Diamanten - Sanktionen

Russische Diamanten sind seit Januar 2024 von den G-7-Staaten sanktioniert. De Beers und ODC (Botswana) sind dagegen.

G-7-Staaten sanktionieren russische Diamanten

Der weltgrößte Diamantenproduzent De Beers und die Okavango Diamond Company (ODC) aus Botswana haben die G7 aufgefordert, die Folgen ihrer Sanktionen zu prüfen.

News24.com bezieht sich auf eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach haben die weltweit führenden Diamantenproduzenten De Beers, ein Unternehmen der Anglo American Corporation, und die staatliche Okavango Diamond Company (ODC) in Botswana die G7 gebeten, ihre Sanktionen zu prüfen. Denn unbeabsichtigte Folgen könnten dazu führen, dass die Preise für afrikanische Diamanten stark ansteigen werden.

 

Diamanten - Preisentwicklung
Diamond – Euro (DMD – EUR) Chart (Quelle: finanzen.net)

Was auf den ersten Blick als gut für das Diamantengeschäft erscheint, halten die beiden Unternehmen für nachteilig.

„Im Dezember kündigten die G7-Staaten ein direktes Verbot für russische Diamanten ab dem 1. Januar an, gefolgt von schrittweisen Beschränkungen für indirekte Importe russischer Edelsteine ab etwa dem 1. März.

Ein neues System zur Rückverfolgung der Herkunft der Edelsteine soll im September eingeführt werden. Es ist jedoch umstritten, wie und wo das Herkunftsland eines Diamanten überprüft werden soll.

Belgien unterstützt die Idee von Kontrollen in Antwerpen, dem wichtigsten Diamantenzentrum der Welt.

Der Vorstandsvorsitzende von De Beers, Al Cook, sagte:

(Die afrikanischen Produzenten) wären gezwungen, alle ihre Diamanten in eine Richtung zu schicken, anstatt zu wählen … (und) ethische afrikanische Diamanten würden viel teurer werden.“

Dass Belgien die Kandidatur Antwerpens als Zertifizierungs-Standort unterstützt, ergibt sich wohl aus der Hoffnung auf eine Monopolstellung. Denn alle in der Welt geförderten Diamanten müssen dann zwingend an diesem einen Ort geprüft und zertifiziert werden.

Botswanas Minister für Bodenschätze Lefoko Moagi erklärte, dass sein Land gegen die Zertifizierung in Antwerpen sei. Angesichts der zentralen Rolle, die Diamanten in der botswanischen Wirtschaft spielen (mehr als zwei Drittel der Haushaltseinnahmen), bestünde eine Gefahr für die nationale Souveränität.

„Die Regierung stellte auch in Frage, warum die G7 ein neues System zur Zertifizierung von Diamanten einführen will, wenn im Kimberley-Prozess (KP), der 2003 eingeführt wurde, um so genannte Konfliktdiamanten vom Markt fernzuhalten, keine Schlupflöcher gefunden wurden.

Während eines Besuchs in Botswana blieb eine G7-Delegation konkrete Antworten auf die Frage von Journalisten schuldig, wie sich das vorgeschlagene Zertifizierungssystem vom KP unterscheiden würde.“

Diamanten – eine Kapitalanlage?

Diamanten können als Kapitalanlage zur Vermögenssicherung für langfristig orientierte Anleger geeignet sein. Als Beimischung zu anderen Sachwerten – insbesondere Immobilien, Edelmetallen, Rohstoffen – können sie eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Denn sie sind äußerst mobile Sachwerte und beanspruchen den kleinsten Raum bei größtem Wert. Allerdings sollte ein erstklassiges, international gültiges Zertifikat die Echtheit und den Wert bestätigen.

Wünschen Sie eine diskrete Empfehlung für einen soliden Experten? Dann senden Sie mir eine E-Mail.

Von Thomas Schulze

Mit den Beiträgen will ich helfen, anhand ausgewählter Beiträge besser zu verstehen, "was die Welt im Innersten zusammenhält"

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert