Air Shuttle ASA meldete Mitte November 2020 Insolvenz an. Allein im Jahr 2020 sind weltweit 42 Fluggesellschaften am Markt gescheitert. Das Beratungsunternehmens IBA Group schätzt, dass die Gesamtzahl bis März 2021 auf über 70 Airlines steigen könnte.

Der Weltluftfahrtverband IATA rechnet für das laufende Jahr 2020 mit einem branchenweiten Verlust:

„Für das Jahr 2020 wird ein Nettoverlust von 118,5 Milliarden Dollar erwartet (tiefer als die im Juni prognostizierten 84,3 Milliarden Dollar).
Für 2021 wird ein Nettoverlust von 38,7 Mrd. USD erwartet (tiefer als die im Juni prognostizierten 15,8 Mrd. USD). (iata.org, 24.11.2020)

Für die Geldanlage insbesondere auch in Sachwerten werden die Karten neu gemischt. Vor allem Sicherheit gewinnt im Zeitalter der Unordnung einen viel höheren Stellenwert als in „ruhigen“ Jahren.

Übrigens: Corona bringt Rangliste der größten Flughäfen durcheinander

Ergänzung 25.02.2021:

Nicht nur Fluggesellschaften, Flughäfen und Dienstleister für beide geraten in die Krise, sondern auch Flugzeugfonds.

Corona schickt ersten Flugzeugfonds in die Insolvenz“ (fondsprofessionell.de, 25.02.2021)

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Bargeldlose Debitkarte in Australien – eine Wohlfahrtskarte?

Die bargeldlose Debitkarte als „Wohlfahrtskarte“ verkauft die australische Regierung ihren Bürgern. Doch wozu führt sie wirklich?

Wohlfahrtskarte oder Instrument zur Enteignung?

Angeblich um vor allem die ärmeren Bürger vor Suchtgefahren zu schützen, testet Australiens Regierung seit 2016 ein bargeldloses Zahlungsprogramm. In mehreren Landesteilen erhalten Arbeitslose 80 % ihrer Gelder auf eine Kreditkarte überwiesen. Mit dieser bargeldlosen Debitkarte können sie jedoch weder Alkohol kaufen noch das Geld für Glücksspiele ausgeben.

Eine Studie zeigt jedoch, dass trotzdem Empfänger weiter Alkohol und Glücksspiel konsumierten. Wäre es viellent besser, gleich das Bargeld ganz abzuschaffen?

In einem kritisch-parodistischen Werbevideo für bzw. gegen das Programm fragt die Moderatorin:

„Hat ihr Partner ihnen den Zugang zu ihrem Geld abgeschnitten? Hat er Ihnen gesagt, es ist nur zu ihrem Besten, und dass Sie das Ihrem eigenen Verhalten zuzuschreiben haben. Wenn ja, dann sind sie vielleicht in einem Missbrauchs-Verhältnis … Außer natürlich, wir sind es, die Ihnen das antun, dann sind Sie in der Bargeldlosen Wohlfahrtskarte.“

Im Video sieht das superlustig aus. Doch das Video ist auch aus einem anderen Grund zu empfehlen: Wer will, erkennt, was auch uns „Normalbürger“ in der bargeldlosen Gesellschaft droht.

Hier zunächst eine Übersetzung – dann das Video anschauen!

