Buchempfehlung: Die große Geldschmelze

Unvorstellbare 223,3 Billionen Dollar ist der globale Schuldenberg hoch. Ein unheiliges Bündnis von Staaten, Notenbanken und Finanzmärkten hat die Welt an den finanziellen Abgrund geführt. Jetzt stehen unsere Währung, unser Vermögen, ja unser ganzes Wirtschaftssystem auf dem Spiel. In ihrem Topseller „Die große Geldschmelze“ zeichnen die beiden Ökonomen Hanno Beck und Aloys Prinz nach, so der Untertitel, „Wie Politik und Notenbanken unser Geld ruinieren“.

Explosion des Geldsystems

Einer Supernova gleich, haben sich die Notenbanken in den vergangenen Jahren zu Roten Riesen aufgebläht. So hat die Europäische Zentralbank in weniger als fünf Jahren ihr Geschäftsvolumen mehr als verdoppelt, die US-amerikanische Notenbank hat das ihre verdreifacht. Während die Notenbanker die irrwitzige Geldschöpfung hinter Fachbegriffen wie „Quantitative Easing“ tarnen, greifen Politik und Medien lieber zur „Bazooka“. Doch je stärker sich die Notenbanken aufblähen, umso mehr wächst die Gefahr, dass unser Geldsystem explodiert.

Das Autorenduo entwirft hierzu ein Horrorszenario. Notenbanken wandeln sich von Roten Riesen zu Schwarzen Löchern, Ersparnisse und Vermögen verdampfen, Volkswirtschaften geraten ins Trudeln. Kurz vor dem Kollaps bäumt sich das System noch einmal auf, indem Vermögenswerte zu einem letzen Höhenflug ansetzen: Aktienkurse etwa eilen von Rekord zu Rekord.

Die Zeche zahlen am Ende die Sparer und Steuerzahler. Dieses Stadium des Sternsterbens hat bereits begonnen. Niedrigzinsen und Nullrenditen zeugen von der heimlichen Enteignung der Sparer, die das Versagen der Politik kaschieren soll. Sie muss endlich aufhören, so die Folgerung und Forderung der beiden Autoren, mit unserem Geld zu spielen, als gäbe es kein Morgen.

Meinungen zum Buch „Die große Geldschmelze“:

„Wer über Ersparnisse verfügt, sollte dieses Buch lesen, denn dann erfährt er, wie er sie durch die Eurokrise und die vermeintlichen Rettungsaktionen verlieren wird. Ruhig schlafen kann er nach der Lektüre nicht mehr, aber die Unruhe, die das Buch erzeugt, ist die Basis für die Entwicklung von privaten und politischen Abwehrstrategien. Ein sehr lesenswertes Buch mit wichtigen Einsichten.“ – Hans-Werner Sinn

„Die Deutschen haben ein Riesen-Geldvermögen, aber auch eine Riesen-Angst, was sie damit tun sollen. Dieses Buch beleuchtet die vertrackten Wege der Finanzkrise und leistet im besten Sinne fundamentale Aufklärungsarbeit: Was ist Geld? Wie kommt es durch das Zusammenspiel von Notenbanken und Geschäftsbanken in die Welt? Droht durch die Bilanzaufblähung der Zentralbanken längerfristig Inflation? Die Autoren zeigen, wie Geld auf uns wirkt und uns verwirrt – und welche irrationalen Fehler wir im Umgang mit Geld vermeiden sollten. Eine spannende, manchmal unterhaltende, manchmal erschreckende Lektüre.“ – Philip Plickert, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Hanno Beck gehörte bis 2006 der FAZ-Wirtschaftsredaktion an. Seither ist er Professor für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik an der Hochschule Pforzheim. Aloys Prinz lehrt seit 2000 Finanzwissenschaft an der Uni Münster, zuvor hatte er eine Professur für Wirtschaftspolitik an der Uni Mainz inne.

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Die große Geldschmelze: Wie Politik und Notenbanken unser Geld ruinieren

Quelle: ERFOLG – Neues aus der Wirtschaft, 09/2014

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