Bargeld-Verbot – wer verdient daran?

Bargeld-Verbot war schon mehrfach ein Thema im Blog. Es ist keine Verschwörungstheorie – denn mächtige Unternehmen sind daran interessiert.

Bargeld-Verbot – um den Terrorismus zu bekämpfen?

Im FOCUS war am 19.02.2017 unter anderem zu lesen:

„‚Barzahlungen sind bei der Terrorfinanzierung weit verbreitet‘, heißt es in einem Aktionsplan der Brüsseler Behörde.“

Im gleichen Beitrag wird Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) zu den Folgen zitiert:

„Kein Bargeld bedeutet totale staatliche Kontrolle… Unter dem Vorwand, Kriminalität und Terrorismus zu bekämpfen, strebt die EU-Kommission den gläsernen Bürger an.“

Verschiedene Vorboten des generellen Bargeldverbotes in Deutschland sind auch hier im Blog schon nachlesbar.

Für Schweden könnte 2023 das Aus für die Schwedische Krone eintreten. Der Wissenschaftler Niklas Arvidsson geht davon aus:

„In spätestens fünf Jahren spielt Bargeld in Schweden demnach keine Rolle mehr, weil kein Händler es mehr annimmt. Viele akzeptieren schon heute nur noch EC- und Kreditkarten.“ (sueddeutsche.de, 06.06.2018)

Wem nützt das Bargeld-Verbot

Das Bargeld-Verbot nützt dem Staat, weil damit die Bürger nicht etwa besser geschützt, sondern besser kontrolliert werden können. Man erinnere sich nur an die faktische Abschaffung des Bankgeheimnisses 2008 in Deutschland.

Noch viel mehr nützt es jedoch den Unternehmen, die mit der elektronischen Kontrolle  ein immer besseres Profil der Kaufgewohnheiten der Bürger gewinnen. Es erlaubt ihnen, zielgenau zu werben, genauer zu investieren und noch mehr Geld mit Ihnen zu verdienen.

Vor allem die Unternehmen, die am „Plastikgeld“ beteiligt sind, allen voran Fintec- und Kreditkartenunternehmen warten sehr auf das Bargeld-Verbot.

Selbst aus der EZB kommen solcherart Warnungen, sie die von EZB-Direktor Yves Mersch.

Schauen Sie mal nach China. Dort werden heute schon Verhaltensplus- und minuspunkte vergeben auf Basis elektronisch messbarer Aktivitäten. Ohne Bargeld sind sämtliche Aktivitäten personifiziert nachvollziehbar: wann haben Sie wo welche Schuhe gekauft? Wann und wo waren Sie im Schwimmbad oder Fittnescenter? Wan und wo haben Sie wieviel Bier welcher Marke bestellt…

Na und eine Währungsreform verbunden mit einer drastischen Geldentwertung wird ein Kinderspiel, wenn Bargeld ganz und gar abgeschafft ist.

Fazit: Entscheiden Sie jetzt, ob Sie unbedarft weiter Ihre Bargeld-Freiheit aufgeben, oder das Geld unter dem Kopfkissen horten – oder vielleicht mit Beteiligungen an Fintec-Unternehmen an der Bargeldabschaffung verdienen wollen.

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