„Wir stellen vor: die Bargeldlose Wohlfahrtskarte (Cashless Welfare Card), oder wie wir sie gerne nennen: Die Klassenkampfkarte (Class Warfare Card). Die Klassenkampfkarte, die bald landesweit ausgegeben wird, nimmt ihr meistes Geld in Quarantäne, damit Sie es nicht für Drogen, Alkohol oder Spielen ausgeben können. Sie wollen Sozialhilfe in Anspruch nehmen, also wollen wir, dass Sie sich wie ein Stück Scheiße fühlen. Ist es praktisch? Kein bisschen! Bargeld am Automaten, 0 Dollar. Taschengeld für die Kinder? Fehlanzeige. Einkaufen auf dem Markt? Geht nicht. Gebrauchte Kleider und Güter kaufen, auch nicht. Ihre Würde und Autonomie zu verlieren ist unbezahlbar. Das meiste werden sie nicht mehr kaufen können – für alles andere nutzen sie: Die Klassenkampfkarte! Ist sie wirksam? Nicht unserer eigenen Evaluation zufolge, die wenig Anzeichen fand, dass es Drogenmissbrauch oder Arbeitslosigkeit vermindert. Bei einem Versuch verursachte es sogar einen Anstieg der Kriminalität. Werden wir es dennoch tun? Natürlich. Denn wenn es uns darum ginge, Menschen zu helfen, wieder auf die Füße zu kommen, dann würden wir auf den Rat von Experten hören. Diese sagen, dass die Antwort darin liegt, mehr in psychische Gesundheitsdienste und gute Unterkünfte sowie Rehabilitation zu investieren. Stattdessen folgen wir dem Rat dieses Mienen-Milliardärs (Andrew Forrest), dessen neoliberaler Gedankenfurz das Programm inspiriert hat. Und so bezahlen wir jede Menge von Ihrem Steuer-Geld an Indue, für jede Person, die auf die Karte gesetzt wird (im Bild: 12.000 Dollar pro Person). Indue, das Unternehmen, dessen früherer Direktor zufällig der Präsident von diesen Schwachköpfen ist (Im Bild: “The Nationals” = National Party of Australia), die auf die landesweite Einführung der Karte gedrängt haben, was Indue noch mehr Geld bringen würde. Es ist alles Teil unseres Plans, Ihre Soziale Sicherung zu privatisieren. Damit auch an den Tränen der Armen noch Geld verdient werden kann. Alles auf einer Karte: Klassenkampfkarte! Wir stellen Sozialhilfeempfänger als Drogenabhängige dar, damit Sie sie für ihre Arbeitslosigkeit verantwortlich machen können, anstatt eines Systems, das nicht genug Jobs produziert. Die Klassenkampfkarte! Autorisiert vom Ministerium für die graduelle Durchsetzung der bargeldlosen Gesellschaft.”

Die Videos stammen von „The Juice Media ( TJM )“. Das australische Film- und Medienunternehmen produziert seit dem Jahr 2008 zeitgenössische politische und soziale Satire. Im Internet veröffentlichen Sie Serien unter „Honest Government Ads“ und „Juice Rap News“. (Quelle: https://de.qaz.wiki/wiki/The_Juice_Media)

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Bargeldloser Zahlungsverkehr erstrebenswert?

bargeldloser Zahlungsverkehr
@crimson/Fotolia

Bargeldloser Zahlungsverkehr – Banken und Kreditkartenanbieter werden bisher nicht müde, dafür zu werben. Was kommt auf uns zu?

Mehr bargeldloser Zahlungsverkehr seit „Corona“

Seit Beginn der Corona-Wahn-Pandemie zahlen immer mehr Bürger mit Kreditkarte und digital – rund ein Viertel mehr als vor der Krise will der Bankenverband per Umfrage ermittelt haben.

Norbert Häring, Wirtschaftsredakteur des „Handelsblatts“ und Buchautor verfolgt diese Entwicklung seit vielen Jahren kritisch:

„Wenn wir digital bezahlen, also nicht bar, dann hinterlassen wir immer eine Datenspur. Und all diese Datenspuren, die verlieren sich nicht irgendwo im Nichts, sondern die werden alle ausnahmslos gesammelt, und die Bank ist verpflichtet, diese Daten aufzubewahren, und zwar bis zehn Jahre nach Ende der Geschäftsbeziehung, also fast ewig.“(1)

„Dann ist unser Bankkonto, und die Daten, die davon da sind, praktisch ein Logbuch unseres ganzen Lebens. Wo auch in 20 Jahren noch, jemand reingucken kann und unser ganzes Leben liegt vor ihm. Er weiß dann, wo wir am 20.8.2005 waren und was wir da getan haben. Fast jede Stunde.“(2)

Ähnliche Befürchtungen teilt der Wirtschaftswissenschaftler und Buchautor Ulrich Horstmann:

„Das ermöglicht die komplette Lenkung. Die kann man ja auch sehr schön verpacken, dass man sagt: Na ja, wir wollen nicht, dass unsere Bürger Alkohol trinken. Rauchen sollen sie auch nicht mehr. Also werden wir einfach, da wir ein kollektives Verbot nicht aussprechen wollen, dem Bürger xy, dessen Daten wir ja haben, einfach aussperren davon.“(3)

Freiheit und Anonymität werden so nur noch Makulatur. Bargeld soll mit Macht abgeschafft, zumindest zurückgedrängt werden.

