Sparen trotz Schulden?

Sparen trotz Schulden? – Geht das? Klar, wenn Sie den folgenden Tipp beherzigen, dann erreichen Sie bald Ihr Ziel.

Sparen trotz Schulden? -Finanztipp

Schulden tilgen
Foto: djd/Deutscher Sparkassenverlag

(djd). Der Kredit für das Haus oder das Auto läuft noch einige Jahre, für den Kauf der neuen Küche sind Schulden zurückzuzahlen – ist es in dieser Situation sinnvoll, gleichzeitig noch regelmäßige Sparbeträge zur Seite zu legen? Das kommt drauf an.

In den meisten Fällen nicht: Das frühzeitige Tilgen eines Kredits ist für Verbraucher finanziell meist vorteilhafter als zu sparen, da die Kreditzinsen in der Regel höher sind als die Sparzinsen.

Dies gilt zumindest für ältere Kredite. In der heutigen Niedrigzinsphase oder auch bei hohen Kreditzinsen wie beim Dispo gilt das ganz besonders. Deshalb gilt: Das Tilgen vorhandener Kredite sollte stets Vorrang haben.

Frühzeitiges Tilgen spart bares Geld

Der Weg in die Verschuldung ist oft schleichend: Ein Kredit, etwa für alltägliche Konsumgüter, kommt zum nächsten – und mit der Zeit wächst die monatliche Belastung immer stärker an. Je eher vorhandene Kredite zurückgezahlt sind, desto schneller entspannt sich das monatliche Haushaltsbudget.

„Tilgen geht immer vor Sparen. Denn die Kreditzinsen, die man durch die Rückzahlung spart, lassen sich mit einer Geldanlage praktisch nicht erwirtschaften“, empfiehlt Korina Dörr, Leiterin von Geld und Haushalt, dem Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe. Entscheidend sei immer der Abstand zwischen Sparzinsen und Kreditzinsen. In der aktuellen Niedrigzinsphase sind etwa Sondertilgungen empfehlenswert. „Trotz Kreditverpflichtungen sollte man immer einen Notgroschen für Ungeplantes auf die hohe Kante legen“, rät Korina Dörr weiter.

Finanzen im grünen oder roten Bereich?

"Tacho" der Budgetanalyse
Foto: djd/Beratungsdienst Geld und Haushalt

Geld, das darüber hinaus am Monatsende übrig ist, sollte man in die Tilgung vorhandener Kredite stecken. Für mehr Überblick über die eigene Finanzlage helfen kostenfreie Onlinetools wie die Budgetanalyse, erreichbar unter www.budgetanalyse.de.

Verbraucher erhalten damit anonym und ohne Registrierung eine Analyse der Stärken und Schwächen ihres Haushaltsbudgets, inklusive Überblick über die Ausgabenstruktur in den fünf Bereichen Lebenshaltung, Versicherungen, Altersvorsorge, Kredite und Sparen.

Als Ergebnis zeigt ein farbiger Tacho an, ob sich das private Budget im grünen oder roten Bereich befindet. Zudem können Nutzer so durchrechnen, wie sich die laufenden Kredit- und Sparausgaben auf die Haushaltskasse auswirken.

Notgroschen bilden für ungeplante Ausgaben

(djd). Eine defekte Waschmaschine, eine ungeplante, aber nicht verschiebbare Autoreparatur? Damit derartige Ereignisse einen nicht finanziell aus der Bahn werfen, empfiehlt es sich, einen Notgroschen aufzubauen – selbst wenn eine Kreditverpflichtung besteht. „Empfehlenswert sind zwei bis drei Monatsgehälter, die man beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto deponieren kann“, empfiehlt Korina Dörr vom Beratungsdienst Geld und Haushalt.

Wichtig: Wenn der Notgroschen in Anspruch genommen wurde, sollte er wieder aufgestockt werden, sobald etwas Geld übrig ist. So bleibt man gut gerüstet für ungeplante Ausgaben und muss bei finanziellen Engpässen keinen zusätzlichen Kredit aufnehmen.



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