Geldvermögen über sieben Billionen Euro

Das Geldvermögen der bundesdeutschen Privathaushalte betrug zum ende des ersten Quartals 2021 nach Angaben der Bundesbank über sieben Billionenen Euro.

Geldvermögen der Privathaushalte

Geldvermögen 2021

Das Geldvermögen der Privathaushalte in Deutschland ist auch im „Corona-Jahr“ 2021 deutlich angestiegen. Erstmals überschritt es die Sieben-Billionen-Marke.

Laut Tagesschau vom 16.07.2021 liegt das an den „fleißigen Sparern“ und „Corona“:

„Ein Grund für das insgesamt gewachsene Vermögen ist das Sparverhalten … Aufgrund der Einschränkungen konnten viele Menschen ihr Geld nicht in gewohntem Maße ausgeben. Viele Reisen wurden storniert, die Schließung von Gaststätten und Läden bremste den Konsum. Die Ausgaben der privaten Haushalte gingen 2020 nach Angaben des Statistischen Bundesamts allein in Deutschland um 5,4 Prozent zurück.“

Doch dieses Vermögen ist sehr ungleich verteilt. Im DIW Wochenbericht 27 / 2021 heißt es dazu:

„Die oberen zehn Prozent der Bevölkerung nennen rund 55 Prozent des gesamten Nettovermögens ihr Eigen. Die unteren 50 Prozent kommen lediglich auf knapp 1,5 Prozent.“

Davon ausgehend befürchten die Autoren:

„Im Bundestagswahlkampf wird diese Schieflage ein wichtiges Thema werden. Rufe nach einer Reaktivierung der Vermögensteuer sind bereits jetzt laut zu vernehmen. Auch Reformen der Besteuerung von Grund und Boden oder des Grunderwerbs werden seit Jahren debattiert. In der Diskussion um die Tilgung der Corona-Schulden haben entsprechende Vorstöße zusätzlichen Wind in die Segel bekommen. Zuletzt haben zumindest in Berlin auch Enteignungsinitiativen eine vernehmbare Unterstützung in der Bevölkerung.“

Ob die Analysten damit richtig liegen, oder die Masse der Bevölkerung diese Entwicklung genauso hinnimmt wie die Einschränkungen der Grundrechte?

Wollen Millionäre stärker besteuert werden?

Auf der Webseite von br.de vom 18.08.2021 ist zwar zu lesen:

„42 Millionäre fordern mittlerweile eine höhere Besteuerung für sich selbst: #taxmenow. Die Chancen für einen Richtungswechsel seien bei dieser Bundestagswahl so groß wie noch nie, sagen sie.“

Aber für den Richtungswechsel scheint es bei den Bundestagsparteien „keine Mehrheiten“ zu geben. „SPD-Spitzenkandidat“ Olaf Scholz tut zwar so, als wolle er mehr das weitere Auseinanderdriften von Arm und Reich vermeiden. „Die Botschaft hört ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“

Welche Strategie wird Ihr Bundestagskandidat verfolgen?

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