Bargeldloser Zahlungsverkehr trifft vor allem die Ärmsten

Die Versuche zur Abschaffung des Bargeldes sind nicht neu. Beispiele finden Sie auch auf dieser Webseite.

Dorothea Mohn vom Bundesverband der Verbraucherzentralen verdeutlicht:

„Richtig wird natürlich momentan nicht die kolossale Abschaffung des Bargeldes diskutiert, aber es gibt so Ansätze, an denen man sieht, in welche Richtung es gehen könnte. Es geht um die Abschaffung der ein bis zwei Cent Stücke oder um die Grenzen, bis zu der man anonym bezahlen können soll und so weiter sind. Es sind also alles Indizien, die in die Richtung gehen, dass das Bargeld geschwächt werden könnte.“(4)

Die Abschaffung des 500-Euro-Scheins hat die EZB bereits im vergangenen Jahr beschlossen.

Eines der jüngsten Beispiele für die Folgen eines Teil-Bargeldverbotes ist Indien. Im Jahr 2016 kündigte der indische Regierungschef Modi an, dass schon vier Stunden später die beiden größten Geldscheine, 500 und 1.000 Rupien, nicht mehr als Zahlungsmittel verwendet werden durften.

Norbert Häring zu den Folgen:

„Das bedeutete, dass 90 Prozent des Bargelds nicht mehr gültig war, sondern nur noch auf der Bank eingezahlt werden konnte. Und das in einem Land, wo 90 Prozent der Transaktionen bar laufen oder damals zumindest gelaufen sind und die Hälfte der Bevölkerung gar kein Konto hat. Das hat dann bedeutet, dass gerade alle, die dies am nötigsten hatten, so von der Hand in den Mund und von ihrer täglichen Arbeit im informellen Sektor leben – Rikschafahrer, Schuhputzer, kleine Händler, ein sehr, sehr großer Teil der Wirtschaft – konnte kein Geschäft mehr machen, weil es kein Geld mehr gab.“(5)

Wir sollten auch nicht vergessen:

Vom bargeldlosen Bezahlen profitieren direkt besonders Kreditkartenanbieter und die Anbieter mobiler Bezahlmöglichkeiten:

„Zwischen 0,2 und 0,3 Prozent des Umsatzes erhalten Kreditkartenanbieter bei jedem Bezahlvorgang vom Händler. Apple verlangt vom Verkäufer für seinen Bezahldienst Apple Pay 0,15 Prozent des Umsatzes.“(6)

Wer das wohl bezahlt?

Corona als Verstärker für Verzicht der Bürger auf Bargeldverkehr

Wenn wie eingangs vermerkt seit dem Ausbruch des Corona-Wahns digitale und Kartenzahlungen zugenommen haben, dann nicht unwesentlich auch wegen der Angst-Psychose auf allen Kanälen.

Dazu nochmals Dorothea Mohn vom Bundesverband der Verbraucherzentralen:

„Hier wurde mit Corona Angst gemacht und, und, und. Das hatte eine Zielrichtung. Für den Verbraucher liegen die Vorteile beim Bargeld … Für die Kartenanbieter liegt der Vorteil eher im unbaren Bezahlen. Und deswegen hat man die Corona-Angst hier ganz klar für eigene Zwecke genutzt.“(7)

Offensichtlich gelingt es jedoch nicht schnell genug, dieses bargeldlose System umzusetzen. Da bietet sich eine „Corona-Pandemie“ zusätzlich als starker Hebel für bargeldlosen Zahlungsverkehr und für Ausspionieren an: Gästelisten in Gaststätten, Reisebeschränkungen in In- und Ausland, Testpflicht und „Quarantäne“ für Reiserückkehrer, Testen, Testen, Testen … bis endlich genug „Infizierte“ für die nächste Aussperrung gefunden sind – oder doch bis endlich alle erfasst sind – auch ohne digitale Signatur á la Bill Gates.

