Finanzsytem vor dem Absturz?

Das Finanzsystem vor dem Absturz? Nicht zum ersten Mal gibt es solche Spekulationen und beileibe nicht nur von „Linken“.

Finanzsystem kollabiert?

In einem Beitrag von Ernst Wolff am 20.09.2021 heißt es:

„Das Finanzsystem, unter dem wir seit dem Zweiten Weltkrieg leben, ist im März 2020 unwiderruflich in sein Endstadium eingetreten. Es stand bereits in der Weltfinanzkrise von 2007/08 vor dem Aus, konnte aber fast 12 Jahre lang von den Zentralbanken künstlich am Leben erhalten werden, und zwar durch Geldschöpfung und kontinuierliche Zinssenkungen.“

Geldmenge in DeutschlandQuelle: tagesgeldvergleich.net

Demgegenüber hier die Leitzinssenkung seit Januar 1993:

EZB-Leitzins
Quelle: FMH-Finanzberatung

Wer nur die „Qualitätsmedien“ nutzt, fühlt sich vielleicht durch die mehr oder weniger regelmäßig erscheinenden Berichte über das Wachstum des Geldvermögens finanziell beruhigt. Doch dieses Geldvermögen wächst nur bei einer verschwindend kleinen Minderheit der Bevölkerung.

Wie sich zeigt, gelang in den vergangenen 18 Monaten die größte und schnellste Vermögensumverteilung in der gesamten Geschichte der Menschheit. Denn noch vermochte es eine Gruppe von Menschen, den anderen eine schier unvorstellbare Summe in so kurzer Zeit aus den Taschen zu ziehen.

Gewinner und Verlierer der Kapitalkonzentration

Ernst Wolff verdeutlicht die Entwicklung an einigen Beispielen:

Der Börsenwert der 5 großen Digitalkonzerne beträgt seit vergangener Woche mehr als 10 Billionen Dollar. Zum Vergleich: Der deutsche Staatshaushalt, also das Geld, was der deutschen Regierung 2021 offiziell zur Verfügung steht, beträgt rund 500 Milliarden Euro, das sind knapp 600 Milliarden Dollar.

Noch extremer wird das Missverhältnis, wenn man sich folgende Zahlen vor Augen führt: 35 Millionen Menschen haben in Deutschland im Jahr 2020 etwa 4 Billionen Dollar erwirtschaftet.

Die Vermögensverwalter BlackRock und Vanguard beschäftigen zusammen 34.000 Angestellte, also weniger als ein halbes Promille der deutschen Beschäftigten, verwalten aber mehr als 16 Billionen Dollar, also das Vierfache dessen, was 35 Millionen Deutsche in einem Jahr erwirtschaften.

Geldmenge und Inflation

Nimmt die Geldmenge zu, ohne dass im gleichen Maße Waren und Dienstleistungen verfügbar sind, so steigen auch die Preise – oder wie es oft heißt: die „Inflation“

Erstmals seit 28 Jahren erreichte die deutsche Inflationsrate im September einen Höchststand mit 4,1 Prozent. Darin widerspiegelt sich vor allem der Anstieg der Verbraucherpreise, besonders im Bereich Energie. Doch auch Nahrungsmittel und Dienstleistungen verteuerten sich.

Superreiche und der digital-finanzielle Komplex investieren seit einiger Zeit verstärkt in Sachwerte wie Land und Immobilien, Rohstoffe (Edelmetalle), Kunstgegenstände… Vor allem in den letzten Jahren erschlossen sich diese Akteure zudem den Pharmabereich. So wie wie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Banken, Rüstungsindustrie und Politik eine unheilige Allianz bildeten, sind es heute der digital-finanzielle Komplex, die Pharmaindustrie und die Politik.

Außerdem sollen die Zentralbanken ein neues Finanzsystem vorbereiten. Als Gegenstück zu unregulierten Kryptowährungen sollen digitale Zentralbankwährungen geschaffen werden. Damit wollen die gleichen Kreise sowohl die Gesetze der Geldwirtschaft durch programmierbares Geld überlisten und die erodierenden politischen Systeme zu stabilisieren.

Mehr zu digitalen Zentralbankwährungen und Bargeldverbot

Bargeldkomplott


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