(1 – 7) deutschlandfunk.de, 08.10.2020

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Deutsche-Bank-Studie: „Zeitalter der Unordnung“

Eine Deutsche-Bank-Studie sollte Politiker und den „Qualitätsmedien“ zu Denken geben. Auch viele Bürger wollen noch nicht wahrhaben, was einige Experten schon mehrfach verkündeten.

Deutsche-Bank-Studie: „Zeitalter der Unordnung“

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/8a/FRA_Deutsche_Bank.jpg/320px-FRA_Deutsche_Bank.jpg
Quelle: wikipedia.de

Nach rund 40 Jahren mehr oder weniger steilem Wirtschaftswachstum wird von Tag zu Tag deutlicher: so geht es nicht weiter.

Zu dieser Auffassung kommt jetzt auch ein Team von fünf Analytikern der Deutschen Bank mit Jim Reid an der Spitze. Das klingt fasst wie ähnliche Auffassungen, deren Autoren aktuell oft als „Verschwörungstheoretiker“ hingestellt werden.

Dazu gehören beispielsweise die Gesprächspartner von Roland Tichy:  Max Otte und Markus Krall über den Weltsystemcrash (Otte) 2020. Oder auch Ernst Wolff.

Auch nach Auffassung des Deutsche-Bank-Teams gibt es nicht schlechthin nur eine „V-Kurve“ der Konjunktur als Folge der fast weltweit einheitlichen Corona-Politik. Vielmehr stehen wir am Rande einer radikalen Wende:

„Die Welt steht an der Schwelle zu einer neuen Ära, die zunächst von Unordnung geprägt sein wird, mit einer wahrscheinlichen Lockerung der Globalisierung.“

Das Jahr 2020 markiere den Beginn eines neuen Zyklusses. Dieser Zyklus sei davon geprägt, dass die Volkswirtschaften, Vermögenspreise, Politik und unserer allgemeinen Lebensweise sich radikal ändern werden. Nunmehr beginne ein „Zeitalter der Unordnung“. Doch wäre es falsch, den Auslöser dafür in der Corona-Pandemie zu suchen. Diese habe die Entwicklung beschleunigt, „aber nicht verursacht“.

Regierungen und Unternehmen werden versuchen, mit mit noch mehr Schulden gegenzusteuern.

Darüber hinaus werden geopolitische Spannungen zwischen den USA und China „das Zeitalter der Unordnung“ charakterisieren. Denn China werde seinen Weg zur Wiederherstellung seiner historischen Rolle als globale Wirtschaftsmacht fortsetzen und dabei seine eigenen Werte dem westlichen Liberalismus vorziehen.

„Daher winkt ein Zusammenprall der Kulturen und Interessen, vor allem, da China näher daran ist, die größte Volkswirtschaft der Welt zu werden“,

heißt es in dem Bericht.

Ebenso könnte das Zeitalter der Unordnung – speziell die nächsten zehn Jahre – auch „ein Jahrzehnt sein, in dem Europa auf der Kippe steht“, heißt es in dem Bericht. Denn die Chancen für Europa, sich durchzuschlagen, sind gesunken.

Extrapolation der Entwicklung kann sich als größter Fehler erweisen

Nach Ansicht der Autoren bestimmen acht Themen „das Zeitalter der Unordnung:

  • Die sich verschlechternden Beziehungen zwischen den USA und China und die Umkehrung der ungezügelten Globalisierung.
  • Ein entscheidendes Jahrzehnt für Europa.
  • Noch höhere Verschuldung und Helikoptergeld wird zum Mainstream.
  • Inflation oder Deflation?
  • Verschärfung der Ungleichheit, bevor es zu einer Gegenreaktion und Umkehrung kommt.
  • Die Kluft zwischen den Generationen vergrößert sich.
  • Die Klimadebatte wird zunehmen.
  • Technologische Revolution oder Blase?

Im Bericht bezeichnen die Autoren die aktuelle Situation als „zweite Ära der Globalisierung“ (1980-2020?). Diese Periode kennzeichnete

„das beste kombinierte Vermögenspreiswachstum aller Zeiten in der Geschichte, mit durchweg sehr starken Aktien- und Anleiherenditen. Es ist unwahrscheinlich, dass im Zeitalter der Unordnung eine solche Leistung aufrechterhalten werden kann, insbesondere in realen Werten“.

Geldvermögen (privat) 2020

Quelle: statista.de

Doch erkennbar geht diese stetige Wachstumsentwicklung dem Ende zu. Aus ihrer Analyse ziehen sie den Schluss:

„In den kommenden Jahren könnte die bloße Extrapolation vergangener Trends der größte Fehler sein, den man macht“.

Quelle: „The Age of Disorder – the new era for economics, politics and our way of life“, 09.09.2020


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Digitaler Finanzfaschismus – Chance mit Corona-Pandemie

„Digitaler Finanzfaschismus“ – so charakterisiert Ernst Wolff das Ziel der einflussreichsten Kreise des Finanzkapitals, die den größten Teil der Weltbevölkerung enteignen.

Digitaler Finanzfaschismus – was soll das sein?

Eine Reihe von ausgewiesenen Finanzexperten warnen seit Monaten verstärkt. Wir steuern rasant auf eine außergewöhnliche und überaus bedrohliche Situation zu. Ernst Wolff hat sie in diesem Video für KenFM kurz und klar zusammengefasst:

Wir sind schon tief in der schärfsten Rezession der Neuzeit. Die Finanzmärkten tanzen auf dem Vulkan. Was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch erscheint, ist der Vorbote einer für uns alle höchst gefährlichen Entwicklung.

Vor 12 Jahren, in der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2007/08, wurden Hunderte Milliarden Dollar, Euro und andere Währungen in das Finanzsystem gepumpt. Anschließend wurden weltweit mehr als 700 Mal die Zinsen gesenkt.

Statt die Realwirtschaft vor den Finanzspekulationen zu retten, wurden die größten Spekulanten gerettet. In diesem Jahr würgten die Regierungen nun gar mit einem Lockdown erstmals überhaupt rund um den Globus die Wirtschaft fast komplett ab.

Diesen bewusst herbeigeführten Absturz haben die Zentralbanken erneut zum Anlass genommen, um die bis dahin größten Summen aller Zeiten ins globale Finanzsystem zu pumpen.

Die Folgen?

Einerseits:

  • Apple ist seit Anfang September 2020 der erste Konzern der Welt, dessen Börsenwert über 2 Billionen Dollar liegt. Von der Gründung 1976 vergingen 42 Jahre, bis Apple die 1-Billion-Marke erreichte. Für die zweite Billion brauchte der Konzern nur zwei Jahre.
  • Elon Musk hat es so schnell wie noch nie ein anderer Mensch auf der Welt geschafft, ein Vermögen von 100 Milliarden Dollar anzuhäufen.
  • Jeff Bezos, Amazon-Gründer, ist seit einigen Tagen der erste Mensch mit mehr als 200 Milliarden Dollar Vermögen.
  • Jeder fünfte Dollar, der seit März von der FED „geschöpft“ wurde, wanderte in die Tasche US-amerikanischer Milliardäre – das Vermögen der 12 reichsten von ihnen beträgt seit Mitte August 2020 mehr als 1 Billion Dollar.
Quelle: statista.de

Und was erwartet uns andererseits?

Schauen Sie sich das Video oben an, prüfen Sie die Fakten und ziehen Sie Ihre Schlüsse.

Falls Sie denken, dass nur Ernst Wolff diese Gefahr sieht, vergleichen Sie mit:

Covid-19 – Wie sichere ich mein Geld?

Oder informieren Sie sich mal hier:

Neben den unlängst erschienenen Büchern von Max Otte, Marc Friedrich und Matthias Weik ein Sammelband, der schon vor mehr als 10 Jahren erschien:

Die Beiträge lassen erkennen, dass die existenzgefährdende Finanzmarktentwicklung nicht erst in den letzten Monaten und schon gar nicht infolge der „Corona-Pandemie“ begonnen hat.

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BlackRock – oder wer beherrscht das kapitalistische System

BlackRock heißt die 1988 von Larry Fink gegründete weltweit größte Vermögensverwaltung. Ohne BlackRock kann selbst die FED heute keine wesentliche Entscheidung mehr treffen.

BlackRock – die unheimliche Macht

Unter dem Titel „BlackRock – Die unheimliche Macht eines Finanzkonzerns“ strahlte ARTE am 02.04.2020 eine Dokumentation aus.

BlackRock soll heute mehr als 7,4 Billionen Dollar Kundengelder verwalten. Damit bewegt der Konzern mehr Geld als irgendein anderer Finanzkonzern.

„Der Fonds hält Aktienpakete und Beteiligungen an 18.000 Firmen, darunter alle großen Player an den Finanzmärkten, und kann sämtliche Märkte der Erde auf Grund dieser Beteiligungen entscheidend beeinflussen.“ (kenfm.de, 18.05.2020)

Doch weit über das Geldvermögen verfügt BlackRock über ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Damit stellt es sämtliche Zentralbanken der Welt in den Schatten:

„Aladdin, ein System aus mehreren tausend Großrechnern, das insgesamt etwa 30.000 Investmentportfolios im Gesamtwert von 15 Billionen US-Dollar betreut und zu dessen Kunden unter anderen die Deutsche Bank mit einem Anlagevermögen von etwa 900 Milliarden Euro zählt. Aladdin enthält die größte jemals gesammelte und analysierte Menge an finanziellen Insider-Informationen und kann zum Beispiel die Auswirkungen von Pandemien auf einzelne Portfolios simulieren.“ (ebd.)

Geldanleger können sich dieser Macht an den Finanzmärkten kaum entziehen. Sie sollten jedoch die Spekulationen dieses Monopols in ihren Anlageentscheidungen berücksichtigen. Wer nicht spekulieren, sondern sinnvoll investieren will, wählt Alternativen:

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Covid-19 – Wie sichere ich mein Geld?

Covid-19 ist keinesfalls nur ein medizinisches Problem, sondern ein gesamtgesellschaftliches – mit drastischen Folgen für die eigene finanzielle Sicherheit.

Roland Tichy diskutiert mit Max Otte und Markus Krall über den Weltsystemcrash (Otte) 2020: Was passiert jetzt mit unserem Geld, wie kann man sich schützen? Und wie schützen sich die Bürger vor der zunehmend übergriffigen Politik?

Die Bundesbank, der Internationale Währungsfonds und viele Finanzexperten gehen inzwischen von einer Rezession infolge der Covid-19-Panik aus.

An allen wichtigen Aktienmärkten weltweit sind seit Mitte Februar die Kurze kräftig eingebrochen. Der deutsche Aktienindex DAX hat den schnellsten Kurssturz seiner 32-jährigen Geschichte hinter sich.

Der weltweite Index MSCI World ist ebenso abgestürzt.

Die kurzfristigen staatlichen Hilfsprogramme zur Begrenzung der Zahlungsausfälle führen zu einer Geldflutung, die nicht durch Waren gedeckt ist. Denn die Warenproduktion steht weitgehend still.

Mehr Geld im Verhältnis zu weniger Waren – das ist Geldentwertung in Reinstkultur. Wo soll das hinführen?

  • Welche Folgen hat diese Krise für Ihre Ersparnisse?
  • Wie sicher ist Ihr Geld bei Banken, bei Ihren Aktien und anderen Wertpapieren?
  • Was wird mit Ihrer Altersversorgung?

Fragen über Fragen, über die Max Otte und Markus Krall aus ihrer Sicht diskutieren.

Sie müssen entscheiden, was Sie jetzt tun, spätestens jetzt!

Übrigens kennen Sie diese 5 „Geheimtipps“? Wenn nicht, dann klicken!

Covid-19 - Geheimtipps

 

 

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